NIEDERBAYERN

Sitzung des Bezirksausschusses des Bezirkstags von Niederbayern

08.05.2018/EG

Sitzung des Bezirksausschusses des Bezirkstags von Niederbayern am 15. Mai 2018

Am Dienstag, 15. Mai 2018, beginnt um 13:30 Uhr am Institut für Hören und Sprache, Straubing, die 46. Sitzung des Bezirksausschusses des XV. Bezirkstags von Niederbayern.

Die Tagesordnung lesen Sie hier bezirk-niederbayern.de.

*

Sitzung des Bezirkstags von Niederbayern

08.05.2018/EG

Am Dienstag, 15. Mai 2018, beginnt um 15 Uhr am Institut für Hören und Sprache, Straubing, die 17. Sitzung des XV. Bezirkstags von Niederbayern.

Tagesordnung im öffentlichen Teil

1.1 Antrag des Bezirksrats Urban Mangold (ÖDP) vom 16.01.2018 zur Europaregion Donau-Moldau
1.2 Anhörung zu den gestiegenen Fallzahlen in der Kinder- und Jugendpsychiatrie; Antrag des Bezirksrats Urban Mangold (ÖDP) vom 18.01.2018
1.3 Antrag des Bezirksrats Urban Mangold (ÖDP) vom 28.01.2018 anlässlich der Wahl des Ministerpräsidenten; Abschaffung der 10H-Regelung u.a.
1.4 Anfrage des Bezirksrats Anton Maller (Bayernpartei) vom 18.02.2018 zur Vermarktung von Produkten aus regionaler Erzeugung
1.5 Erstellung eines Klimaschutzteilkonzepts für eigene Liegenschaften; Vorstellung des Konzeptes
1.6 Haushalt des Bezirks Niederbayern; Feststellung der Jahresrechnung 2016; Entlastung der Verwaltung für das Jahr 2016
1.7 Erweiterung des Bezirkskrankenhauses Passau; Grundsatzbeschluss über die Errichtung eines Instituts für schulische und psychosoziale Rehabilitation (ISPR)
1.8 Niederbayern-Forum e.V.
1.8.1 Bericht des Geschäftsführers über die aktuelle Projektlaufzeit 01.01.2016 bis 31.12.2024
1.8.2 Antrag auf institutionelle Förderung in der Projektlaufzeit 01.01.2019 bis 31.12.2024
1.8.3 Antrag auf Projektförderung für die Jahre 2019 – 2021 im Rahmen des Programms „INTERREG V A Bayern – Österreich“
1.9 Sonstiges

Die Tagesordnung für die Sitzungen der Gremien des Bezirkstags von Niederbayern, der BäderZweckverbände und des Zweckverbandes Niederbayerische Freilichtmuseen Massing im Rottal und Finsterau im Bayerischen Wald sind in der Regel in einen öffentlichen und einen nichtöffentlichen Teil untergliedert; jeder interessierte Bürger kann dem öffentlichen Teil beiwohnen. Sitzungen des Rechnungsprüfungsausschusses sind ausschließlich nichtöffentlich. Weitere Informationen unter www.bezirk-niederbayern.de , Rubrik Bezirkstag.

*

KULTURmobil 2018

26.04.2018/EG

Kinder-Programm: „Die Abenteuer von Tom und Huck“ / Abendprogramm: „Tartuffe, der Scheinheilige“

Premiere ist am 09. Juni in Kumhausen im Landkreis Landshut. Danach folgen 60 Vorstellungen an 30 Orten in ganz Niederbayern. Weitere Informationen lesen Sie hier kulturmobil.de.

*

Niederbayerischen Integrationspreis 2018

26.04.2018/EG

Regierung von Niederbayern verleiht erneut den Integrationspreis für besonders gelungene Integrationsarbeit im Regierungsbezirk – Bewerbungsfrist: 15. Juni 2018

Ausgezeichnet werden niederbayerische Initiativen und Projekte aus den Bereichen Wirtschaft, Soziales, Familie, Bildung, Beruf, Kultur, Sport oder Wertevermittlung, die dabei helfen, die Integration von bleibeberechtigten Migranten und Migrantinnen zu fördern und die sich für ein interkulturelles Miteinander einsetzen. Das Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro stellt der Freistaat Bayern zur Verfügung.

Einzelpersonen, Kommunen, Organisationen, Gruppen, Verbände, Vereine, kirchliche Träger, Kindergärten und Schulen, die die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund fördern und unterstützen, können sich selbst bewerben oder von Dritten vorgeschlagen werden.

