Die Lage der Flüchtlinge

28.08.2015/EG aus der Menschrechtsbewegung ‚Amnesty International‘ Sektion der Bundesrepublik Deutschland e.V., Berlin

Der aktuellen Situation geschuldet, machen wir auf den von Amnesty International veröffentlichten Bericht vom 15.06.2015 auf die weltweite Lage der Flüchtlinge wiederholt aufmerksam:

Die aktuelle Flüchtlingskrise ist die schlimmste seit dem Zweiten Weltkrieg. Zu diesem Ergebnis kommt ein aktueller Amnesty-Bericht zur Lage der Flüchtlinge. Amnesty fordert einen Paradigmenwechseln und verbindlichen Schutz für Menschen auf der Flucht. Besonders die Industriestaaten müssten endlich mehr tun.

Der neue Amnesty-Bericht „The global refugee crisis: a conspiracy of neglect“ (Stand: Juni 2015) belegt:

  • Es handelt sich um die schlimmste Flüchtlingskrise seit dem Zweiten Weltkrieg.
  • Rund 1.000.000 Flüchtlinge sind auf eine Aufnahme in einem sicheren Land angewiesen.
  • Etwa 4.000.000 syrische Flüchtlinge kämpfen um das Überleben in der Türkei, dem Libanon, Jordanien, Irak und Ägypten.
  • Mehr als 3.000.000 Menschen im südlichen Afrika sind auf der Flucht, einzig ein kleiner Teil konnte sich seit 2013 wieder ansiedeln.
  • Etwa 3.500 Menschen sind im Jahr 2014 im Mittelmeer ertrunken – seit Beginn 2015 sind es bereits 1.865 ertrunkene Flüchtlinge (Stand: Juni 2015).
  • Etwa 300 Menschen sind in den ersten drei Monaten 2015 im Andamanischen Meer gestorben durch Hunger, Dehydratation und Misshandlung der Bootsbesatzungen. Weiterlesenamnesty.org

Zum Thema aus dem Mediendienst Integration, Berlin:

Geschätzte 800.000 Menschen könnten im Jahr 2015 nach Deutschland kommen, um einen Asylantrag zu stellen. Diese Prognose hat das Bundesinnenministerium (BMI) kürzlich veröffentlicht. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) registrierte bis Ende Juli 2015 rund 218.000 Asylanträge. Die Zahl der Zugänge lag hingegen bei 309.000 Menschen. Weiterlesenmediendienst-integration.de