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Gesundheit: (Wahl-)Programme der Bundestagsparteien

26.08.2021/EG
Quellen: Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands (VirchowBund), Berlin

Einblicke in die gesundheitspolitischen Werteorientierungen der Bundestagsparteien

Die Bundestagsparteien (außer AfD) haben sich auf ein standardisiertes Verfahren geeinigt, das maximal acht Fragen mit einer Höchstlänge von 300 Zeichen erlaubt. Dabei geht es um nicht weniger als um ein humanes Gesundheitssystem.
Die Stellungnahmen der Parteien lesen Sie hier ↗virchowbund.de.

Zum Thema

Thomas Gerlinger, Gesundheitswissenschaftler an der Universität Bielefeld, über Strukturen, Probleme und Reformen in deutschen Krankenhäusern:
„Zu den wichtigsten strukturellen Veränderungen zählt die fortschreitende Privatisierung der Krankenhäuser.“ (S.11). „Das Nebeneinander von öffentlichen und freigemeinnützigen Häusern einerseits und privaten Einrichtungen andererseits bringt eine Reihe von Problemen mit sich. Steht bei Ersteren – durchaus auch unter Verfolgung von Gewinninteressen – die Versorgungsfunktion im Mittelpunkt, so ist es bei Letzteren die Gewinnmaximierung. Um dieses Ziel zu verfolgen, setzen private Einrichtungen häufig darauf, ihr Angebot auf wenige, standardisierbare Leistungen zu begrenzen, die sie aufgrund der Spezialisierung und der höheren Behandlungsfallzahlen dann kostengünstiger – und zum Teil auch in einer besseren Qualität – erbringen können. Dadurch verschlechtert sich die Kalkulationsbasis derjenigen – zumeist öffentlichen – Krankenhäuser, die aufgrund ihres Versorgungsauftrages nach wie vor die gesamte Palette an Leistungen und die dafür notwendige Infrastruktur vorhalten müssen, ohne an der Kostenersparnis bei standardisierbaren Leistungen teilhaben zu können.“ (S.11/12)

Maximiliane Wilkesmann, Arbeits- und Organisationssoziologin, und Jonathan Falkenberg, Arbeits- und Organisationssoziologin, beide an der Technischen Universität Dortmund, zur Ökonomisierung und Digitalisierung der Ärzteschaft in Krankenhäusern
„In jüngster Vergangenheit führt das Eindringen der Marktlogik zur effizienteren Steuerung von Krankenhäusern dazu, dass die für die ärztliche Profession maßgebliche Orientierung am Gemeinwohl, der Selbstkontrolle und -organisation sowie der professionellen Autonomie unterlaufen wird und dieser Prozess als eine Verberuflichung und aus einer Innenperspektive als Deprofessionalisierung wahrgenommen wird.“ (S.45)
Die vorgenannten Beiträge lesen Sie hier bpb.de.

Dividenden durch Stellenabbau – das Prinzip Fresenius marburger-bund.de.

Regierungsverantwortung im Rückblick:

seit März 2018: CDU/CSU/SPD (Koalitionsverhandlungen dauerten 171 Tage)
2013 bis 2017: CDU/CSU/SPD
2009 bis 2013: CDU/CSU/FDP
2005 bis 2009: CDU/CSU/SPD
2002 bis 2005: SPD/DIE GRÜNEN
1998 bis 2002: SPD/DIE GRÜNEN
1982 bis 1998: CDU/CSU/FDP
1969 bis 1982: SPD/FDP
1966 bis 1969: CDU/CSU/SPD
1963 bis 1966: CDU/CSU/FDP
1949 bis 1963: CDU/CSU mit wechselnden Koalitionspartnern (FDP/DP/GB/BHE/FVP)