NIEDERBAYERN

Sitzung des Sozialausschusses des Bezirkstags von Niederbayern

05.03.2021/EG
Quelle: Bezirk Niederbayern, Landshut

Am Dienstag, 09. März 2021, findet um 10:00 Uhr in der Aula des Agrarbildungszentrums Landshut-Schönbrunn die 5. Sitzung des Sozialausschusses des XVI. Bezirkstags von Niederbayern statt.

Tagesordnung im öffentlichen Teil:

TOP 01 Übernahme Zuschlag nach § 84 Abs. 9 SGB XI für nicht pflegeversicherte Bewohnerinnen und Bewohner als freiwillige Leistung
TOP 02 Errichtung und Finanzierung eines niederbayerischen Pflegestützpunkts in Landshut
TOP 03 Neubau der Heilpädagogischen Tagesstätte beim Förderzentrum für geistige Entwicklung (Pestalozzischule) durch die Lebenshilfe Landshut e. V.; hier: Genehmigung Kosten- und Finanzierungsplan
TOP 04 Errichtung einer heilpädagogischen Tagesstätte i. V. m. Schulhausneubau für 2 Berufsschulklassen durch die Lebenshilfe Regen e. V. in Regen; hier: Genehmigung Kosten- und Finanzierungsplan
TOP 05 Förderung von Einrichtungen für behinderte Menschen; Ersatzneubau von 24 Plätzen gemeinschaftliches Wohnen für Werkstattgänger in Rohr in Ndb. durch die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e. V.; hier: Genehmigung Raumprogram, Kosten und Finanzierungsplan
TOP 06 Förderung von Einrichtungen für Menschen mit Behinderung; Errichtung von 24 Plätzen gemeinschaftliches Wohnen für Werkstattgänger in Osterhofen (7 Plätze Neubau, 17 Plätze Ersatzneubau), Errichtung von 8 Plätzen für tagesstrukturierende Maßnahmen in Osterhofen durch die Lebenshilfe Deggendorf; hier: Genehmigung Kosten- und Finanzierungsplan
TOP 07 Förderung von Einrichtungen für Menschen mit Behinderung; Neuschaffung von 10 Plätzen für Menschen mit Behinderung (Leistungstyp WEG) im gemeinschaftlichen Wohnen durch die Daniel-Dorn-Stiftung (Lebensgemeinschaft Langlebenhof gGmbH) in Passau; hier: Genehmigung Kosten- und Finanzierungsplan
TOP 08 Förderung von Einrichtungen zur Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben nach § 30 Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabeverordnung (SchwbAV); Ersatzneubau der Regener Werkstätten in Bischofsmais durch die Lebenshilfe Deggendorf; hier: Genehmigung Raumprogramm, Finanzierungsplan
TOP 09 Förderung von Einrichtungen für behinderte Menschen; Neuschaffung von 18 Plätzen für Menschen mit Behinderung durch die Dr. Loew Soziale Dienstleistungen GmbH & Co. in Niederwinkling; hier: Bedarfsanerkennung
TOP 10 Förderung von Einrichtungen zur Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben nach § 30 Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabeverordnung (SchwbAV); hier: Anpassung der Kostenobergrenzen
TOP 11 – Errichtung von 24 Wohnplätzen für Menschen mit geistiger Behinderung durch die Kath. Jugendfürsorge Regensburg in Mitterfels; Errichtung von 12 Förderstätten-Plätzen für Menschen mit geistiger Behinderung durch die Sozialtherapeutische Siedlung Bühel in Schwarzach; hier: Anpassung der Kostenobergrenzen, Baukostenindexanpassung zum 01.02.2021
TOP 12 Bezuschussung von Fahrdiensten zur Verbesserung der Nutzungsmöglichkeiten pauschal finanzierter Angebote für Landkreisbewohner
TOP 13 Pachtzuschuss Landshuter Netzwerk
TOP 14 Zuschüsse für Freizeitmaßnahmen und Bürgerschaftliches Engagement (Laienhelfer)
TOP 15 Budget für Gebärdensprachdolmetscher
TOP 16 Vorübergehende Änderung des Förderverfahrens im Bereich der Bayerischen Krebsberatung mit Rückwirkung ab 01.01.2020
TOP 17 Vorübergehende Änderung des Förderverfahrens im Bereich der Koordinierungsstelle psychosozialer Nachsorge für Familien an Krebs erkrankter Kinder (KONA e. V.) mit Rückwirkung ab 01.01.2020
TOP 18 Antrag auf Beschäftigung einer Genesungsbegleiterin im Sozialpsychiatrischen Dienst des Caritasverbandes für den Landkreis Kelheim e. V.

