Interessenvertretung für Pflegeberufe wird konkret

05.02.2015/EG aus dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, München

Pflegende bekommen eine Stimme – Ministerin Huml legt Konzept für Interessenvertretung vor

Ministerin Melanie Huml stellte heute, anlässlich einer Sitzung des Runden Tisches ‚Pflegekammer’ in München, ein Konzept vor, das für eine effektive Interessenvertretung der Pflegekräfte im Freistaat sorgen soll.

Konkret sieht das Konzept die Bildung einer Körperschaft des öffentlichen Rechts vor, in der Pflegeverbände und einzelne Pflegekräfte freiwillig Mitglied werden können. Wichtige Aufgabe ist die Vertretung der Interessen aller Pflegekräfte in Bayern gegenüber Politik und Gesellschaft. Hinzu kommen unter anderem die Weiterentwicklung der Qualität in der Pflege und die Mitwirkung an Gesetzgebungsvorhaben.

Die Ministerin fügte mit Blick auf die Mitglieder des Runden Tisches hinzu: „Wir haben die Chance, eine sehr gute Lösung für die Pflegenden in Bayern auf den Weg zu bringen. Eine Lösung, die neben der Selbstverwaltung der Pflege auch politische Teilhabe auf gleicher Augenhöhe mit anderen Heilberufen ermöglicht. Wichtig ist deshalb, dass Sie das Konzept mittragen und mit Leben erfüllen. Den bisherigen Diskussionen sollten jetzt Taten folgen. Deshalb bitte ich um Zustimmung bis Anfang März. Dabei setze ich auf die Kompromissfähigkeit aller Beteiligten.“

Das Bayerische Gesundheits- und Pflegeministerium hatte im Februar 2014 eine Arbeitsgruppe bestehend aus Befürwortern und Kritikern einer klassischen Pflegekammer sowie unabhängigen Experten einberufen. Ziel war es, verschiedene mögliche Modelle einer Interessenvertretung für die Pflege mit allen Beteiligten zu diskutieren.

Das nun von Ministerin Huml vorgelegte Konzept sieht vor, dass der Körperschaft auch staatliche Vollzugsaufgaben übertragen werden – etwa Bewilligungen nach der Förderrichtlinie in der Altenpflege. Die Körperschaft soll von einem Präsidium nach außen vertreten werden und eine Geschäftsstelle erhalten