Buchtipp

03.07.2015/EG

Giuseppe Furno: Die Feuer von Murano

Roman

1569, die freie Republik Venedig steckt im Klammergriff zwischen den anrückenden Osmanen und dem immer mächtiger werdenden Kirchenstaat. Als eine Explosion in der Werft einen halben Stadtteil vernichtet, ist man schnell von Brandstiftung durch die Türken überzeugt, das Klima der einst so liberalen Serenissima ist vergiftet. Indessen ermittelt Andrea Loredan, Dogensohn und Anwalt des Volkes in einer Serie von mysteriösen Morden. Sie führen ihn auf die Spur eines Spiones in Mönchskutte, eines verschollenen Glasbläsers und einer Geheimgesellschaft weiser Frauen, die von der Kirche verbotene Bücher verstecken. Als Andrea und die Segelnäherin Sofia sich plötzlich auf der Seite der von der Inquisition und der mächtigen papsttreuen Partei Venedigs Verfolgten wiederfinden, wird ihr Kampf um Gerechtigkeit und Freiheit zum Kampf um ihr Leben und ihre Liebe. (Bild: Aufbau Verlag)

In seinem preisgekrönten Debüt erzählt Giuseppe Furno nicht nur das packende Abenteuer des Dogensohns Andrea Loredan, sondern malt darüber hinaus ein farbenprächtiges, detailgenaues Bild Venedigs auf dem Gipfel seiner historischen Bedeutung. Ein packender Abenteuerroman und zugleich eine atemberaubende Zeitreise in die Republik Venedig auf dem glanzvollen Höhepunkt ihrer Macht.

Autor

Giuseppe Furno, geb. 1953 in Rom, in Italien bekannter Drehbuchautor, versteht sich bestens auf das Knüpfen spannender Geschichten. Für sein fulminantes, preisgekröntes Roman-Debut hat er außerdem eineinhalb Jahre in historischen Archiven verbracht, zwei Monate in der Lagunen-Stadt gelebt und sogar rudern gelernt, um ein authentisches Bild der Serenissima zu zeichnen

Aufbau Verlag, ISBN: 978-3-7466-3116-5, Taschenbuch, 992 Seiten, 13 Euro