Kriminalität in Bayern: Vergewaltigungen plus 47,9 Prozent

14.09.2017/EG aus Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr, München

Fallzahlen bei Vergewaltigungen Januar bis Juni 2017: 685 (+ 47,9 % ggü. Vorjahreszeitraum) – davon 126 (18,4 %) durch Zuwanderer begangene Vergewaltigungsdelikte (+ 90,9 %)

Nach den vorläufigen Meldungen der Polizeipräsidien in Bayern zum ersten Halbjahr 2017 ist die Zahl der Straftaten – berechnet ohne die vor allem durch illegale Grenzübertritte von Flüchtlingen verursachten ausländerrechtliche Verstöße – im Vergleichszeitraum zum ersten Halbjahr 2016 um knapp 20.500 auf 281.942 gesunken. Die um ausländerrechtliche Verstöße bereinigte Kriminalitätsbelastung lag im ersten Halbjahr 2017 bei 4.390 Straftaten je 100.000 Einwohner, ein Minus von 6,8 Prozent.

Negativ fällt hingegen die Entwicklung der Vergewaltigungsfälle aus. Hier gab es im ersten Halbjahr 2017 eine deutliche Steigerung der Fallzahlen in Bayern (+ 222 Fälle, + 47,9 Prozent) auf 685 Fälle. Gerade die Zahl der durch Zuwanderer begangenen Vergewaltigungsdelikte ist erheblich angestiegen (+ 60 Fälle, + 90,9 Prozent). innenministerium.bayern.de

Ergänzung am 23.09.2017

„Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016 stiegen diese (überfallartigen Vergewaltigungen durch Einzeltäter) in Bayern insgesamt von 68 auf 71 Delikte leicht an (+4,4 Prozent). Während hier im ersten Halbjahr 2017 bei den tatverdächtigen Deutschen und tatverdächtigen Nichtdeutschen ohne Zuwanderer ein leichter Rückgang zu verzeichnen war (Deutsche TV von 25 auf 20 Fälle, Nicht-Deutsche TV ohne Zuwanderer von elf auf acht Fälle), stieg hingegen die Zahl der tatverdächtigen Zuwanderer von neun auf 17 Fälle an.“ justiz.bayern.de