Fachkräftemangel: Arbeitslosigkeit unter Ingenieuren und Naturwissenschaftlern nimmt zu

19.11.2015/EG aus dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW), Berlin

DIW: Zahl der Studierenden ist in den vergangenen zehn Jahren um knapp 40 Prozent gestiegen / Auf niedrigem Niveau deutlich steigende Arbeitslosigkeit bei Ingenieuren, Ärzten und anderen Naturwissenschaftlern

Der Arbeitsmarkt war aber trotz guter Konjunktur nicht in der Lage, das zusätzliche Arbeitskräfteangebot aufzunehmen, denn die Zahl der arbeitslosen Akademiker mit einem Abschluss in einem technischen oder naturwissenschaftlichen Fach hat in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen. Die Zuwächse sind zwar nicht gewaltig, der prozentuale Anstieg lässt aber deutlich zunehmende Beschäftigungsprobleme bei naturwissenschaftlich-technischen Akademikerberufen erkennen. So ist die Zahl der arbeitslosen IT-Experten in den vergangenen drei Jahren um ein Drittel auf 8.500 gestiegen. Ähnlich war die Veränderungsrate bei Ingenieuren, die in der Industrie eingesetzt werden können. Hier gab es im Oktober 2015 etwa 18.000 Arbeitslose. Ein noch höheres Tempo hatte der Anstieg der Arbeitslosigkeit unter Ärzten (plus 50 Prozent oder 1.400 Personen) und Physikern (plus 50 Prozent oder 700 Personen). Eine erhebliche Zunahme der Unterbeschäftigung gab es auch bei Chemikern (plus 24 Prozent oder 500 Personen). Weiterlesendiw.de