Weitere Informationen lesen Sie hier regierung.niederbayern.bayern.de

*

Niederbayern 2017: Wohnraum in Höhe von 32,8 Mio. Euro gefördert

25.01.2018/EG aus der Regierung von Niederbayern, Landshut

Neubau, den Umbau und die Modernisierung von 310 Mietwohnungen im Jahr 2017 gefördert – Preisgünstige Mietwohnungen werden rar

Nach einem erfolgreichen Start des Wohnungspakts im Jahr 2016 sind die Förderzahlen in Niederbayern auch 2017 weiter deutlich gestiegen. 32,8 Millionen Euro haben Bund, Land und Landesbodenkreditanstalt im Rahmen des Wohnungspakts Bayern für den Mietwohnungsbau im Jahr 2017 bereitgestellt. Die Regierung von Niederbayern konnte damit den Neubau, den Umbau und die Modernisierung von insgesamt 310 Mietwohnungen fördern – mehr als doppelt so viele wie 2016.

Die Bevölkerungszahl in Niederbayern ist in den vergangenen Jahren angestiegen und damit auch die Nachfrage nach Wohnraum. Dies führt dazu, dass es auch in Niederbayern vielerorts für Familien mit geringen oder mittleren Einkommen immer schwieriger wird, preisgünstige Mietwohnungen zu finden.

Städte und Gemeinden können seit zwei Jahren ein Kommunales Förderprogramm nutzen. 2017 haben neun niederbayerische Kommunen davon Gebrauch gemacht und in insgesamt elf Projekten 83 Wohnungen neu gebaut oder modernisiert. 2,9 Millionen Euro Zuschüsse und 1,3 Millionen Euro Darlehen wurden von der Regierung von Niederbayern dafür bewilligt, eine deutliche Steigerung gegenüber 2016 mit 55 Wohnungen. Besonders günstig erweisen sich dabei Projekte, bei denen in bisher leerstehenden Gebäuden zusätzlicher Wohnraum geschaffen wird.

Wohnungsunternehmen, Baugenossenschaften und vor allem private Investoren zeigten 2017 großes Interesse an der staatlichen Wohnraumförderung. Mit 28,6 Millionen Euro wurde der Bau von 227 Mietwohnungen gefördert, fast dreimal so viel wie 2016 (79 Wohneinheiten und zehn Millionen Euro Förderung). Die finanzielle Unterstützung besteht in erster Linie aus zinsverbilligten Darlehen. Zusätzlich gibt es seit einiger Zeit einen Zuschuss von bis zu 300 Euro je Quadratmeter Wohnfläche.

Bauherrn oder Käufer von Eigenheimen wurden 40 überwiegend junge Familien mit Hilfe staatlicher Unterstützung in Höhe von insgesamt zwei Millionen Euro.

Im Landkreis Deggendorf konnte die Regierung von Niederbayern 2017 weitere Förderzusagen für den Bau oder die Modernisierung von Wohngebäude in Osterhofen, Hengersberg, Außernzell, Offenberg, und Plattling erteilen. Diese fünf Projekte mit insgesamt 51 Wohnungen lösen eine Gesamtinvestition von knapp vier Millionen Euro aus.

Ergänzende Informationen lesen Sie hier regierung.niederbayern.bayern.de und hier stmi.bayern.de.

*

Niederbayerische Feuerwehren mit 8 Mio. Euro gefördert

24.01.2018/EG aus der Regierung von Niederbayern, Landshut

Feuerwehrförderung 2017: Regierung von Niederbayern hat Zuschüsse in Höhe von 8,1 Millionen Euro ausbezahlt

Rund 5,3 Millionen Euro an Fördermitteln hat die Regierung von Niederbayern im abgelaufenen Haushaltsjahr für den Kauf Feuerwehrfahrzeugen, Tragkraftspritzen, Wärmebildkameras, Hilfeleistungssätzen, Schlauchpflegeanlagen und Einrichtungen für Atemschutzwerkstätten an die Gemeinden ausbezahlt.

Bei 14 Feuerwehrgerätehäusern hat die Regierung den Neubau oder die Erweiterung mit insgesamt rund 1,6 Millionen Euro mitfinanziert.

Für die Umstellung auf Digitalfunk bei den Freiwilligen Feuerwehren erhielten die niederbayerischen Gemeinden im vergangenen Jahr außerdem Zuschüsse in Höhe von insgesamt 1,2 Millionen Euro.

Die Mittel stammen aus der Feuerschutzsteuer, für die der Landtag im Bayerischen Feuerwehrgesetz eine zweckgebundene Verwendung im Feuerschutz festgelegt hat und die das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr zur Verfügung stellt.

