‘Abbau‘ der Braunkohle

27.05.2016/EG aus dem Deutschen Bundestag, Berlin

Kosten, Nutzen und klimapolitische Auswirkungen der Braunkohle

Die stoffliche Nutzung der Braunkohle als Anwendungsgebiet der Kohlechemie sei, erklärt die Bundesregierung in ihrer Antwort (18/8506) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/8282), kein prioritärer Förderschwerpunkt der Bundesregierung. Von den derzeit pro Jahr geförderten 170 bis 180 Millionen Tonnen Braunkohle würden zehn Prozent stofflich zur Herstellung von Veredlungsprojekten genutzt. Die Kohlendioxid-Emissionen seien bei einer stofflichen Nutzung von Braunkohle im Vergleich zu Erdöl, Erdgas und nachwachsenden Stoffen mindestens doppelt so hoch. Angesichts der derzeit niedrigen Erdgas- und Erdölpreise wird die stoffliche Braunkohlenutzung außerdem als nicht wirtschaftlich bezeichnet. Ob nach einem möglichen Ende der energetischen Nutzung Braunkohle-Tagebaue für eine stoffliche Nutzung weiterbetrieben werden könnten, kann die Bundesregierung nicht sagen.