IHK verzeichnet Rückgang bei Ausbildungsverträgen

09.02.2015/EG aus der Industrie- und Handelskammer für Niederbayern, Passau

Betriebliche Aus- und Weiterbildung stabilisieren die Leistungsfähigkeit der Betriebe

Das zweite Jahr in Folge verzeichnet die IHK Niederbayern einen Rückgang bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen. Nach einem Minus von 4,3 Prozent im Jahr 2013 meldet die Kammer für das vergangene Jahr einen Rückgang von 1,9 Prozent bei den Neueintragungen. Insgesamt hat die IHK zum Jahreswechsel bei ihren Betrieben 4.707 neue Ausbildungsverträge gezählt. Dabei war die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen durchaus unterschiedlich: Während die Zahl der Vertragsabschlüsse bei den gewerblich-technischen Berufen um 2,4 Prozent gestiegen ist, verbuchten die kaufmännischen und kaufmännisch-verwandten Berufen ein Minus von 4,3 Prozent.

„Die Ausbildungsbereitschaft der niederbayerischen Unternehmen ist nach wie vor sehr hoch. Allerdings wird es für die Betriebe immer schwieriger, die passenden Nachwuchskräfte zu finden, da häufig die Zahl der geeigneten Bewerber nicht ausreicht“, erklärt IHK-Präsident Dr. Josef Dachs die Situation auf dem Ausbildungsmarkt. Die Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt wird laut Dr. Dachs nach wie vor die demografiebedingt rückläufige Zahl an Schulabgängern sowie der anhaltende Trend zu höheren Schulabschlüssen und zum Hochschulstudium beeinflusst.

Zu Jahresbeginn waren in der IHK-Lehrstellenbörse für Niederbayern noch 600 freie Ausbildungsplätze im Angebot.