*

Förderprogramm für bildende Künstler

03.01.2018/EG aus der Regierung von Niederbayern, Landshut

Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst unterstützt bildende Künstler mit Atelierförderprogramm – Bewerbungen werden bis 31. Juli 2018 angenommen

In der Bayerischen Verfassung wird der Kultur eine hohe Priorität eingeräumt. Aus diesem Grund ist es dem Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst ein großes Anliegen bildende Künstler zu unterstützen, wie mit dem Atelierförderprogramm.
Es gilt für alle hauptberuflichen bildenden Künstler, die eine abgeschlossene künstlerische Ausbildung haben und seit mindestens zwei Jahren ihren Hauptwohnsitz in Bayern haben. Interessierte aus Niederbayern können sich bis 31. Juli 2018 bei der Regierung von Niederbayern für eine Förderung ab Januar 2019 bewerben. Wer gefördert wird, entscheidet eine Auswahlkommission von fünf Kunstfachleuten. Entscheidend sind die künstlerischen Leistungen der Bewerber. Die Förderung erhalten die Künstler für gemietete Ateliers und selbstgebaute oder gekaufte Kunstwerkstätten, die noch nicht vollständig finanziert sind.
Bis zu 100 bayerische Künstler bekommen zwei Jahre lang einen Zuschuss von 230 Euro pro Monat, um ihr Atelier finanzieren zu können. Der Zuschuss kann unmittelbar nach der ersten Förderung (24 Monate) um weitere 24 Monate verlängert werden. Allerdings müssen die Künstler dann erneut am Auswahlverfahren teilnehmen.
Ergänzende Informationen erhalten interessierte Künstler bei Sigrid Reith, Regierung von Niederbayern, Telefonnummer (0871) 808-1268 und im Internet km.bayern.de.

*

Bezirkshaushalt 2018 verabschiedet

21.12.2017/EG aus dem Bezirk Niederbayern, Landshut

Bezirkstag von Niederbayern verabschiedet den Bezirkshaushalt 2018: Senkung der Bezirksumlage auf 19,5 Prozent / Sozialhilfeausgaben machen 87,6 Prozent des Verwaltungshaushaltes aus

Mit zwei Gegenstimmen (16:2) verabschiedeten die Mitglieder des XV. Bezirkstags von Niederbayern gestern den Bezirkshaushalt 2018 samt Anlagen; einstimmig den Haushalt der Kulturstiftung des Bezirks. Das Gesamthaushaltsvolumen beträgt 773,3 Mio. Euro (2017: 715,8 Mio. Euro) und steigt damit gegenüber dem Vorjahr um 8,03 Prozent.

Obwohl der Umlagebedarf des Bezirks von 267,5 Mio. Euro im Jahr 2017 um 4,7 Prozent auf 280,0 Mio. Euro im Jahr 2018 steigt, konnte die Bezirksumlage für 2018 um einen halben Prozentpunkt auf 19,5 Prozent gesenkt werden. Denn neben der wirtschaftlich guten Entwicklung führt auch die stärkere Beteiligung des Freistaats an den Kosten der Sozialhilfe zu Mehreinnahmen. Nach vier Jahren ohne Veränderung, erhöht der Freistaat die Mittel im Sozialhilfeausgleich nach Art. 15 FAG um 42,9 Mio. Euro auf insgesamt 691,5 Mio. Euro.

Mehreinnahmen beim Art. 15 FAG (6 Mio. Euro) und die um 5,2 Mio. Euro geringere Belastung bei den unbegleiteten jungen volljährigen Flüchtlingen führen dazu, dass sich die Sozialhilfeausgaben insgesamt um 6,1 Mio. auf 423,6 Mio. verringern. Allerdings steigt der Zuschussbedarf bei der Hilfe zur Pflege, der Eingliederungshilfe, der Kriegsopferfürsorge und der Förderung anderer Träger der Wohlfahrtspflege. Damit setzt sich auch nächstes Jahr die langjährige Entwicklung steigender Defizite (Bedarfe) fort. Während bei der Hilfe zur Pflege das Pflegestärkungsgesetz zu einer leichten Entspannung führt, sind die Ausgaben im Bereich der Eingliederungshilfe unverändert stark am Steigen. Insgesamt machen die Sozialhilfeausgaben 87,6 Prozent des Verwaltungshaushaltes aus.

Ein Aufgabenschwerpunkt neben den sozialen Leistungen ist die psychiatrische Versorgung, in deren Ausbau der Bezirk seit Jahren Beträge im mehrstelligen Millionenbereich investiert. Handlungsbedarf erfordert unter anderem die Zunahme psychischer Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen, für die eine heimatnahe psychiatrische Versorgung besonders wichtig ist. Deshalb soll im Bezirkskrankenhaus Passau in den kommenden Jahren eine stationäre Kinder- und Jugendpsychiatrie entstehen. Dies wurde kürzlich vom Krankenhausplanungsausschuss genehmigt, die ersten Planungen für die Baumaßnahmen laufen bereits.

