Amnesty: EU-Türkei-Abkommen ist rechtswidrig

15.03.2016/EG aus der Menschenrechtsorganisation Amnesty International e.V., Berlin

Amnesty: Abkommen verstößt gegen das Recht auf individuellen Flüchtlingsschutz / Türkei entspricht weder rechtlich noch praktisch den gesetzlichen Vorgaben eines ‚sicheren Drittstaates‘

Rund 140.000 Flüchtlinge sind seit Jahresbeginn auf den griechischen Inseln angekommen. Es sind vor allem Schutzsuchende aus Syrien, Afghanistan und Irak, die derzeit die gefährliche Reise in überfüllten Schlauchbooten wagen. Für sie ist Griechenland das erste Land der Europäischen Union, das sie betreten. Und wenn es nach einigen EU-Politikern geht, soll es auch das letzte sein.

Denn die EU will mit der Türkei ein Abkommen schließen, um Flüchtlinge von Griechenland direkt in die Türkei ausweisen zu können. Ein solcher Deal ist nicht nur menschenverachtend, sondern verstößt gegen grundlegende Menschenrechte – vor allem gegen das Recht auf ein faires und individuelles Asylverfahren. Weiterlesenamnesty.de