Der nicht zu stillenden ‚Hunger‘ nach Energie

05.02.2016/EG aus dem Bayerischen Landesamt für Statistik, München

Bayerische Landesamt für Statistik: Importmenge von Gas und Öl hat 2015 um rund neun Prozent zugenommen, dagegen ist der Importwert um 24 Prozent gesunken.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik nach den vorläufigen Ergebnissen mitteilt, stieg die Menge des nach Bayern importierten „Erdöls und Erdgases“ in den ersten elf Monaten 2015 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp neun Prozent auf 30,4 Millionen Tonnen. Der Wert des importierten „Erdöls und Erdgases“ ging hingegen um 23,9 Prozent auf 10,1 Milliarden Euro zurück. Im Jahr 2014 waren die „Erdöl und Erdgas“-Importe Bayerns gegenüber 2013 sowohl mengen- (-17,6 Prozent) als auch wertmäßig (-22,9 Prozent) gesunken.

In den ersten elf Monaten 2015 importierte die bayerische Wirtschaft nach vorläufigen Ergebnissen des Bayerischen Landesamts für Statistik 30,4 Millionen Tonnen „Erdöl und Erdgas“1), dies sind 8,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Der Wert dieser Importe sank um 23,9 Prozent auf 10,1 Milliarden Euro. Im Jahresergebnis 2014 waren die bayerischen „Erdöl und Erdgas“ – Einfuhren sowohl mengenmäßig (-17,6 Prozent) als auch wertmäßig (-22,9 Prozent) gegenüber 2013 zurückgegangen.

In den ersten elf Monaten 2015 importierte Bayern 15,4 Millionen Tonnen „Erdöl und Öl aus bituminösen Mineralien, roh“ (+5,6 Prozent) im Wert von 6,0 Milliarden Euro (32,3 Prozent). Bayerische Importeure mussten damit im Durchschnitt 388 Euro je Tonne eingeführten Erdöls zahlen.

Im Jahr 2014 hatte die Tonne Erdöl im Durchschnitt 595 Euro gekostet, im Jahr 2012 waren es 662 Euro. Im Jahr der Weltwirtschaftskrise 2009 kostete das „Erdöl und Öl aus bituminösen Mineralien, roh“ nur 321 Euro pro Tonne. Die Importe von „Erdgas in gasförmigem Zustand“ beliefen sich in den ersten elf Monaten 2015 auf 14,9 Millionen Tonnen (+11,7 Prozent). Ihr Wert lag bei 4,1 Milliarden Euro (-8,6 Prozent).

Wichtigster Lieferant für „Erdöl und Erdgas“ nach Bayern war auch in den ersten elf Monaten 2015 mit einem Anteil von 45 Prozent bzw. 4,6 Milliarden Euro an den gesamten „Erdöl und Erdgas“-Importen die Russische Föderation. 17 Prozent der Importe (1,7 Milliarden Euro) kamen aus Kasachstan und 14 Prozent (1,4 Milliarden Euro) aus Aserbaidschan. Von Januar bis November 2015 importierte Bayern „Erdöl und Erdgas“ aus 18 Ländern.