Als Träger übernimmt der Bezirk Niederbayern im Jahr 2018 erstmals die anteiligen Versorgungslasten für die Pensionisten der Bezirkskrankenhäuser. Somit besteht beim Bezirk Niederbayern die gleiche Regelung wie bei den anderen Bezirken. Im Gegenzug werden Investitionszuschüsse zu neuen Bauvorhaben der Bezirkskliniken werden nicht mehr gewährt. Dies führt zu einer gleichmäßigeren finanziellen Belastung des Bezirkshaushalts.

Die Ausgaben im Vermögenshaushalt steigen von 25,0 Mio. auf 28,8 Mio. Euro, von denen rund 10,2 Mio. Euro auf Baumaßnahmen und 13,9 Mio. Euro auf Investitionszuweisungen entfallen. Zur Finanzierung der Ausgaben ist neben den Einnahmen des Vermögenshaushaltes (400.000 Euro) eine Zuführung aus dem Verwaltungshaushalt (14,2 Mio. Euro) sowie eine Entnahme aus der allgemeinen Rücklage (4,8 Mio. Euro) nötig. Die Nettokreditneuaufnahme beträgt 6,6 Mio. Euro.

Das Haushaltsvolumen der Kulturstiftung umfasst 2018 insgesamt 5,2 Mio. Euro, wobei der Verwaltungshaushalt mit gut 800.000 Euro schließt, der Vermögenshaushalt mit 4,4 Mio. Euro. Aufgrund der geringen Erträge, bedingt durch das Niedrigzinsniveau, müssen wie in den Vorjahren Zuschüsse für laufende Zwecke über den Bezirkshaushalt finanziert werden (Landestheater Niederbayern 1,95 Mio. Euro, Tiergarten Straubing 120.000 Euro sowie Theater an der Rott 120.000 Euro). In die Denkmalförderung fließen 700.000 Euro.

Inwieweit sich die Veränderungen durch das Bundesteilhabegesetz finanziell in Zukunft auswirken werden, kann derzeit noch nicht genau abgeschätzt werden. Es kann allerdings bereits jetzt festgestellt werden, dass sie eher zu Mehr- als zu Minderausgaben führen werden.

Einen weiteren Schwerpunkt wird 2018 die Zusammenarbeit in der Europaregion Donau-Moldau (EDM) mit Tschechien und Österreich bilden. 2018 gibt Niederbayern nach einem Jahr den Vorsitz an Vysočina ab. Gerade bei der strukturellen Weiterentwicklung der EDM hin zu einem ‘Europäischen Verbund territorialer Zusammenarbeit‘ (EVTZ) mit selbstständiger Rechtsform stehen auch 2018 weitere Schritte an, an denen sich der Bezirk Niederbayern intensiv beteiligen wird.

Die Wirtschaftspläne der kaufmännisch geführten Einrichtungen des Bezirks:

  • Bezirksklinikum Mainkofen (einschl. Erwachsenenpsychiatrie im Bezirkskrankenhaus Passau): Erfolgsplan 121,8 Mio. Euro, Vermögensplan 25,1 Mio. Euro
  • Bezirkskrankenhaus Landshut (einschl. kinder- und jugendpsychiatrischer Außenstellen im Bezirkskrankenhaus Passau und im Klinikum Deggendorf): Erfolgsplan 37,3 Mio. Euro, Vermögensplan 1,5 Mio. Euro
  • Bezirkskrankenhaus Straubing: Erfolgsplan 25 Mio. Euro, Vermögensplan 0,5 Euro
  • Pflegeheim Mainkofen: Erfolgsplan 24,4 Mio. Euro, Vermögensplan 19,6 Mio. Euro
  • Gutshof Mainkofen: Erfolgsplan 400.000 Euro, Vermögensplan 20.000 Euro

*

Bezirk fördert Denkmalschutz, Kulturprojekte, Sport- und Jugendarbeit

24.11.2017/EG aus dem Bezirk von Niederbayern, Landshut

Ausschuss für Kultur-, Jugend- und Sportförderung vergibt Zuschüsse in Höhe von 603.500 Euro

Der Ausschuss für Kultur-, Jugend- und Sportförderung sprach sich gestern (23.) dafür aus, zahlreiche Veranstaltungen und Organisationen finanziell zu unterstützen. Insgesamt stimmten die Ausschussmitglieder der Vergabe von Zuschüssen in der Höhe von 603.500 Euro aus dem Stammhaushalt bzw. aus dem Haushalt der Kulturstiftung des Bezirks Niederbayern zu. 243.550 Euro kommen etwa der Förderung der Denkmalpflege zugute. 4.950 Euro fließen in kulturelle Projekte in ganz Niederbayern, mit 21.228 Euro wird der Jugend- und Behindertensport gefördert, 274.700 Euro erhält der Bezirksjugendring als Budget.

