KWK-Anlagen stillgelegt

08.09.2015/EG aus dem Deutschen Bundestag, Berlin

Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) gibt Nutzungsgrad von 80 Prozent vor – KWKG soll Stromerzeugung aus KWK-Anlagen steigern

Energieerzeugungsanlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), die gleichzeitig sowohl Strom als auch Wärme produzieren, sind besonders energieeffizient und damit ressourcen- und klimaschonend. Doch aufgrund der gesunkenen Börsenpreise am Strommarkt haben immer mehr KWK-Anlagen mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Insbesondere erdgasbefeuerte Kraftwerke sind von einer Abschaltung bedroht oder stehen bereits still. Die Fraktion ‚BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN’ stellte der Bundesregierung dazu eine sogenannte ‚Kleine Anfrage‘.

Aus Sicht der Bundesregierung ist eine vorübergehende zusätzliche Förderung von Bestandsanlagen auf Erdgasbasis, die noch durch das bisherige KWKG gefördert werden, nicht gerechtfertigt.

Im Zeitraum 01.01.2014 bis 30.06.2015 wurden elf Kraftwerksblöcke mit Kraft-Wärme-Kopplung stillgelegt. Von diesen elf KWK-Anlagen wurden sechs mit Steinkohle und fünf mit Erdgas betrieben. Vier weitere KWK-Anlagen (Energieträger: zwei KWK mit Steinkohle (EnBW AG, Standort Ingolstadt) und zwei KWK mit Mineralölprodukte (E.ON AG, Standort Heilbronn)) werden weiter als Reservekraftwerke betrieben. Weiterlesenbundestag.de