05.02.2015/EG aus der Stiftung Münchner Sicherheitskonferenz gemeinnützige GmbH, München

TNS Infratest: Anteil der Befürworter einer aktiveren Rolle sinkt

Im Vorfeld der vom 6. bis 8. Februar 2015 stattfindenden 51. Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) gibt die MSC mit dem Munich Security Report (MSR) erstmals einen englischsprachigen Bericht zu aktuellen sicherheitspolitischen Fragen und Trends heraus. Darin werden außen- und sicherheitspolitische Entwicklungen mit Daten, Statistiken, Kartenmaterial und Lektüreempfehlungen aufgeführt.

Zu den Schwerpunktthemen des Reports gehören in diesem Jahr verschiedene Aspekte und Konsequenzen der Ukrainekrise, ein Überblick über die jüngsten Entwicklung des dschihadistischen Terrorismus, neuartige Herausforderungen wie die „hybride Kriegsführung“ und die aktuelle Flüchtlingskrise.

Eine eigens für den Report erhobene Umfrage von TNS Infratest zeigt, dass die Deutschen eine aktivere Rolle deutscher Außenpolitik in internationalen Krisen weiterhin skeptisch beurteilen. Nur 34% (2014: 37%) befürworten ein stärkeres Engagement, 62% lehnen es ab (2014: 60%).

Eine ebenfalls für den Report durchgeführte neue Erhebung des Institute for the Study of Radicalisation and Political Violence am Londoner King’s College dokumentiert den Anstieg an ausländischen dschihadistischen Kämpfern in Irak und Syrien. So haben mittlerweile beispielsweise 1.200 Kämpfer aus Frankreich und 500 bis 600 aus Deutschland den Weg in den Irak und nach Syrien gefunden. Auch die Zahl an Kämpfern aus Zentralasien ist deutlich angestiegen.

Neue Zahlen aus „The Military Balance 2015“ des International Institute for Strategic Studies belegen den weiteren Abbau an militärischen Fähigkeiten in Europa und den Ausgabenrückgang. In Westeuropa allein wurden etwa die Militärausgaben zwischen 2010 und 2014 um 8,4% reduziert.

Das Selbstbild der Münchner Sicherheitskonferenz:

„Im Laufe der vergangenen fünf Jahrzehnte hat sich die alljährlich im Februar stattfindende Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) zu einem zentralen Treffen der internationalen „strategic community“ entwickelt. Seit ihrer Gründung als „Internationale Wehrkunde-Begegnung“ im Jahr 1963 ist die MSC ein unabhängiges Forum, das sich der Förderung friedlicher Konfliktlösung und internationaler Kooperation bei gegenwärtigen und zukünftigen sicherheitspolitischen Herausforderungen widmet. Im Mittelpunkt steht dabei insbesondere die transatlantische Partnerschaft.“

Das Bundespresseamt fördert die Veranstaltung mit 500.000 Euro. Die Gesamtkosten der 51. Münchner Sicherheitskonferenz werden von der ‚Stiftung Münchner Sicherheitskonferenz gGmbH’ mit insgesamt rund 1,7 Mio. Euro angegeben.

Kategorien: STARTSEITE