KMU mehr oder weniger digitalisiert

16.03.2016/EG aus der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young GmbH, Stuttgart

Ernst & Young: Große Unternehmen setzen stärker auf neue Technologien als kleinere / Fehlendes Geld, Personal oder Know-how sind Haupthemmnisse für verstärkten Einsatz digitaler Technologien

Bei mehr als jedem zweiten Unternehmen (54 Prozent) spielen digitale Technologien bereits jetzt eine große beziehungsweise mittelgroße Rolle für das eigene Geschäftsmodell. Allerdings gibt immerhin noch jedes fünfte Unternehmen an, dass sie gar keine Rolle spielen.

Das dürfte sich ändern. Denn egal in welcher Form – ob Onlinebezahlung, digitale Kundenbetreuung oder automatisierte Produktion, um nur einige Beispiele zu nennen – die Bedeutung digitaler Technologien wird künftig eher noch zunehmen: Mehr als jedes dritte (35 Prozent) Unternehmen geht davon aus, dass sie in den nächsten fünf Jahren deutlich zunehmen wird und 39 Prozent erwarten immerhin noch eine leichte Zunahme.

Allerdings gibt es auch Faktoren, die bei gut jedem dritten Unternehmen verhindern, verstärkt digitale Technologien zu nutzen. Jedes achte klagt über begrenzte finanzielle Möglichkeiten, jedes neunte über fehlendes Personal und jedes elfte hat nach eigenen Angaben nicht das nötige Know-how.

Gerade bei den kleineren Mittelständlern bleibt das Potenzial ungenutzt. Dabei können auch sie etwa durch flexible Produktion oder Vernetzung ihrer Produkte stark profitieren. Dennoch spielen digitale Technologien nur bei 43 Prozent der Unternehmen mit einem Umsatz bis zu 30 Millionen Euro eine sehr große oder mittelgroße Rolle. In der Umsatzklasse zwischen 30 und 100 Millionen Euro liegt der Anteil bereits bei 59 Prozent und in der Umsatzklasse über 100 Millionen Euro sogar bei 63 Prozent.

Das sind Ergebnisse einer Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY (Ernst & Young), für die 3.000 mittelständische Unternehmen in Deutschland befragt wurden. Die komplette Studie lesen Sie hier↗ey.com.