Die Zusammensetzung der Gremien, hier Sozialausschuss, lesen Sie hier bezirk-niederbayern.de.


„Krisendienst Psychiatrie Niederbayern“ nimmt Arbeit auf

02.03.2021/EG
Quelle: Bezirk Niederbayern, Landshut

Bezirk Niederbayern startet den „Krisendienst Psychiatrie Niederbayern“ mit der Inbetriebnahme der Leitstelle in Landshut

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich gab am 01. März 2021 den Start des „Krisendienst Psychiatrie Niederbayern“ bekannt. Dabei handelt es sich um die bayernweit einheitliche, für den Anrufer kostenlose Telefonnummer 0800 655 3000 für Menschen in akuten psychiatrischen bzw. seelischen Krisen. Hilfesuchende, die aus dem niederbayerischen Bezirksgebiet anrufen, kommen automatisch in der Landshuter Leitstelle an. Entgegengenommen werden die Anrufe durch ein multiprofessionelles Team, das sich aus Psychologen, Sozialpädagogen und psychiatrischen Pflegefachkräften zusammensetzt.

Auch Angehörige und Bezugspersonen von Betroffenen können sich im akuten Fall an den Krisendienst wenden. Je nach individuellem Bedarf vermittelt das Krisendienst-Team eine weitergehende Betreuung bzw. Behandlung, beispielsweise bei Sozialpsychiatrischen Diensten oder in einer Psychiatrischen Institutsambulanz in Landshut, Mainkofen, Passau bzw. an die Außenstellen in den Landkreisen Freyung-Grafenau, Regen und Rottal-Inn.

Weiterführende Informationen lesen Sie hier krisendienste.bayern.


Bezirkstag verabschiedet Haushalt 2021

17.12.2020/EG
Quelle: Bezirk Niederbayern, Landshut

Gesamthaushaltsvolumen bei 745,9 Millionen Euro (+ 1,66 % ggü. 2020)

Das Gesamthaushaltsvolumen einschließlich Wirtschaftsplänen der Bezirkskrankenhäuser und Kulturstiftung beträgt 745,9 Mio. Euro und steigt damit gegenüber dem Vorjahr um 1,66 Prozent. Aus dem Verwaltungshaushalt mit insgesamt 505,8 Mio. Euro (2020: 498,6 Mio. Euro) fließen 451,6 Mio. Euro und damit fast 90 Prozent in die soziale Sicherung (2020: 439,1 Mio. Euro).
Die Wirtschaftspläne der kaufmännisch geführten Einrichtungen des Bezirks sind ausgeglichen bzw. weisen geringfügige Defizite oder Erträge aus.
Ergänzende Informationen zu den Ausgaben lesen Sie hier bezirk-niederbayern.de.


Kultur-, Jugend- und Sportausschuss bewilligt Zuschüsse in Höhe von 605.000 Euro

20.11.2020/EG
Quelle: Bezirk Niederbayern, Landshut

Aus der Sitzung des Kultur-, Jugend- und Sportausschusses des Bezirkstages von Niederbayern vom 19. November 2020:

Jugendarbeit

277.806,93 Euro wurden dem Bezirksjugendring Niederbayern als Betriebskostenzuschuss bewilligt, unter anderem für Personal- und Sachkosten, die Medienfachberatung und Veranstaltungen wie beispielsweise das im 2-Jahresturnus stattfindende Jugendfilmfest JUFINALE.

Sportveranstaltungen

Der Zucht- und Trabrennverein Straubing 1873 e. V. bekommt für seine Amateurmeisterschaft, die im Juli dieses Jahres ohne Publikum stattfand, eine Unterstützung in Höhe von 1.057,03 Euro.

