Eine ausgeschlossene Gesellschaft

Osterhofen-Altenmarkt, 14.11.2014/EG

Vernachlässigung der öffentlichen Daseinfürsorge führt zu gesellschaftlichen Verwerfungen- Deutscher Kinderschutzbund (DKSB) Ortsverband Osterhofen: Zahl der Hilfesuchenden ist gestiegen

Im Rahmen der Mitgliederversammlung, gestern Abend im Altenmarkter Hof, berichtete Brigitte Treichl, Vorsitzende des DKSB-Ortsverbandes, über die geschätzten 1.500 Stunden ehrenamtliche Arbeit für mittlerweile 70 Familien mit etwa 180 Kindern.

Die Klienten des Ortsverbandes sind Familien, die sich meist nur das Nötigste für ihre zunehmend eingekapselte Lebenswelt leisten können. Die zum Leben notwendigen Grundbedürfnisse (Nahrungsmittel, Gesundheit, Wohnen, Bildung, Mobilität) nicht decken zu können, ist ein ausgrenzendes Thema. Treffen im Café, ein Abendessen in einem Restaurant mit Bekannten, Ausflüge, Besichtigungen, die Teilnahme an einem Kurs, Möglichkeiten die das Leben bereichern sind ohne Geld nicht möglich. Folglich reduzieren sich auch die sozialen Kontakte, ein Ausschluss aus dem normalen Leben als (voll)wertiges Mitglied. Daher ist die Osterhofener Geschäftsstelle für die Betroffenen nicht nur eine Anlaufstelle in Notlagen, sondern auch ein wertvoller Treffpunkt für soziale Kontakte.

Zur Abdeckung des Beratungsbedarfs wird die Vorstandschaft die Zusammenarbeit mit professionellen Beratungsstellen ausbauen. Sprechzeiten in Osterhofen werden bereits vom Frauennotruf Deggendorf und dem Gesundheitsamt – Staatlich anerkannte Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen – Deggendorf angeboten.

Der DKSB Osterhofen finanziert sich im Wesentlichen aus Spenden. Die kürzlich bezogenen ‚neuen’ Räume der Geschäftsstelle, in der ehemaligen Hausmeisterwohnung der Mittelschule – Seewiesen 2, stellt die Stadt Osterhofen. Weitere Informationen zum Verein lesen Sie hier.