*

Bezirk senkt Umlage

09.11.2017/EG aus dem Bezirk Niederbayern, Landshut

Bezirk Niederbayern plant Senkung der Bezirksumlage um 0,5 % auf 19,5 % im Jahr 2018

In der heutigen Sitzung in Landshut stellte Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich die Eckdaten des Bezirkshaushalts 2018 vor. Das mehrheitliche Ergebnis der Vorbesprechung: Die Bezirksumlage soll im Jahr 2018 auf 19,5 Prozent festgesetzt werden. Sie wird damit in zwei aufeinanderfolgenden Haushaltsjahren gesenkt, 2017 um 1,0 Prozent und 2018 um weitere 0,5 Prozent.

Ermöglicht wird die Senkung aufgrund der steigenden Umlagekraft um 7,4 Prozent, mit der Niederbayern an zweithöchster Stelle von allen sieben bayerischen Bezirken rangiert; ferner durch den Einsatz von Mitteln aus der Allgemeinen Rücklage in Höhe von 4,8 Mio. Euro sowie eine geplante Kreditneuaufnahme von rund 6,7 Mio. Euro.

Die Senkung der Bezirksumlage darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Defizit bei den Förder- und Werkstätten für Menschen mit Behinderung, der Hilfe zur Pflege und der Eingliederungshilfe um rund 12 Mio. Euro steigt. Und auch durch die Übernahme der ambulanten Pflege ab dem Jahr 2018 werden weitere Kosten auf die Bezirke zukommen.

Der Bezirkstag von Niederbayern wird in seiner Sitzung am 20.12.2017 über den Haushalt 2018 beschließen.

*

Zuschüsse für niederbayerische Einrichtungen

19.10.2017/EG aus dem Bezirk Niederbayern, Landshut

Bezirksausschuss bewilligt Zuschüsse für Einrichtungen mit landkreisübergreifender Relevanz

In Freyung entsteht derzeit die Volksmusikakademie. Der Bezirk fördert bereits die Musikakademie in Alteglofsheim, die sich jedoch vorrangig der Klassik widmet. Eine Einrichtung mit Schwerpunkt Volksmusik gibt es bisher in ganz Bayern nicht – und das ist für den Bezirk Niederbayern mit ein Grund, sich auch finanziell zu beteiligen. Bis zu 400.000 Euro gibt es jährlich – sofern das Defizit der Stadt Freyung beim Betrieb mindestens in dieser Höhe vorliegt, ansonsten reduziert sich der Betrag.

Der Naturpark Bayerischer Wald e. V. bekommt ab 2017 einen jährlichen Zuschuss von knapp 56.000 Euro, der Naturpark Altmühltal, anteilsmäßig seiner Flächen, gut 4.000 Euro.

Die Jugendbildungsstätte Windberg erhält einen jährlichen Zuschuss von 70.000 Euro im Jahr 2018, 75.000 Euro im Jahr 2019 und 80.000 Euro im Jahr für die Jahre 2020 bis 2023.

Die Freunde und Förderer des Technologiecampus Teisnach e. V. erhalten für den Kauf eines Interfertometerobjektivs einen Zuschuss von knapp 2.000 Euro.

Auch für ein Vorhaben des Agrarbildungszentrums Landhut-Schönbrunn gab der Ausschuss grünes Licht, allerdings wird es zumindest vorerst keine Kosten verursachen. Die dortige Fachoberschule möchte sich um eine neue Ausbildungseinrichtung Gesundheit bemühen, braucht dazu aber die Zustimmung des Bezirks als Sachaufwandsträger. Da es beim bisherigen Schulschwerpunkt Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnologie immer mehr andere Schulanbieter gibt, rechnet die FOS Schönbrunn mit einem Schülerrückgang. Um dies abzufangen, will sie eine neue Ausbildungsrichtung anbieten. Weil die bisherigen Schulräume dafür ausreichen, werden keine räumlichen Veränderungen und somit Kosten nötig. Die Bezirksräte stimmten einstimmig dafür und wünschten der Probeeinschreibung (man braucht zum Start mindestens 40 Schüler) viel Erfolg.