Kulturelle Veranstaltungen und Projekte

Der Bayerische Landesverein für Heimatpflege e. V. erhält für seine Volksmusikstelle Niederbayern/Oberpfalz 10.000 Euro und weitere 1.600 Euro für die Erfüllung seiner satzungsgemäßen Aufgaben. Ebenfalls 10.000 Euro bewilligte der Ausschuss dem Verein KlinikClowns Bayern e. V. für seine Visiten im nächsten Jahr. Für sinfonische Konzerte des Ostbayerischen Jugendorchesters e. V. wurden für 2020 und 2021 jeweils 5.500 Euro genehmigt. Das 26. Internationale Musikfestival Bluval 2020 wird mit 3.260 Euro gefördert, das Theater ImPuls/Andreas Wiedermann für die Theateradaption „Früchte des Zorns“ nach John Steinbeck mit 3.000 Euro und der Verein classic events niederbayern e. V. für seine Pop-Up-Konzerte Deggendorf in 2020 mit 2.560 Euro.

Der Theater Plan B erhält für die Theateradaption „Die Blechtrommel“ als Beitrag zum deutsch-jüdischen Jahr 2021 2.180 Euro, die edition Lichtland für das Buchprojekt „Künstlerbiografien“ 2.020 Euro, das Theater die exen, freies Puppentheaterensemble, für die 2021er Puppen- und Objekttheaterinszenierung „Heidis Geheimnis“ 4.000 Euro. Weitere Gelder fließen an den Verband Bayerischer Sing- und Musikschulen e. V. für den pädagogischen Betrieb des Landes-Jugendjazzorchesters Bayern 2021 (1.800 Euro) und die Städtische Musikschule Landshut für den 58. Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ (1.500 Euro). Ferner wurde folgenden Zuschussanträgen zugestimmt: 540 Euro für Regenbogen Kunst- und Kulturverein Plattling e. V. für das Jazz-Forum 2020/2021, 500 Euro für den Kultur- und Geschichtsverein Vilshofen e. V. für die Publikation „Dr. Johann Ev. Kappel: Vergessen, verkannt, wiederentdeckt – Senior der Kunstmaler Niederbayerns“, für Silicon Vilstal gemeinnützige UG jeweils 500 Euro für das Erlebnisfestival 2020 Silicon Vilstal und die Kultur-Ideenwerkstatt 2020, je 400 Euro gehen an die Gemeinde Fürstenstein für die Hans Matheis Volksmusiktage 2021 und den Verband Bayerischer Amateurtheater e. V. für die Aus- und Weiterbildung der Amateurschauspieler in Niederbayern 2021 sowie 200 Euro an Regina Speiseder für den Kurzfilm „Brimborium“ 2020.

Nichtstaatliche Museen

Für Sonderausstellungen in 2020 und 2021 sowie die Optimierung seiner Dauerausstellung erhält das Waldmuseum Zwiesel der Stadt Zwiesel eine Förderung in Höhe von 10.000 Euro. Der Verein Rotes Schulhaus e. V. in Rinchnach erhält 10.000 Euro für die Gründung eines neuen Museums.

Denkmalpflege

Nach den einschlägigen Richtlinien des Bezirks Niederbayern für Bau- und Kunstdenkmäler wurden aus dem Fördertopf des Bezirks für die Denkmalpflege im Rahmen der Regelförderung 250.391 Euro genehmigt. Im Einzelnen fließen in die Städte: Landshut 4.400 Euro, Passau 1.500 Euro, Straubing 19.000 Euro; in die Landkreise: Deggendorf 2.100 Euro, Freyung-Grafenau 3.900 Euro, Kelheim 58.167 Euro, Landshut 51.800 Euro, Passau 31.938 Euro, Regen 1.200 Euro, Rottal-Inn 37.386 Euro und Straubing-Bogen 39.000 Euro.


