Buchtipp

27.11.2015/EG

Naomi J. Williams: Die letzten Entdecker

Roman

Was gibt es mit zwei großen Segelschiffen zu entdecken, wenn es eigentlich nichts mehr zu entdecken gibt? Wenn die Engländer die Welt längst vermessen haben? Die Männer, die 1785 im Auftrag des französischen Königs unter der Führung des besonnenen und aufgeklärten Kommandanten La Pérouse ins Ungewisse fahren, glauben dennoch fest an den Erfolg ihrer Expedition. (Bild: DuMont)

Angetrieben von Pflichtbewusstsein, Idealismus, Eitelkeit oder schlichter Not bergen die beiden Schiffe sehr unterschiedliche Abenteurer. Eines ist allen – vom einfachen Matrosen bis zum geltungsbewussten Naturwissenschaftler – gemeinsam: die Bereitschaft, das eigene Leben aufs Spiel zu setzen für eine Entdeckung, die ihnen den Eintrag in die Geschichtsbücher sichert. Als sie 1788 endlich auf die ersehnte ›terra incognita‹ stoßen, lediglich eine kleine Insel in der Südsee, ist ihre Begeisterung längst von den Schrecken der bisherigen Reise überschattet.

Autorin

Naomi J. Williams wurde in Japan geboren und spricht erst seit ihrem sechsten Lebensjahr Englisch. Ihre Kurzgeschichten und Erzählungen erschienen in verschiedenen literarischen Zeitschriften. 2009 wurde sie mit einem Pushcart Prize ausgezeichnet. ›Die letzten Entdecker‹ ist ihr erster Roman.

DuMont Buchverlag, ISBN: 978-3-8321-9770-4, gebunden, 464 Seiten, 25 Euro