Zuletzt wurde der Jahresabschluss des Bezirkskrankenhauses Landshut im Jahr 2016 zur Kenntnis genommen, der Verlust beträgt rund 25.600 Euro.

Der Bezirksausschuss tagte vergangenen Dienstag (17.) in Mainkofen.

*

Sozialhilfeausschuss des Bezirks Niederbayern bringt mehrere Neubauten auf den Weg

11.10.2017/EG aus dem Bezirk Niederbayern, Landshut

Sozialhilfeausschuss befürwortete in seiner gestrigen Sitzung, im Agrarbildungszentrum in Landshut, eine Reihe neuer Einrichtungen für behinderte Menschen

So wurde die Neuschaffung einer Wohngruppe mit vier Plätzen für Werkstattgänger in Haselbach, das die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Regensburg betreibt, befürwortet. Ebenso grünes Licht gab das Gremium für das zweite Vorhaben der Jugendfürsorge, den Neubau eines Wohnheims mit 24 Plätzen für Werkstattgänger in Riedenburg. In beiden Fällen hatte der Bezirk den Bedarf bereits anerkannt, mit der nun erfolgten Genehmigung des Raumprogramms sowie des Kosten- und Finanzierungsplans, ist ein weiterer Schritt in Richtung Realisierung gemacht.

Dies gilt auch für den Neubau eines Wohnheimes für geistig behinderte Menschen mit 24 Plätzen sowie zehn Plätzen für tagesstrukturierende Maßnahmen durch die Lebenshilfe Passau in Hauzenberg. In Arnstorf wollen die Barmherzigen Brüder ein Wohnheim für autistische Menschen mit 24 Plätzen sowie einer Förderstätte mit 36 Plätzen bauen, auch hier genehmigte der Sozialhilfeausschuss das Raumprogramm. Genauso wie beim geplanten neuen Wohnheim für Mitarbeiter der Landshuter Werkstätten mit geistiger Behinderung mit 15 Plätzen, das die Lebenshilfe Landshut in Rottenburg errichten will. Zuletzt erfolgte die Bedarfsanerkennung einer neuen Wohneinrichtung für behinderte Menschen mit 24 Plätzen sowie sieben Förderstättenplätzen in Viechtach, betrieben von der Lebenshilfe Regen.

Gute Nachrichten gab es auch für die Suchtberatung des Landshuter Netzwerks. Bisher fördert der Bezirk dort eine sozialpädagogische Fachkraft mit 25 Wochenstunden, was einer 0,65-Vollzeitstelle entspricht. Diese wird nun auf eine Vollzeitstelle erhöht und außerdem eine Viertelstelle für den Verwaltungsaufwand genehmigt. Allerdings muss dazu noch eine positive Empfehlung durch den Regionalen Steuerungsverbund Landshut erfolgen.

Eher Formsache war hingegen die Absegnung der überarbeiteten Richtlinie für das Betreute Wohnen von Menschen mit Behinderung in Gastfamilien. Einzige inhaltliche Änderung ist dabei die Erhöhung der Vergütung für die Gastfamilien von 420 auf 510 Euro monatlich ab dem kommenden Jahr.

*

Bundestagswahl 2017

25.09.2017/EG

Die Ergebnisse zur Bundestagswahl 2017 im Bezirk Niederbayern lesen Sie hierbundestagswahl2017.bayern.de.

*

Jahresrechnung des Bezirksklinikums Mainkofen

20.09.2017/EG aus dem Bezirk Niederbayern, Landshut

Rekordergebnis im Bezirksklinikum Mainkofen / Krankenhausdirektor Gerhard Schneider: „Man wolle sich als kommunale Klinik unter der Trägerschaft des Bezirks Niederbayern bewusst von der Gewinnmaximierungspolitik privater Anbieter unterscheiden“ / Neueinrichtung einer Psychiatrischen Institutsambulanz (PIA) für Erwachsene in Grafenau Psychiatrische Institutsambulanz in Grafenau ab April 2018

Ein Tagesordnungspunkt der gestrigen Bezirksausschusssitzung war die Jahresrechnung 2016 des Bezirksklinikums Mainkofen. Die vom Bezirk getragene Einrichtung konnte das vergangene Wirtschaftsjahr mit einem Rekordergebnis in Höhe von rund 4,4 Millionen Euro im Plus abschließen.

Dieses Ergebnis ist umso höher zu bewerten, wenn man bedenkt, dass im Jahr 2016 große Mehrkosten bei der Ausgliederung von 40 Betten nach Freyung entstanden waren. Damals mussten aus statischen Gründen zwei Gebäude innerhalb kürzester Zeit geräumt werden. Die 80 Patienten konnten nur teilweise in einem bis dahin leerstehenden Gebäude in Mainkofen untergebracht werden, für den Rest wurde eine komplette Etage bei den Kliniken am Goldenen Steig Standort Freyung angemietet. Auch die Kosten für den Abriss der zwei betroffenen Gebäude in Mainkofen in Höhe von 890.000 Euro konnten das 2016er Zahlenwerk nicht trüben.

