Automobilindustrie: Eine Branche erarbeitet sich einen miserablen Ruf

22.09.2015/EG aus dem Nachrichtenblog ‚NachDenkSeiten‘, Bad Bergzabern

Abgaswerte manipuliert – Umweltbelastungen manipuliert – Kfz-Steuer manipuliert – Produktbeschreibung manipuliert – Kunden manipuliert – Jens Berger mit einem Beitrag über einen systematischen Betrug in der Automobilindustrie

In Kreisen der Automobilindustrie ist es ein offenes Geheimnis, dass aktuelle Softwareversionen bei der Motorsteuerung einen ‚Spezialmodus‘ beinhalten, der erkennt, wenn sich das Fahrzeug auf einem Teststand befindet. Auch BMW wurde bereits von einer Motorrad-Fachzeitschrift beim Betrug erwischt und es ist unwahrscheinlich, dass BMW diese Technik nicht auch bei seinen PKW-Motoren einsetzt. Ist der Modus aktiviert, wird die Kraftstoffeinspritzung modifiziert, so dass am Auspuff geringere Schadstoffwerte ankommen. Dieser Modus ist jedoch für den Normalbetrieb nicht geeignet. Es handelt sich vielmehr um einen softwaregesteuerten Modus, der ganz speziell für die Zulassungsprüfung programmiert wurde und dessen einziger Zweck es ist, bei den offiziellen Zulassungstests manipulierte Ergebnisse zu erzeugen. Ohne diese Manipulation dürften die Fahrzeuge nach gültigem Recht weder in der EU noch in den USA zugelassen werden. Weiterlesennachdenkseiten.de

Aus der sogenannten ‚Think Blue‘ Markenwelt von VW:

„Jeder neuer Volkswagen soll mindestens 10 % effizienter unterwegs sein als sein Vorgänger. Unter Beachtung des Genfer Ziels aus dem Jahr 2013 wollen wir den durchschnittlichen CO2-Ausstoß unserer EU28-Neuwagenflotte bis 2015 auf 120 Gramm pro Kilometer senken, bis 2020 sogar auf 95 Gramm. Doch wir verfolgen ein noch ehrgeizigeres Ziel: Jeder Volkswagen soll in seinem jeweiligen Segment wettbewerbsüberlegene Verbrauchswerte aufweisen!“

Erklärung des Vorstandsvorsitzenden der Volkswagen AG, Professor Dr. Martin Winterkorn:

„Die US-Behörden CARB und EPA haben die Öffentlichkeit in den USA darüber informiert, dass bei Abgastests an Fahrzeugen mit Dieselmotoren des Volkswagen Konzerns Manipulationen festgestellt worden sind und damit gegen amerikanische Umweltgesetze verstoßen worden ist.
Der Vorstand der Volkswagen AG nimmt die festgestellten Verstöße sehr ernst. Ich persönlich bedauere zutiefst, dass wir das Vertrauen unserer Kunden und der Öffentlichkeit enttäuscht haben. Wir arbeiten mit den zuständigen Behörden offen und umfassend zusammen, um den Sachverhalt schnell und transparent vollumfänglich zu klären. Hierzu hat Volkswagen eine externe Untersuchung beauftragt.
Klar ist: Volkswagen duldet keine Regel- oder Gesetzesverstöße jedweder Art.
Das Vertrauen unserer Kunden und der Öffentlichkeit ist und bleibt unser wichtigstes Gut. Wir bei Volkswagen werden alles daran setzen, das Vertrauen, das uns so viele Menschen schenken, vollständig wiederzugewinnen und dafür alles Erforderliche tun, um Schaden abzuwenden. Die Geschehnisse haben für uns im Vorstand und für mich ganz persönlich höchste Priorität.“