Leistungen für bedürftige Menschen wachsen mit der Notwendigkeit

09.07.2015/EG aus dem Bayerischen Landesamt für Statistik, München

Nettoausgaben für Sozialhilfe lagen 2014 in Bayern bei 3,59 Milliarden Euro, in Niederbayern bei 286 Millionen Euro – Deutliche Steigerung für Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten und Hilfe in anderen Lebenslage*

Die Bruttoausgaben für Leistungen der Sozialhilfe beliefen sich im Jahr 2014 in Bayern auf insgesamt 4,14 Milliarden Euro und lagen somit um knapp fünf Prozent über denen des Vorjahres. Nach Abzug der Einnahmen (Zahlungen der Leistungsberechtigten bzw. Angehörigen sowie Leistung der Sozialleistungsträger – 557 Millionen Euro) verblieben Nettoausgaben in Höhe von 3,59 Milliarden Euro.

Das Bayerische Landesamt für Statistik teilt weiter mit, dass auch 2014 die Ausgaben für Eingliederungshilfe für behinderte Menschen mit Nettoausgaben in Höhe von 2,16 Milliarden Euro die größte Einzelposition darstellte und sich die Ausgaben hier gegenüber dem Vorjahr um ebenfalls rund fünf Prozent erhöhten. Eine deutliche Steigerung(+ 9 Prozent) gab bei Hilfen zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten und Hilfe in anderen Lebenslage.

Für Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung wurden netto 646 Millionen Euro verausgabt (+ 5 Prozent gegenüber 2013), 452 Millionen Euro für Hilfe zur Pflege (+ 6,0 Prozent), 160 Millionen Euro für Hilfe zum Lebensunterhalt (+ 6 Prozent), 94 Millionen Euro für Hilfen zur Gesundheit einschließlich Erstattungen an Krankenkassen für die Übernahme der Krankenbehandlung (+ 6 Prozent) und 76 Millionen Euro für Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten und Hilfe in anderen Lebenslagen (+ 9 Prozent).´

Veränderungen der Nettoausgaben

Bayern 2014: 3,59 Mrd. Euro / 2009: 2,86 Mrd. Euro / 2004: 2,73 Mrd. Euro
Veränderung 2014 gegenüber 2009: + 25,5 Prozent / 2009 gegenüber 2004: + 4,8 Prozent

Niederbayern 2014: 286 Mio. Euro / 2009: 226 Mio. Euro / 2004: 212 Mio. Euro
Veränderung 2014 gegenüber 2009: + 26,5 Prozent / 2009 gegenüber 2004: + 6,6 Prozent

*Beratung und persönliche Betreuung der Hilfesuchenden und für ihre Angehörigen, Hilfe bei der Beschaffung einer Wohnung, Maßnahmen zur Erlangung eines Arbeitsplatzes und Hilfen zur Bewältigung des Alltagslebens.