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GKV mit Defizit

07.03.2016/EG aus dem BKK Dachveband e.V., Berlin

BKK Dachverband: Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) weist für das Jahr 2015 hohe Defizite auf / Zusatzbeiträge reichen nicht aus

Die Anhebung der Zusatzbeiträge wurde von vielen GKV-Kassen so lange es irgend geht verschoben, um einseitige Belastungen der Versicherten und Nachteile im Wettbewerb zu vermeiden. Deshalb schmolzen viele Krankenkassen ihre Vermögen ab. Aber auch dies reichte schlussendlich nicht, mussten doch die politisch induzierten Steigerungen im Ausgabenbereich auch finanziert werden, so der BKK Dachverband.

Auch die Kassenart BKK schloss 2015 mit minus 287 Mio. Euro ab, d.h. die Einnahmen (Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds) konnten die Ausgaben für die Versorgung der BKK Versicherten nicht decken. Allein eine Kassenart beendete 2015 mit schwarzen Zahlen und dies, obwohl sie weit unterdurchschnittliche Zusatzbeitragssätze erheben konnte. Die in den verschiedenen Kassenarten sehr unterschiedlichen Finanzergebnisse weisen auf Unzulänglichkeiten und Verwerfungen im aktuellen RSA hin.

„Die Zuweisungskriterien aus dem Finanzausgleich müssen dringend reformiert werden – und zwar sofort. Wartet die Politik weiter ab und kommt es nicht zu zeitnahen Nachjustierungen im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA), wird Chancengleichheit im Wettbewerb zwischen den Kassenarten zerstört“, kommentiert Franz Knieps, Vorstand beim BKK Dachverband, die aktuellen Finanzergebnisse.

Der BKK Dachverband ist die Interessenvertretung von 83 Betriebskrankenkassen und vier BKK Landesverbände mit rund zehn Millionen Versicherten.