Buchtipp

15.05.2015/EG

Mark Leibovich: Politzirkus Washington. Wer regiert eigentlich die Welt?

Sachbuch

Mark Leibovich macht in seinem Bestseller auf so erschreckende wie amüsante Art deutlich, warum notwendige Reformen in der Politik einfach nicht vorankommen. Er seziert die Machtstrukturen in der amerikanischen Hauptstadt, wo der politisch-mediale Komplex mit grenzenloser Schamlosigkeit und viel Geld den Politzirkus permanent am Laufen hält. Und Leibovich liefert auch reichlich Stoff für die Diskussionen in Deutschland: Ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA auf der Grundlage gemeinsamer Standards bereitet Sorgen, wenn man liest, wie in Washington politische Entscheidungen zustande kommen. Auch in Deutschland ist eine gesetzliche Regelung für den Übergang von ehemaligen Politikern in Wirtschafts- und Verbandspositionen überfällig. Bekommen wir auch hier bald Washingtoner Verhältnisse? (Bild: sagas.EDITION)

Mark Leibovich

Er ist Chef-Innenkorrespondent des New York Times Magazines in Washington D.C. 2011 erhielt er einen National Magazine Award für seinen Artikel über Michael Allen, den Chefreporter des Medienunternehmens Politico, und die veränderte Medienkultur in Washington. Vor seiner Zeit beim Times Magazine war Leibovich Redakteur für Innenpolitik im Washingtoner Büro der Times. Er schrieb außerdem für die Washington Post und ist Autor für „The New Imperialists“, eine Biografien-Sammlung technologischer Pioniere.

sagas.EDITION, ISBN: 978-3-944660-06-6, gebunden, 480 Seiten, 20 Euro