5.741 Kindeswohlgefährdungen in Bayern

04.07.2016/EG aus dem Bayerischen Landesamt für Statistik, München

2.668 Gefährdungseinschätzungen mit akuter Kindeswohlgefährdung – 3.073 Gefährdungseinschätzungen mit latenter Kindeswohlgefährdung

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, wurden in Bayern im Jahr 2015 insgesamt 15.334 Fälle (plus 1,4 Prozent gegenüber 2014) von Kindeswohlgefährdung gemeldet. Betroffen waren 7.863 Jungen und 7.471 Mädchen.

2.668 (plus 1,9 Prozent gegenüber 2014) Gefährdungseinschätzungen ergaben eine akute, 3.073 (plus 2,2 Prozent gegenüber 2014) eine latente Kindeswohlgefährdung. Dabei waren Anzeichen für eine Vernachlässigung oder einer psychischen Misshandlung die häufigsten Gründe einer Kindeswohlgefährdung.

Bei 5.235 Gefährdungseinschätzungen wurde keine Kindeswohlgefährdung festgestellt, aber Hilfebedarf zum Beispiel im Rahmen einer Hilfe der Kinder und Jugendhilfe wie Erziehungsberatung oder eine Schutzmaßnahme. Nur bei 4.358 Fällen wurde weder eine Kindeswohlgefährdung noch ein weiterer Hilfebedarf ermittelt.

Eine Kindeswohlgefährdung liegt vor, wenn das körperliche, geistige und seelische Wohl eines Kindes durch das Tun oder Unterlassen der Eltern oder Dritter gravierende Beeinträchtigungen erleidet, die dauerhafte oder zeitweilige Schädigungen in der Entwicklung des Kindes zur Folge haben bzw. haben können.