Bezirksumlage bleibt 2021 bei 20 Prozent

03.11.2020/EG
Quelle: Bezirk Niederbayern, Landshut

Bezirksumlage bleibt 2021 mit 20 Prozent gegenüber Vorjahr unverändert

„Möglich wird dies allerdings nur durch eine Kreditaufnahme zur Finanzierung der Investitionen und Investitionsfördermaßnahmen in Höhe von 4 Mio. Euro sowie eine Entnahme aus der Allgemeinen Rücklage in Höhe von rund 6,9 Mio. Euro. Dadurch steht nahezu die komplette Bezirksumlage zur Finanzierung der Ausgaben im Verwaltungshaushalt zur Verfügung.
(…).
Der Zuschussbedarf im Einzelplan 4 „Soziale Sicherung“ steigt nach einer vorläufigen Berechnung um insgesamt 22,3 Mio. Euro. Dies ist in geringeren Zuweisungen nach Art. 15 FAG (Bayerisches Finanzausgleichgesetz) in Höhe von voraussichtlich rund 9,4 Mio. Euro begründet sowie einem höheren Defizit bei der Hilfe zur Pflege von ca. 1,5 Mio. Euro. Der Großteil des steigenden Bedarfs ist auf die Eingliederungshilfe in der seit 2020 geltenden Fassung des Bundesteilhabegesetzes zurückzuführen. So fällt beispielsweise der Anteil an Fachleistungen höher als ursprünglich kalkuliert aus, weshalb rund 10,6 Mio. Euro zusätzlich aus allgemeinen Haushaltsmitteln aufzubringen sind.
Finanziert wird der Haushalt des Bezirks Niederbayern über die sogenannte Bezirksumlage und Ausgleichszahlungen des Freistaats Bayern. Gemäß Bezirksordnung wird die Bezirksumlage von den Landkreisen und kreisfreien Städten erhoben.“


SARS-CoV-2: Infektionen in Bayern

15.10.2020/EG
Quelle: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), München

Eine übersichtliche Darstellung der Fallzahlen von Coronavirusinfektionen in Bayern sehen Sie hier lgl.bayern.de.


Hilfen für pflegende Angehörige

08.09.2020/EG
Quelle: Fachstelle für Demenz und Pflege Bayern, Nürnberg

Fachstelle für Demenz und Pflege Niederbayern informiert Betroffene und Träger

„Die Fachstelle für Demenz und Pflege Niederbayern ist die zentrale Anlaufstelle für alle Fragen rund um das Thema „Demenz“ in Niederbayern. Sie unterstützt den Wissenstransfer sowie den weiteren Auf- und Ausbau von Versorgungsstrukturen und Hilfsangeboten für Menschen mit Demenz und deren Angehörige. Darüber hinaus fungiert sie als Anlaufstelle für unterschiedliche Beratungs- und Unterstützungsstrukturen, wie beispielsweise die Fachstellen für pflegende Angehörige und die Pflegestützpunkte. Zudem hat die Fachstelle für Demenz und Pflege Niederbayern auch Teile der Aufgaben der ehemaligen Agentur zum Auf- und Ausbau von Angeboten zur Unterstützung im Alltag übernommen.“ demenz-pflege-niederbayern.de


Kultur-, Jugend- und Sportförderung in Niederbayern

28.07.2020/EG
Quelle: Bezirk Niederbayern, Landshut

Ausschuss für Kultur-, Jugend- und Sport des Bezirkstags genehmigt Zuschüsse in Höhe von 1,1 Millionen Euro

Die am 23. Juli 2020 verabschiedeten Förderungen verteilen sich auf die Denkmalpflege (451.642 Euro), das Theater an der Rott (130.000 Euro), den Tiergarten Straubing (130.000 Euro), das Kunstwerk für den Neubau der Sozialverwaltung des Bezirks „Kunst und Bauern“ (40.000 Euro), die Jugendarbeit (120.428 Euro), den Jugend- Behinderten- und Rehasport (66.609 Euro), die 45 Veranstaltungen und Projekte (163.410 Euro) sowie die Trachtenarbeit (9.000 Euro).
Die detaillierte Verteilung der Fördermittel lesen Sie hier bezirk-niederbayern.de.


Neurologisches Zentrum in Mainkofen bekommt neuen Chefarzt

28.07.2020/EG
Quelle: Bezirk Niederbayern, Landshut

Prof. Dr. Tobias Schmidt-Wilcke übernimmt zum 01. Dezember 2020 die Stelle am Bezirksklinikum Mainkofen

Wegen des Ausscheidens der beiden Chefärzte der Klinik für Neurologische Frührehabilitation und der Neurologischen Klinik soll zudem eine medizinische Neuausrichtung des Neurologischen Zentrums erfolgen. Das Neurologische Zentrum wird dann über drei Sektionen verfügen – Akutneurologie, Neurochirurgische/Neurologische Frührehabilitation und Multimodale Schmerztherapie – und soll nur noch von einem Chefarzt geleitet werden.


