Buchtipp

22.01.2016/EG

Alexandre Dumas: Zwanzig Jahre später

Musketier-Roman

Vor zwanzig Jahren waren die drei Musketiere und ihr gewitzter gascognischer Freund d’Artagnan noch sehr jung und verwegen. Jetzt begegnen wir ihnen als nicht mehr ganz so jugendlichen Helden wieder; aber kühne Haudegen sind sie geblieben, und so stürzen sie sich erneut in Abenteuer und in die hohe Politik, von der sie, wie es scheint, nicht allzu viel verstehen. Doch selbst die Lenker des Staatsschiffes machen im Paris der Fronde einen recht hilflosen Eindruck. Sie brauchen kluge Köpfe, die ihnen die harte Arbeit des Kämpfens und die oft noch härtere des Denkens abnehmen, und da springen unsere vier Kavaliere in die Bresche. Allerhöchster Befehl führt sie – auf getrennten Wegen – nach England, wo dramatische Ereignisse ihrer harren. Wieder in Frankreich, erleben sie noch so manche böse Überraschung, bis sich sogar die stolze und schöne Anna von Österreich ihnen huldreich zuwendet – nachdem sie sie ein ganz klein wenig erpresst haben. (Bild: Aufbau Verlag)

Autor

Alexandre Dumas der Ältere (1802-1870) wächst als Sohn eines napoleonischen Generals in der nordfranzösischen Provinz auf. Früh verwaist und arm, doch von seinen Talenten überzeugt, begibt er sich als Neunzehnjähriger nach Paris, wo er zum Theater will. Sein Kapital: eine schöne Handschrift, ein paar erwilderte Rebhühner und eine schier unerschöpfliche Phantasie. Die Theaterstücke, die er zunächst schreibt, sind heute vergessen. Doch zwanzig Jahre später, 1844, ist er mit „Der Grafen von Monte Christo“ der König des literarischen Feuilletons. Fast zeitgleich schreibt er – nach einer historischen Quelle aus dem Jahre 1700, den „Memoiren des Herrn d’Artagnan“ von Gatien de Courtils de Sandras – den bis heute berühmtesten seiner Romane, „Die drei Musketiere“, der von 1844 bis 1847 in Fortsetzung erschien und Dumas’ Welterfolg begründete.

Aufbau Verlag, ISBN: 978-3-7466-2930-8, Taschenbuch, 672 Seiten, 15 Euro