Das gesetzliche Minimum an Lohn

28.01.2016/EG aus dem Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI), Berlin/Düsseldorf

Der gesetzliche Mindestlohn ist ein Beweis für das Versagen von Arbeitnehmervertretungen (Gewerkschaften) / Entgegen prophetischer Anstrengungen vielzitierter Ökonomen, über den drohenden massenhaften Arbeitsplatzabbau, blicken Statistiker auf die niedrigste Arbeitslosenzahl seit 1990 zurück / WSI: Der gesetzliche Mindestlohn nutzt rund fünf Millionen Beschäftigten

Nach der aktuellen WSI-Analyse hat auch die Tarifpolitik dazu beigetragen, dass die unteren Lohngruppen weiter aufholen konnten. In mehreren Branchen, in denen es noch tarifliche Niedriglöhne unter 8,50 Euro gab, wurden höhere Verdienste bereits vor 2015 vereinbart. Die Gewerkschaften wollten damit niedrige Tarifentgelte an das Mindestlohnniveau heranführen, während die Arbeitgeberverbände auf die möglichst weitgehende Ausnutzung des Übergangszeitraums von zwei Jahren zielten. Zu den betroffenen Branchen zählen das Friseurgewerbe, die Fleischindustrie sowie der Bereich Land- und Forstwirtschaft und Gartenbau. Anfang 2015 lag der Anteil der Niedriglohngruppen unter 8,50 Euro in Tarifverträgen nur noch bei sechs Prozent. Durch weitere Tarifanpassungen konnte er im Laufe des Jahres 2015 auf drei Prozent weiter reduziert werden, zeigt die Auswertung der WSI-Wissenschaftler Marc Amlinger, Dr. Reinhard Bispinck und Dr. Thorsten Schulten. Den kompletten WSI-Report lesen Sie hierboeckler.de

Ergänzende Informationen über die Auswirkungen des Mindestlohns im Jahr 2015 lesen Sie hieraktuelle-sozialpolitik.blogspot.de.