Kinder- und Jugendpsychiatrie am BKH Landshut unter neuer Leitung

12.05.2020/EG
Quelle: Bezirk Niederbayern, Landshut

Aus der heutigen Sitzung des Bezirkstages von Niederbayern: Dr. Tanja Hochegger übernimmt am 01. Juli 2020 die chefärztliche Leitung der Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP) am Bezirkskrankenhaus Landshut / Hoher Personalbedarf bleibt ungedeckt

Tanja Hochegger: „Die Kinder- und Jugendpsychiatrie steht auch mit Blick auf einen Generationenwechsel und neue wissenschaftliche Erkenntnisse vor großen Herausforderungen. Darüber hinaus sind die Krankheitsbilder häufig sehr komplex. Störungen tauchen teils früher auf und sind zum Teil schwerwiegender als früher.“ Mit den Veränderungen hin zu einer modernen Kinder- und Jugendpsychiatrie habe man ausschließlich das Wohl der jungen Patientinnen und Patienten im Blick. Sie seien keine einmalige Entscheidung, sondern bedeuteten formal einen Prozess, der sich über Monate, vermutlich aber bis zu zwei Jahre erstrecken werde.
Bei der Bezirkstagsitzung erläuterte der Ärztliche Direktor des Bezirkskrankenhauses, Prof. Dr. Hermann Spießl, die aktuelle Situation in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Man habe im vergangenen halben Jahr die Empfehlungen von Professor Brunner umfassend geprüft, diskutiert und wesentliche Teile umgesetzt. So wurden Standards überarbeitet, Checklisten und Formulare erneuert, Stationsregeln angepasst, Supervisionen begonnen, das Beschwerdemanagement erweitert und die Aufnahme von Notfällen modifiziert, um alle dringlichen Fälle umgehend aufnehmen zu können. Bereits vor der Beratung wurde der sogenannte „Stufenplan“ abgeschafft, die Behandlung entlang der aktuellen Leitlinien der Fachgesellschaften individualisiert und die Betreuung (z. B. in 1:1) durch einen höheren – als von den Krankenkassen finanzierten – Personaleinsatz intensiviert. Dadurch konnte die Zahl der Fixierungen um etwa 75 Prozent reduziert werden, obwohl die Kinder und Jugendlichen immer kränker und mit einer zunehmend akuteren Selbst- und Fremdgefährdung in die Klinik kommen und die Belegung anhaltend sehr hoch ist. Spießl: „Als Außenstehender kann man sich nur annährend vorstellen, welche hohe Belastung dies für unser Pflegepersonal und unsere Therapeuten bedeutet – und welche Anspannung zeitweise auf der geschützten Station herrscht.“ Aufgrund der hohen Belegung wurde auch eine Bettenerhöhung von 44 auf 50 Betten als Vorwegnahme der für Passau genehmigten Betten beantragt. Problematisch bleibt der hohe und ungedeckte Personalbedarf in der Kinder- und Jugendpsychiatrie, der nur teilweise durch organisatorische Veränderungen behoben werden kann.
Die Landshuter Klinik umfasst vier Stationen mit 44 Betten, eine Tagesklinik mit 14 Plätzen, eine Institutsambulanz sowie die Schule für Kranke und das ISPR (Institut für schulische und psychosoziale Rehabilitation). Die Außenstellen in Deggendorf und Passau bieten jeweils eine Tagesklinik, eine Institutsambulanz und eine Schule für Kranke. In Zwiesel wird eine Institutsambulanz geführt. Das Pflichtversorgungsgebiet umfasst den gesamten Bezirk Niederbayern.


Finanzierungsbedarf für Heilpädagogische Tagesstätten und Kinderwohnheime steigt

10.03.2020/EG
Quelle: Bezirk Niederbayern, Landshut

Neue Vorschriften fordern Anpassungen bei der Betreuung von Kindern und Jugendlichen: Sozialausschuss des Bezirks kalkuliert für die Umsetzung mit einer Erhöhung der Ausgaben um rund 30 Prozent

Beispiel Heilpädagogische Tagesstätte mit 160 Kindern: Bis dato refinanzierte der Bezirk Niederbayern 18,8 Planstellen im Gruppen- und Fachdienst für 140 Kinder mit jährlich rund 1,2 Millionen Euro. Die im Entwurf vorliegende Betriebserlaubnis weist nun eine Erhöhung um 9,45 Planstellen für 160 Kinder auf 28,25 und damit eine Erhöhung des Budgets um etwa 54 Prozent auf rund 1,85 Millionen Euro aus. Im Ergebnis bedeutet diese Entwicklung in der Hochrechnung für die derzeit 1.470 heilpädagogisch betreuten Kinder in Niederbayern eine Steigerung der Refinanzierung von Gruppen- und Fachpersonal von etwa 5,9 Millionen Euro.

