Immer weniger Frauen im Vorstandsgremium

16.07.2015/EG aus Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young GmbH, Stuttgart

Ergebnisse einer EY-Analyse der Struktur der Vorstände der 160 im DAX, MDAX, SDAX und TecDAX gelisteten Unternehmen: von 667 Vorständen nur noch 36 Frauen (5,4 Prozent)

Die Zahl der Vorstände insgesamt lag in den 160 untersuchten Unternehmen am 30. Juni 2015 bei 667 und damit höher als noch vor einem halben Jahr (663) oder vor einem Jahr (653). Die DAX- und die SDAX-Unternehmen konnten die Zahl der Frauen in den Vorständen entgegen dem Gesamttrend leicht steigern: In beiden Indizes kam jeweils eine Frau neu in den Vorstand. Damit sind im DAX derzeit 15 von 192 Vorstandsmitgliedern weiblich, das entspricht einem Anteil von 7,8 Prozent (Juni 2014: 5,6 Prozent). Im SDAX ging der Anteil im Jahresvergleich dennoch von 7,3 auf 6,9 Prozent zurück, da die Zahl der männlichen Vorstände noch stärker stieg. Im SDAX stehen derzeit zwölf Frauen 162 männlichen Vorständen gegenüber.

„In den deutschen Vorstandsetagen hat sich unterm Strich bislang wenig getan: Sie bleiben männliche Monokulturen. Die Bemühungen vieler Unternehmen, mehr Frauen an die Spitze zu bringen, zeigen also noch nicht den gewünschten Erfolg. Vor dem Hintergrund der seit vielen Jahren anhaltenden Diskussionen ist das ein enttäuschendes Ergebnis“, stellt Ana-Cristina Grohnert, Managing Partner bei EY, fest. Weiterlesen↗ey.com