IT-Systeme sind verwundbar

20.11.2015/EG aus dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Bonn

BSI-Präsident Michael Hange: „Alle Unternehmen müssen sich darauf einstellen, dass Cyber-Angriffe durchgeführt werden und auch erfolgreich sind. Neben der Prävention müssen auch die Säulen der Detektion und Reaktion gestärkt werden, denn dadurch können Folgeschäden erheblich gemindert werden.“

Der gestern vorgestellte Lagebericht verdeutlicht, dass die Anzahl der Schwachstellen und Verwundbarkeiten in IT-Systemen weiterhin auf einem hohen Niveau liegt und sich die asymmetrische Bedrohungslage im Cyber-Raum weiter zuspitzt. Das Jahr 2015 ist geprägt durch eine Reihe von IT-Sicherheitsvorfällen, die eine fortschreitende Professionalisierung der Angriffsmittel und -methoden verdeutlichen. Dies gilt insbesondere für fortgeschrittene und anhaltende Angriffe, die als Advanced Persistent Threat (APT) bezeichnet werden. Diese sind aktuell und zukünftig eine große Bedrohung für Unternehmen und Verwaltungseinrichtungen. Nur wenige APT-Angriffe werden öffentlich bekannt. 2015 zählten der Cyber-Angriff auf den Deutschen Bundestag im Mai sowie der Cyber-Angriff auf den französischen Fernsehsender TV5 Monde im April zu dieser Kategorie.