Bei den Kinderwohnheimen ergab die Hochrechnung eine Steigerung des Personalbudgets von rund 24 Prozent. Das in 2019 errechnete Budget für das im Gruppen- und Fachdienst beschäftigte Personal umfasste in einem konkreten Heim mit 80 Kindern 4,04 Millionen Euro. Für das aufgrund der neuen Betriebserlaubnis um 14,31 Planstellen erhöhte Personal umfasst das Budget nun rund 5 Millionen Euro. Bei 80 Kindern errechnet sich eine Pro-Platz-Erhöhung von rund 11.900 Euro. Das Gesamtvolumen der Refinanzierung für die 200 derzeit in Kinderwohnheimen betreuten Kinder wird sich voraussichtlich um rund 2,4 Millionen Euro erhöhen.


Pflegeberatung kommt in Landkreise

08.08.2019/EG
Quelle: Bezirk Niederbayern, Landshut

Neues Angebot: Pflegeberaterin kommt in alle Landkreise

Durch das Bayerische Teilhabegesetz I wurde die Zuständigkeit für die Hilfe zur ambulanten Pflege von den Landkreisen und kreisfreien Städten auf die bayerischen Bezirke übertragen. Im Oktober 2018 hatte sich der Sozialausschuss des Bezirks für eine Vor-Ort-Beratung ausgesprochen, die seit Anfang des Jahres umgesetzt wird.

Nicole Bayer wird als Pflegeberaterin der Sozialverwaltung niederbayernweit Pflegebedürftige und ihre Angehörigen in den verschiedenen Landkreisen informieren – in Form von Bürgersprechstunden vor Ort in Landratsämtern oder Rathäusern und im Rahmen von Telefonberatungen.

Im Rahmen der Pflegeberatung bieten wir Ihnen eine individuelle und vertrauliche Erstberatung zu folgenden Themen:

  • Antrag, Verwaltungsverfahren
  • Leistungen in der häuslichen Umgebung (Hilfe zur ambulanten Pflege)
  • Leistungen in Heimen (Hilfe zur stationären Pflege)
  • Sozialhilferechtliche Bedürftigkeit
  • Einsatz von Einkommen
  • Einsatz und Verwertung von Vermögen
  • Überleitung von Ansprüchen (z. B. Schenkungsrückforderungsansprüche)
  • Elternunterhalt

Pflegeberatung des Bezirks Niederbayern bezirk-niederbayern.de.


Kinder- und Jugendpsychatrie: Behandlungsbedarf steigt!

28.05.2019/EG
Quelle: Bezirk Niederbayern, Landshut

Auszug aus dem 15. Süddeutscher Fachtag für den Pflege- und Erziehungsdienst der Kinder- und Jugendpsychiatrie

Dr. jur. Thomas Pröckl, Bezirkstagsvizepräsident: „Besorgniserregend ist ganz besonders die Entwicklung bei Kindern und Jugendlichen. Hier steigen die Fallzahlen und die Aufnahmen zur Krisenintervention stetig an.“ Darum werde auch in den nächsten Jahren weiter investiert, insbesondere in dezentrale Angebote wie die neue psychiatrische Institutsambulanz in Zwiesel, die 2020 eröffnet werden soll. Die Teilnehmer des Fachtags ermutigte er, trotz gesamtgesellschaftlicher Diskussionen über Ursachen steigender Fallzahlen und Finanzierbarkeit den Blick für das einzelne notleidende Kind nicht zu verlieren. Denn im Akutfall seien solche Diskussionen zweitrangig: „In dem konkreten Moment, in dem ein Kind Hilfe benötigt, geht es nicht um gesamtgesellschaftliche Analysen, sondern um eine möglichst praxisnahe Unterstützung, damit wir diese Kinder und Jugendlichen nicht ‚verlieren‘.“