Privatisierte Krankenhäuser erreichen mitunter deshalb Gewinne, weil sie die Betriebskosten über die Ausgaben für die Mitarbeiter drücken. In Mainkofen kam es zu keinem Personalabbau. Denn, so Krankenhausdirektor Gerhard Schneider, man wolle sich als kommunale Klinik unter der Trägerschaft des Bezirks Niederbayern bewusst von der Gewinnmaximierungspolitik privater Anbieter unterscheiden.

Das äußerst positive Jahresergebnis ist aber auch einem komplizierten bilanziellen Einmaleffekt geschuldet, der aufgrund einer Gesetzesänderung bei den Pensionsrückstellungen für Beamte zustande kam (siehe Hintergrundinformation).

Die Neueinrichtung einer Psychiatrischen Institutsambulanz (PIA) für Erwachsene in Grafenau wurde gestern beschlossen. Diese soll voraussichtlich ab 1. April 2018 den Betrieb aufnehmen.

Hintergrund Pensionsrückstellungen:

Da die Forensik früher als eine hoheitliche Tätigkeit angesehen wurde, sind am Bezirksklinikum Mainkofen rund 220 der insgesamt 1500 Mitarbeiter verbeamtet. Der Bezirk muss für deren Pension aufkommen und sich im Vorfeld auf diese Summen vorbereiten. Dies geschieht zum einen über die Pensionsumlage an den Versorgungsverband Bayern. Der Vorteil für den Bezirk ist, dass durch die dauerhaften Zahlungen während der aktiven Berufszeit eines Beamten später, bei dessen Pension, die finanzielle Last geringer ausfällt.

Zum anderen schreibt der Gesetzgeber aber auch die sogenannten „aktiven Pensionsrückstellungen“ vor, diese dienen als Risikoabsicherung für den Fall, dass der Versorgungsverband (der von den Kommunen getragen wird) einmal nicht mehr zahlungsfähig wäre. Bilanziell schlagen diese Summen als Minus zu Buche, obwohl es sich um Geld handelt, das nie ausgegeben wird – Luftbuchungen sozusagen. Aber ebendiese theoretischen Aufwendungen sorgten in den letzten Jahren für ein gehöriges Defizit des Klinikums Mainkofen, denn durch die vielen Beamten betrug der Betrag jährlich rund fünf Millionen Euro.

Kürzlich gab es nun eine Gesetzesänderung, die die Höhe der Verzinsung dieses Geldes betrifft. Denn die Niedrigzinspolitik der EU in den vergangenen Jahren wurde bis vor kurzem in den gesetzlichen Vorgaben nicht berücksichtigt. Es werden also unter der real veränderten Zinslage die Rückstellungen nicht mehr in der Höhe benötigt, wie vorher. Da die „Gutschreibung“ dieser Summen auch rückwirkend erfolgt, führt das zu dem Umstand, dass heuer statt fünf Millionen Rückstellungen nur knapp 600.000 Euro anfallen. Für die Bilanz des Klinikums, das die Beträge aus dem laufenden Betrieb heraus finanzieren muss, also ein ungewöhnlich positiver Einmaleffekt.

*

Psychiatrische Versorgung in Regen und Freyung-Grafenau wird verbessert

31.05.2017/EG aus dem Bezirk Niederbayern, Landshut

Psychiatrische Institutsambulanzen in Zwiesel und Waldkirchen vorgesehen / Zahl der Kinder und Jugendlichen, die psychiatrische Hilfe benötigen, steigt kontinuierlich

Der Bezirk Niederbayern wird die psychiatrische Versorgung weiter ausbauen. Insbesondere in Regionen ohne niedergelassenen Kinder- und Jugendpsychiater sollen die psychiatrischen Angebote verbessert werden. Psychiatrische Institutsambulanzen (PIA) sind daher unter anderem an den Standorten Zwiesel und Waldkirchen vorgesehen. „Mit diesen beiden Standorten beheben wir die bisher bestehende, erhebliche psychiatrische Unterversorgung in den Landkreisen Regen und Freyung-Grafenau“, betont Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich.

