01.03.2019/EG

Paul Bokowski: Hauptsache nichts mit Menschen

Geschichten (Humor, Satire)

In seinem ersten Erzählband ‘Hauptsache nichts mit Menschen’ entfaltet Paul Bokowski seinen Humor mit einer schleichenden Gewalt. Seine Geschichten beginnen mit einer hochgezogenen Augenbraue. Sie erzählen von der Bürde eines unkündbaren Newsletters, den zwischenmenschlichen Grenzerfahrungen einer Schlager-Nackt-Party oder den einzigen NPD-Wählern mit Migrationshintergrund. Sie berichten von den sexuellen Vorzügen einer Hausratsversicherung, den Nachteilen essbarer Unterwäsche und Gefrierbeuteln mit der Aufschrift Stefanie und Jürgen. Es sind Geschichten wie ein skeptischer Blick, nicht auf andere herab, sondern auf den stillen Nebenmann, der nicht weniger verstohlen zu uns hinüber blinzelt. Geradezu unbarmherzig schält Paul Bokowski mit der Klinge seiner eigenen Neurosen so lange an allem Zwischenmenschlichen herum, bis das Absurde darin zum Vorschein kommt. Was bleibt, ist die schwerwiegenden Befürchtung, dass das alles wirklich so passiert ist.

Autor

Paul Bokowski, geboren 1982 in Mainz am Rhein, gehört zur Speerspitze der Berliner Lesebühnenszene. Der Autor, Vorleser und Geschichtenerzähler lebt seit fünfzehn Jahren in einem der unbeirrbarsten Problembezirke der bundesdeutschen Hauptstadt. Zehn Jahre lang war er jüngstes Mitglied der Lesebühne »Brauseboys«. 2014 gründete er seine eigene Lesebühne mit dem Namen »Fuchs & Söhne«. Der ‘Woody Allen des Weddings’ entstammt einer polnischen Familie und ist festes Redaktionsmitglied der Satirezeitschrift »Salbader«.

SATYR Verlag, EAN: 978-3-981-48911-8, broschiert, 160 Seiten, 12 Euro

Kategorien: STARTSEITE