Frequenzversteigerung bringt 5 Milliarden Euro

20.06.2015/EG aus dem Bundeskartellamt, Mainz/Bonn

270 Mhz Frequenzmenge für 5.081.236.000 Euro versteigert

Nach 16 Auktionstagen und 181 Runden wurde gestern die Versteigerung von Frequenzen für mobiles Breitband in Mainz zu Ende beendet. Alle drei Unternehmen Telefónica Deutschland GmbH & Co. OHG, Telekom Deutschland GmbH und Vodafone GmbH waren erfolgreich und konnten Frequenzen entsprechend ihrer Geschäftsmodelle ersteigern:

  • Telefónica Deutschland GmbH & Co. oHG: 1,2 Milliarden Euro (Bereiche 700 MHz/900 MHz/1800 MHz)
  • Telekom Deutschland GmbH: 1,8 Milliarden Euro (Bereiche 700 MGz/900 MHz/1500 MGz/1800 MGz)
  • Vodafone GmbH: 2,1 Milliarden Euro (Bereiche 700 MGz/900 MHz/1500 MGz/1800 MGz)

Die Käufer müssen innerhalb von drei Jahren nach Zuteilung der Frequenzen jeweils eine flächendeckende Breitbandversorgung von mindestens 97 % der Haushalte in jedem Bundesland und 98 % der Haushalte bundesweit sicherstellen. Dabei sind Übertragungsraten von mindestens 50 Megabit pro Sekunde pro Antennensektor zu erreichen. Den Haushalten sollen im Wettbewerb der Anbieter in der Regel Übertragungsraten von 10 Megabit pro Sekunde und mehr zur Verfügung gestellt werden. Auch ist die Versorgung mit mobilem Breitband entlang der Bundesautobahnen und der ICE-Strecken sicherzustellen.

Die Frequenzen aus den Bereichen bei 900 MHz und 1800 MHz haben die Grundlage für den Aufbau der heutigen Mobilfunknetze insbesondere für die flächendeckende mobile Sprachkommunikation gebildet und sollen künftig auch für breitbandige Internetanschlüsse genutzt werden. Die Frequenzen im 700-Megahertz-Bereich werden bislang für terrestrisches Fernsehen genutzt. Durch die schrittweise Umstellung auf DVB-T2 werden sie frei und können für mobiles Breitband genutzt werden. Die Netzbetreiber können mit nur relativ wenigen Funkstationen schnelles Internet auch in bisher wenig erschlossene Regionen bringen.