Fragwürdiges Sponsoring

03.02.2016/EG aus der Verbraucherschutzorganisation ‚foodwatch‘ e.V., Berlin

foodwatch: Coca-Cola finanzierte der Berliner Uni-Klinik Charité die Forschung zur Herzgesundheit mit einer Million Euro

foodwatch kritisierte, dass sich die Charité vor den Werbekarren des Konzerns spannen lässt und Coca-Cola damit als Teil der Lösung präsentiert statt als Teil des Problems. Ausgerechnet der größte Limo-Produzent der Welt will Frauen über die Vorsorge von Herz-Kreislauferkrankungen aufklären – ein schlechter Witz. Denn Softdrinks wie Coca-Cola fördern selbst Übergewicht, Diabetes und auch Herzerkrankungen.

Aus Sicht von foodwatch sind die Geldspritzen von Coca-Cola für Forschungseinrichtungen und Sportprojekte ein millionenschwerer Ablasshandel. Auch in anderen EU-Ländern tritt Coca-Cola als vermeintlich uneigennütziger Sponsor in Erscheinung. In Frankreich finanziert der Konzern ausgerechnet die Diabetesgesellschaft (Fédération Française des Diabétiques), in Großbritannien die British Nutrition Foundation. In den USA sorgte insbesondere der Geldfluss an die Universität Colorado Denver zur Errichtung des „Global Energy Balance Network“ für erhebliche Kritik – die Hochschule zahlte daraufhin eine Million US-Dollar an Coca-Cola zurück. Das Global Energy Balance Network stellte im Dezember 2015 den Betrieb ein – laut Internetseite aufgrund fehlender Mittel.

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