Armut und Vermögen wachsen

09.09.2015/EG aus der Entwicklungsorganisation Oxfam Deutschland e.V., Berlin

Oxfam: Politische Vorherrschaft – die Kontrolle von Macht und Politik durch eine Elite – ist mit Ungleichheit eng verzahnt

Empfehlungen aus dem Oxfam-Bericht: Institutionelle Demokratie und öffentliche Dienste stärken – Arbeitsbedingungen und Löhne verbessern – Staatliche Sozialsysteme ausbauen – Möglichkeiten zur Steuervermeidung abschaffen

Die zunehmende Armut und Ungleichheit in Europa bedrohen den sozialen Zusammenhalt und untergraben die Demokratie. Davor warnt die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam in dem heute veröffentlichten Bericht „Ein Europa für alle“. Demnach fehlte im Jahr 2013 50 Millionen Menschen in Europa das Geld, ihre Wohnungen zu heizen oder unvorhergesehene Ausgaben zu bestreiten – ein Anstieg um 7,5 Millionen seit 2009. Fast ein Viertel der europäischen Bevölkerung, insgesamt 123 Millionen Menschen, lebt an der Armutsgrenze oder darunter. Dem stehen auf der Sonnenseite der europäischen Vermögensskala 342 Milliardäre gegenüber, mehr als doppelt so viele wie noch im Jahr 2009. In Deutschland ist der Anteil der von Armut bedrohten Menschen zwischen 2005 und 2013 von zwölf auf 16 Prozent gewachsen. Im gleichen Zeitraum wuchs das Nettovermögen aller Milliardäre in Deutschland um 38 Prozent von 214 auf 296 Milliarden US-Dollar.

Der Bericht identifiziert drei Hauptursachen für die wachsende Ungleichheit und Armut: Weiterlesenoxfam.de