E.ON baut um

07.05.2015/EG aus dem Energiekonzern E.ON SE, Düsseldorf

E.ON Hauptversammlung 2015: 1,6 Milliarden Euro Konzernüberschuss im Jahr 2014 – Konzernumbau im Fokus

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Konzernführung die Aufspaltung des Energiekonzerns in zwei Unternehmen beschlossen. Beide Unternehmen sollen ab 2016 als börsennotierte Gesellschaften firmieren. Die neue E.ON soll sich auf die Erneuerbaren Energien konzentrieren können, während das neue Unternehmen Uniper das Geschäft rund um die konventionellen Energieerzeugung inklusive Wasserkraft und Handel übernimmt. Die neue E.ON mit Sitz in Essen wird – wie bisher – Johannes Teyssen als Vorstandsvorsitzender führen. Die Geschäfte der neuen Uniper werden vom bisherigen E.ON-Finanzvorstand Klaus Schäfer vom Sitz in Düsseldorf geführt. E.ON wird zunächst an der neuen Gesellschaft Uniper eine Minderheitsbeteiligung halten.

Nach der im Juli 2011 in Kraft getretenen Novelle des Atomgesetzes wurden acht der deutschen Kernkraftwerke sofort abgeschaltet, die Laufzeiten der verbleibenden neun Anlagen deutlich verkürzt. Der Rückbau sowie die Entsorgung der Anlagen sind für die Betreiber mit erheblichen finanziellen Aufwendungen verbunden.

Die von E.ON betriebsgeführten Anlagen Brokdorf, Grohnde, Grafenrheinfeld und Isar 2 müssen nach folgendem Zeitplan spätestens zum 31. Dezember des jeweiligen Jahres vom Netz gehen: Grafenrheinfeld (2015), Brokdorf und Grohnde (2021) und Isar 2 (2022). Die Kernkraftwerke Isar 1 und Unterweser sind seit dem Kernkraft-Moratorium im März 2011 nicht mehr am Netz und befinden sich jetzt in der Nachbetriebsphase.