Briefkasten zum Zweck der Verschleierung verbieten?

04.04.2016/EG aus der Antikorruptionsorganisation ‘Transparency International Deutschland e.V.‘, Berlin

Transparency zur aktuellen Enthüllung eines ‘Briefkastens‘ in Panama durch das investigative Netzwerk ‘International Consortium of Investigative Journalists‘ (ICIJ) mit Sitz in Washington, DC (USA):

Angesichts der Veröffentlichung der Panama Papers fordert Transparency die internationale Staatengemeinschaft dazu auf, unverzüglich gegen Briefkastenfirmen vorzugehen. „Briefkastenfirmen fördern Korruption in großem Ausmaß und erlauben den Korrupten, von illegal erlangtem Vermögen zu profitieren“, so Jose Ugaz, Vorsitzender von Transparency. Öffentlich einsehbare Unternehmensregister müssen sicherstellen, dass die „wirtschaftlich Berechtigten“ der Firmen bekannt sind.

Im Februar 2014 veröffentlichte Transparency Deutschland ein Interview mit Robert Palmer, Kampagner illegaler Firmenaktivitäten, zu den ‘Anpassungen‘ nach den Veröffentlichungen der sogenannten ‘OffshoreLeaks‘ im April 2013:

Durch ‘OffshoreLeaks‘ kamen ein paar Journalisten in den Besitz von Dokumenten, die von einigen wenigen Firmendienstleistern stammten und sich auf nur wenige Steueroasen bezogen. Trotzdem waren allein daran bereits hunderte von Firmen und Personen aus aller Welt beteiligt. Zweitens hat es die politischen Bestrebungen für mehr Transparenz von Unternehmen vorangetrieben. Insbesondere in Frankreich und Deutschland hat ‘OffshoreLeaks‘ Wirkung gezeigt und das Problem der Briefkastenfirmen wurde auf die politische Agenda gesetzt.“ Weiterlesen↗transparency.de