Bayern 2035: Arbeitswelt steht vor großen Veränderungen

14.02.2020/EG
Quelle: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Nürnberg

Entwicklung des Arbeitskräfteangebots und des -bedarfs bis zum Jahr 2035 in Bayern / Prognose: 195.000 Arbeitsplätze zusätzlich

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) erstellen in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) alle zwei Jahre eine Basisprojektion zur langfristigen Entwicklung des Arbeitskräftebedarfs sowie des Arbeitskräfteangebots nach Qualifikationen und Berufen.

Bis zum Jahr 2035 könnte die Zahl der Beschäftigten in der Gesundheitsbranche um weitere 158.000 Erwerbstätige wachsen. Wachsenden Beschäftigungsbedarf erwarten die Forscher auch in den Branchen Heime und Sozialwesen (63.000 zusätzliche Erwerbstätige), IT- und Informationsdienstleister (46.000), Erziehung und Unterricht (37.000) sowie Architektur- und Ingenieurbüros (33.000).

Dagegen wird in den Branchen „Übriges Verarbeitendes Gewerbe“ ein Abbau von 39.000 Beschäftigten, im Großhandel (ohne Handel mit Kraftfahrzeugen) 38.000 Beschäftigte, im Baugewerbe 32.000 Beschäftigte, der Herstellung von DV-Geräte, elektr. und optische Erzeugnissen, elektr. Ausrüstung 28.000 Beschäftigte und im Fahrzeugbau ein Abbau von 24.000 Beschäftigten erwartet.

Im Jahr 2018 zählten zu den größten Branchen mit den größten Erwerbstätigenanteilen im Bundesland Bayern das Gesundheitswesen mit einem Anteil in Höhe von 7,5 Prozent aller Erwerbstätigen in Bayern. Dahinter folgen der Einzelhandel (ohne Handel mit Kraftfahrzeugen) mit 7,3 Prozent, das Baugewerbe mit 6 Prozent, die Öffentliche Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherung mit 5,5 Prozent und die Erziehung und Unterricht mit 5,0 Prozent. Auf Rang 11 folgt der Fahrzeugbau mit einem Anteil von 3,2 Prozent.

Den Bericht lesen Sie hier iab.de