Atomausstieg: Haftung und/oder Rückstellungen

02.03.2016/EG aus dem Ökonomieblog ‚Ökonomenstimme‘, Zürich

Ökonom Dr. Andreas Haaker mit einem Beitrag zur Rückstellungsdiskussion:

„Die Frage, was die für die Erfüllung der Entsorgungsverpflichtungen verfügbare Haftungsmasse der von der Energiewende gezeichneten Konzerne tatsächlich wert ist, wird sich erst im Zeitablauf in den Bilanzen niederschlagen. Zurzeit indizieren (drohende) Wertminderungen auf erworbene Goodwills und (Quartals-)Verluste/Gewinneinbußen im Zusammen mit konventionellen Kraftwerke die Probleme des alten Geschäftsmodells, während der erhoffte zukünftige Erfolg eines neuen Geschäftsmodells nicht aus den aktuellen Bilanzen ablesbar ist. Die Entsorgungsverpflichtungen sind aus heutiger Sicht wegen der Neuausrichtung des Geschäftsmodells gleichsam durch erhofften originären Goodwill ‚gedeckt‘. Für diese Art von ‚Haftungsmasse‘ besteht jedoch wegen der Ungewissheit seiner Werthaltigkeit ein striktes Aktivierungsverbot.“ Weiterlesenoekonomenstimme.org