Abschlussbericht ‘Regensburger Domspatzen‘

18.07.2017/EG aus der Anwaltskanzlei Ulrich Weber, Regensburg

Abschluss der Vorfälle von Gewaltausübung an Schutzbefohlenen bei den Regensburger Domspatzen: Opfer: 547 ehemalige Domspatzen-Schüler / Täter: 49 Beschuldigte

Wie konnte es geschehen?

„Das gesamte Erziehungssystem war auf musikalische Bestleistungen und damit auf den Erfolg des Chors ausgerichtet. Neben individuellen Tatmotiven bildeten somit auch institutionelle Motive –nämlich mit dem Ziel der maximalen Disziplin und Leistungsbereitschaft den Willen der Kinder zu brechen – die Grundlage für Gewalt. Ein für die Vorschule annähernd perfektioniertes System der Isolation und Kommunikationsverhinderung ermöglichte, dass von Gewaltvorfällen nur wenige Informationen nach außen drangen. (…) Die Zeit von 1945 bis 2010 ist überwiegend geprägt von Ignoranz und Desinteresse durch die Verantwortungsträger der Domspatzen in Bezug auf die Gewaltvorfälle in Vorschule und Gymnasium. Opfermeldungen wurden nicht ernst genommen.“

Den kompletten Untersuchungsbericht lesen Sie hier ↗uw-recht.org.

Ergänzung am 19.07.2017:

Kardinal Gerhard Ludwig Müller (2002 bis 2012 Bischof von Regensburg) in der Kritik regensburg-digital.de.