Mit der Flüchtlingszahl steigen die Aufwendungen

31.07.2015/EG aus dem Bayerischen Landesamt für Statistik, München

Hilfeleistungen an Asylbewerber betrugen im Jahr 2014 brutto rund 450 Millionen Euro (Niederbayern: 26,4 Mio. Euro) bzw. durchschnittlich 9.890 Euro je Asylbewerber

Die Zahl der Empfänger von Asylbewerberregelleistungen steigt seit einigen Jahren stetig an und lag Ende 2014 bei 45 396 Empfängern. Von den Regelleistungsempfängern waren zwei Drittel (30.328) männlich und ein Drittel (15.068) war weiblich.

Betrachtet man die Herkunftsregionen, zeigt sich, dass die größte Gruppe aus Asien kam, mit 19.207 Personen (davon 5.767 aus Syrien, 4.376 aus Afghanistan 2.955 aus Irak), gefolgt von 12.197 Personen aus Europa (davon 2.753 aus Kosovo, 2.043 aus Ukraine, 2.011 aus Russland) und 11.984 aus Afrika (davon 3.596 aus Nigeria, 2.196 aus Eritrea, 1.538 aus Äthopien).

Im Laufe des Jahres 2014 wurden in 13.790 Fällen (2010: 3.586 Fälle) auch besondere Leistungen für spezielle Bedarfssituationen wie beispielsweise Krankheit, Schwangerschaft oder Geburt gewährt.

Die Ausgaben für Leistungen an Asylbewerber betrugen im Jahr 2014 brutto 449 Millionen Euro, netto 438 Millionen. Gegenüber 2010 mit Bruttoausgaben von 85 Millionen und Nettoausgaben von 83 Millionen Euro.

Die Grundleistungen umfassen den notwendigen Bedarf an Ernährung, Unterkunft, Heizung, Kleidung, Gesundheits- und Körperpflege sowie Gebrauchs- und Verbrauchsgütern des Haushalts. Diese Leistungen werden vorrangig in Form von Sachleistungen gewährt. Im Falle einer Unterbringung außerhalb von (Erstaufnahme-) Einrichtungen können, soweit es nach den Umständen erforderlich ist, anstelle der vorrangigen Sachleistungen Leistungen in Form von Wertgutscheinen, von anderen vergleichbaren unbaren Abrechnungen oder von Geldleistungen im gleichen Wert gewährt werden.

Zur Deckung der persönlichen Bedürfnisse des täglichen Lebens erhalten Leistungsempfänger einen Geldbetrag. Dementsprechend differenziert werden die Ausgaben für die gewährten Grundleistungen in der Statistik nachgewiesen.