Ministerpräsident fordert Neuordnung im Medienbereich

München, 22.10.2014/EG aus der Bayerischen Staatskanzlei, München

Horst Seehofer favorisiert einen ‚großen Wurf’ zur Neuordnung der Medien

Ministerpräsident Horst Seehofer hat anlässlich der Eröffnung der 28. Medientage im ICM in München eine strukturelle Neuordnung im Medienbereich gefordert.

Seehofer: „Die geltende Rechtsordnung für die Medien stammt aus der analogen Welt und damit gleichsam aus der Steinzeit. Digitalisierung und Konvergenz der Medien brechen diese alte Medienordnung auf. Wo Grenzen zwischen klassischen und neuen Mediengattungen verschwimmen, ist eine rechtliche Ungleichbehandlung nicht mehr zu begründen. Viele Vorschriften und Beschränkungen für die klassischen Medien sind im Zeitalter des Internet nicht mehr zeitgemäß. Diskriminierende Auflagen, umständliche Verfahren und unklare Zuständigkeiten gehören abgeschafft. Umgekehrt müssen wir Werten wie dem Schutz der Jugend, von Urheber- oder Persönlichkeitsrechten umfassend Rechnung tragen. Im Medienbereich brauchen wir einen großen Wurf. Daran werden wir in der anstehenden Bund-Länder-Kommission zur Überarbeitung der Medienregulierung mit Nachdruck arbeiten.“

Die Medientage sind Europas größter Treff der Medien- und Kommunikationsbranche und finden in diesem Jahr zum 28. Mal in München statt. Unter dem Motto „Kein Spaziergang – Wege zur digitalen Selbstverständlichkeit“ ist der Kongress vom 22.- 24. Oktober für nationales und internationales Fachpublikum geöffnet.