Firmentarife drücken Löhne

07.06.2016/EG aus der Hans Böckler Stiftung, Düsseldorf

Griechenland: Rechtswissenschaftlerin Dr. Aristea Koukiadaki und Journalistin Chara Kokkinou mit einem Beitrag über die Lohnstabilität in Branchentarifen bzw. Lohndumping durch Firmentarifen

Vor der Krise galt für mehr als zwei Drittel der griechischen Beschäftigten ein Tarifvertrag. Heute sind es nur noch 40 Prozent. Die Zahlen unterzeichnen den Kollaps des Tarifsystems sogar noch. Während bis zur Eurokrise Branchentarife dominierten, spielen Firmentarife heute die wichtigste Rolle. Und Letztere haben eine andere Funktion als früher: Es geht nicht mehr darum, die Löhne in besonders profitablen Unternehmen über den Durchschnitt zu heben, sondern fast immer um Abweichungen nach unten. Das geht aus einer Analyse der Arbeitsrechtsexpertin Aristea Koukiadaki von der Universität Manchester und der Publizistin Chara Kokkinou hervor. Weiterlesen↗boeckler.de