Buchtipp: Der Sandmann

01.11.2019/EG

E.T.A. Hoffmann: Der Sandmann

Erzählungen

Fatale Familien- und Liebesgeschichte, gruselige und zugleich witzige Parabel über technische Apparate und künstliche Menschen als Verlängerung und Objekt menschlicher Sehnsüchte, Gesellschaftssatire, das Ringen zwischen Wahnsinn und Vernunft – erzählt mit feurigem Tempo und in verschiedenen Perspektiven, die eine Klärung der Geschichte nicht zur Ruhe kommen lassen und zum »Unheimlichen« dieses »Nachtstücks« beitragen – Hoffmanns Sandmann aus dem Jahr 1816 kann zu Recht als Konzentrat der »Schwarzen Romantik« gelten.

Ergänzt wird Der Sandmann in diesem Band von der atemberaubenden Erzählung Das Fräulein von ­Scuderi, der ersten Detektivgeschichte überhaupt, um zwanghafte Verbrechen, Schönheit und Künstlertum. Dazu mit Nussknacker und Mausekönig, dem unsterblichen Märchen für Kinder und Erwachsene, und der Erzählung Des Vetters Eckfenster, in der Hoffmann zuletzt, originell wie immer, einen Schritt in Richtung realistisches Erzählen machte.

Autor

E.T.A. Hoffmann (1776 geboren in Königsberg/Pr., gestorben 1822 in Berlin) war Schriftsteller, Jurist, Kapellmeister und Komponist. Zu seinen bekanntesten Werken zählen die Erzählungen der Fantasiestücke (1814 u. 1815), Nachtstücke (1816/1817) und Serapionsbrüder (1819–1821) sowie die Romane Die Elixiere des Teufels (1815 u. 1816), Lebensansichten des Katers Murr (1819 u. 1821) und Meister Floh (1822).

Open House Verlag, EAN: 978-3-944122-38-0, Hardcover, 288 Seiten, 25 Euro