Buchtipp

29.04.2016/EG

Ursula Fricker: Lügen von gestern und heute

Roman

Beba träumt von einer Karriere als Pianistin, arbeitet aber als Prostituierte. Nach dem Krieg in ihrer Heimat ist sie der Armut entflohen. Sie spart auf ein Klavier, fängt an, in einem Jazzclub aufzutreten.

Auch Isa, eine Studentin, träumt. Sie will die Welt verbessern und gerät in den Kreis linker Aktivisten. Zunehmend militanter unterstützen sie und ihre Genossen die Flüchtlingsbewegung.
Innensenator Ottens Utopien sind längst dem politischen Alltag gewichen. Unter Zugzwang lässt er ein illegales Flüchtlingscamp räumen, nicht ahnend, was ihn diese Entscheidung kosten wird.

Ein Roman über die Sehnsucht nach dem Guten und Richtigen, über drei Menschen, die sich selbst behaupten müssen und staunend erkennen, wer sie eigentlich sind. (Bild: dtv)

Autorin

Ursula Fricker, 1965 in Schaffhausen geboren, studierte Sozialarbeit in Bern, arbeitete in einem Heim für geistig behinderte Menschen und in der Theaterpädagogik. Neben journalistischen Texten veröffentlichte sie bislang drei Romane. Ihr Debütroman, ‚Fliehende Wasser‘, erschien 2004 und wurde mit dem Einzelwerkspreis der Schweizerischen Schillerstiftung und mit einem Werkjahr der Stadt Zürich ausgezeichnet. Es folgten 2009 ‚Das letzte Bild“ und 2012 ‚Außer sich‘, nominiert für den Schweizer Buchpreis im selben Jahr.

dtv Verlagsgesellschaft, EAN 978-3-423-28073-0, HardCover, 368 Seiten, 22 Euro