Lebensmittelkontrollen mit großen Lücken

25.05.2016/EG aus dem Deutschen Bundestag, Berlin

Bundesregierung: Hohes Betrugsrisiko bei Olivenöl, Fisch, Bio-Lebensmitteln, Milch, Getreide, Honig, Ahornsirup, Kaffee, Tee, Gewürzen (Safran, Chili) und bei bestimmten Obstsäften

„Eine Auswertung von Verstößen gegen lebensmittelrechtliche Vorschriften in einem Zeitraum von 1980 bis 2010, die dadurch gekennzeichnet waren, dass diese vorsätzlich und mit der Absicht eines finanziellen Gewinns begangen wurden sowie Angaben von Einzelhandels- und Branchenverbänden legen nahe, dass insbesondere bei Olivenöl, Fisch, Bio-Lebensmitteln, Milch, Getreide, Honig, Ahornsirup, Kaffee, Tee, Gewürzen (Safran, Chili) und bei bestimmten Obstsäften ein hohes Betrugsrisiko besteht.

Mit zunehmendem internationalen Handel und verzweigten Warenströmen wird die Rückverfolgbarkeit von Produkten für die Lebensmittelüberwachung immer komplexer. Aufgrund dieser Komplexität und der Vielzahl möglicher Beteiligter sowohl auf Seiten der Wirtschaft, als auch auf Behördenseite, ist die Aufdeckung von betrügerischen Praktiken zum Teil erschwert. Dies führt zu einer erhöhten Anfälligkeit für entsprechende Manipulationen. Die Lebensmittelunternehmer als primär Verantwortliche für die Lebensmittelsicherheit müssen der Verpflichtung nachkommen, den globalen Warenströmen mit geeigneten betrieblichen Eigenkontrollen gerecht zu werden“, erklärt die Bundesregierung in einer Antwort (18/8463) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion ‚Die Linke‘ zu den Risiken des globalen Lebensmittelhandels (18/8288).