Binnenschifffahrt sinkt und sinkt

16.03.2016/EG aus dem Bayerischen Landesamt für Statistik, München

Bayerischen Landesamt für Statistik: Güterumschlag in Bayerns Häfen im Jahr 2015 um 14 Prozent gesunken / Binnenschifffahrt auf der Donau um 19 Prozent rückläufig

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, lag der Güterumschlag der bayerischen Binnenschifffahrt im Jahr 2015 bei 7,38 Millionen Tonnen und damit 14,3 Prozent unter dem Stand des Vorjahres. Im Maingebiet wurden 4,13 Millionen Tonnen verladen (-10,0 Prozent) und im Donaugebiet 3,26 Millionen Tonnen (-19,2 Prozent). Der umschlagstärkste Hafen an der Donau war Regensburg, am Main war es Aschaffenburg. Es wurden hauptsächlich land- und forstwirtschaftliche Erzeugnisse sowie Erze, Steine und Erden zu Wasser transportiert.

Der Güterumschlag an der Donau ging in 2015 um 19,2 Prozent auf 3,26 Millionen Tonnen zurück, in den Mainhäfen sank er um 10,0 Prozent. Die umschlagstärksten Häfen waren Regensburg mit 1,58 Millionen und Aschaffenburg mit 0,80 Millionen Tonnen. Insgesamt meldeten sich 9.493 Schiffe mit Umschlagsgütern an und ab, davon befuhren mit 52,8 Prozent etwas mehr als die Hälfte der Schiffe (5.015) die Donau.

Zu Wasser wurden von den 7,38 Millionen Tonnen Güterumschlag hauptsächlich „Erzeugnisse der Land- und Forstwirtschaft sowie der Fischerei“ (23,5 Prozent) und „Erze, Steine und Erden, sonstige Bergbauerzeugnisse“ (21,4 Prozent) transportiert. Weitere 11,8 Prozent entfallen auf Schüttgüter der Abteilung „Chemische Erzeugnisse“.

Der Rückgang des Güterumschlags in der Binnenschifffahrt ist seit 1992 am Main und seit 2005 an der Donau zu beobachten.