EDEKA garantiert den Erhalt von 16.000 Arbeitsplätzen

17.11.2015/EG

EDEKA plant mit der Ministererlaubnis die Übernahme von Lebensmittelmärkten der Kaisers’s Tengelmann GmbH / Bestehende Marktverhältnisse für Verbraucher und Lieferanten auch im Marktraum München und Oberbayern gefährdet

Das Bundeskartellamt hatte mit Beschluss am 31.03.2015 das Zusammenschlussvorhaben des EDEKA-Verbundes mit der Kaisers’s Tengelmann GmbH, aufgrund der entstehenden Wettbewerbsbehinderungen, untersagt. Der EDEKA-Verbund, rund 4.000 selbständige Kaufleute mit etwa 11.500 Märkten, möchte mit der Erlaubnis des Bundesministers (für Wirtschaft und Energie) Sigmar Gabriel die rund 450 Lebensmittel-Einzelhandelsfilialen der Kaiser‘s Tengelmann GmbH übernehmen.

Der Markt

Für München und Oberbayern beurteilte das Bundeskartellamt die Situation wie folgt: „Durch den Zusammenschluss wird darüber hinaus effektiver Wettbewerb in den Markträumen Bad Reichenhall (23), Bad Tölz (26), Garmisch-Partenkirchen (102), München (205), Rosenheim (262) sowie Weilheim/Tutzing (321) erheblich behindert. Die im Rahmen der Analyse verdichteter Räume durchgeführte Stadtbezirksbetrachtung hat für das Stadtgebiet München ergeben, dass die 9 Untersagungsvoraussetzungen in 18 der 25 Münchener Stadtbezirke gegeben sind. Dies betrifft im Ergebnis alle Münchner Bezirke, in denen KT vertreten ist, mit Ausnahme von Allach-Untermenzing, Laim, Milbertshofen-Am Hart, Ramersdorf-Perlach, Aubing-Lochhausen, Schwabing-Freimann und Schwabing-West.“ (Ergänzende Informationen zu Marktbetrachtung für München und Oberbayern lesen Sie ab Seite 163 der Entscheidung)

Situation der Arbeitnehmer

Während der EDEKA-Verbund den Erhalt der rund 16.000 betroffenen Arbeitnehmer der Kaiser’s Tengelmann GmbH garantiert, erwartet die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) eine „massive Verschlechterung“ der Arbeitsbedingungen.