Gütesiegel: Kennzeichnung lesen!

München, 17.012015/EG aus der Verbraucherzentrale Bayern, München

Täuschend ähnliche Gütesiegel: ‚geschützte Ursprungsbezeichnung’ und ‚geschützte geografische Angabe’

Zur Herkunft eines verarbeiteten Lebensmittels gibt es inzwischen diverse Regionalmarken und Gütesiegel. Doch nur auf wenigen ist das Label „geschützte Ursprungsbezeichnung“ (g.U.) zu finden. „Dieses gesetzlich kontrollierte Gütesiegel ist europaweit einheitlich und gibt eindeutig Auskunft über die Herkunft eines Lebensmittels“, sagt Susanne Moritz, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bayern. Das Siegel garantiert, dass das Produkt in einem festgelegten Gebiet nach bestimmten Kriterien erzeugt, verarbeitet und hergestellt wird. Beispiele hierfür sind Allgäuer Emmentaler und Parmaschinken. (Grafik ‚geschützte Ursprungsbezeichnung’: Verbraucherzentrale Bayern)

Zum Verwechseln ähnlich ist die Kennzeichnung ‚geschützte geographische Angabe’ (g.g.A.). Der Unterschied: Hier muss lediglich eine der Produktionsstufen (Erzeugung, Verarbeitung oder Herstellung) im genannten geografischen Gebiet stattfinden. So könnte das Schweinefleisch für die Nürnberger Rostbratwurst aus Dänemark oder den Niederlanden stammen und nur die Wurstherstellung in der Region erfolgen. (Grafik ‚geschützte geografische Angabe’: Verbraucherzentrale Bayern)

Zum Thema

Ergänzende Informationen über die geografischen Angaben lesen Sie im Informationsportal der Europäischen Kommission, Landwirtschaft und ländliche Entwicklung.