Im Bezirksausschuss am 30. Mai in Landshut informiert Stefan Eichmüller, Leiter des Referats Gesundheitseinrichtungen beim Bezirk Niederbayern, über die Pläne: „Erste mögliche Standorte für PIA-Außenstellen wurde von uns bereits in Augenschein genommen. Dabei handelt es sich um Räumlichkeiten in den Krankenhäusern Zwiesel und Waldkirchen. Die Standorte könnten als Außenstellen der bereits bestehenden Institutsambulanzen in Deggendorf und Passau betrieben werden. Beide Objekte sind für einen Praxisbetrieb bestens geeignet. Die Realisierbarkeit hängt noch entscheidend davon ab, ob das erforderliche Personal im Facharztbereich, gefunden werden kann. Die endgültige Entscheidung über die Genehmigung der Außenstellen liegt letztlich beim Zulassungsausschuss der kassenärztlichen Vereinigung.“

Der Bezirk Niederbayern unterhält im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie derzeit 44 Betten am Bezirkskrankenhaus Landshut, 47 tagesklinische Plätze in Landshut (14 Plätze), Deggendorf (18 Plätze) und Passau (15 Plätze) sowie drei Psychiatrische Institutsambulanzen in Landshut, Deggendorf und Passau. Alle bisher vorhandenen Angebote sind voll ausgelastet. Daher plant der Bezirk Niederbayern zusätzlich zu den neuen Psychiatrische Institutsambulanzen im Bayerischen Wald auch das Bezirkskrankenhaus (BKH) Passau auszubauen. Eine entsprechende Entscheidung hat der Bezirksausschuss bereits im September 2016 getroffen. „Unter anderem soll eine stationäre Kinder- und Jugendpsychiatrie am BKH Passau entstehen“, informiert Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich. Gründe dafür sind, so Bezirkstagspräsident Dr. Heinrich: „Die Auslastung der stationären Kinder- und Jugendpsychiatrie am BKH Landshut ist sehr hoch. Zudem ist es aus Sicht des Bezirks Niederbayern wichtig, gerade auch für Kinder heimatnahe psychiatrische Versorgungsmöglichkeiten zu errichten. Der Bezirk Niederbayern erachtet es als sehr wichtig, auch in diesem Bereich die medizinischen Angebote zu dezentralisieren“, betont Dr. Olaf Heinrich.

Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die psychiatrische Hilfe benötigen, steigt kontinuierlich. Vor allem Verhaltens- und emotionale Störungen sowie neurotische und Belastungsstörungen werden diagnostiziert. Während 1997 etwa 150 Kinder und Jugendliche in Niederbayern einer stationären psychiatrischen Behandlung bedürften, waren es im vergangenen Jahr rund 350 Kinder und Jugendliche. Allein in den vergangenen vier Jahren (von 2012 bis 2016) stieg der Anzahl der behandlungsbedürftigen Störungen bei Kindern und Jugendlichen in Niederbayern um über 25 Prozent. In einigen niederbayerischen Landkreisen gibt es jedoch nicht einmal niedergelassene Kinder- und Jugendpsychiater, beispielsweise in den Landkreisen Freyung-Grafenau und Regen, in Dingolfing-Landau sowie in den Landkreisen Kelheim und Rottal-Inn.

*

Jeder siebte Donau-Wald-Bürger von Armut betroffen

25.04.2017/EG aus dem Gesamtverband DER PARITÄTISCHE, Berlin

Region Donau-Wald hält dritthöchste Armutsquote in Bayern

Das Risiko, sein Leben in Armut und sozialer Ausgrenzung gestalten zu müssen, lag im Jahr 2015 in der Region Donau-Wald* bei 14,1 Prozent. Nur in der Industrieregion Mittelfranken (15,6 Prozent) und Oberfranken-Ost (14,4 Prozent) mussten eine höhere Armutsquote in Bayern ausweisen. der-paritaetische.de

*Kreisfreie Stadt Passau, Kreisfreie Stadt Straubing, Landkreis Deggendorf, Landkreis Freyung-Grafenau, Landkreis Passau, Landkreis Regen, Landkreis Straubing-Bogen

Die Armutsrisikoquote misst den Bevölkerungsanteil mit einem Einkommen unterhalb von 60 Prozent des Medianäquivalenzeinkommens und ist damit in erster Line ein Maß der Einkommensungleichheit.

*

 

BKH Passau: Bezirk reagiert auf wachsenden Bedarf

02.01.2017/EG aus dem Bezirk Niederbayern, Landshut

Überlastung erzwingt Erweiterung

Einen „zwingenden Bedarf zur Erweiterung des Bezirkskrankenhauses Passau“ sieht sowohl Krankenhausdirektor Gerhard Schneider als auch Leitender Arzt Dr. Markus Wittmann, Oberarzt Dr. Stefan Wosnik, Pflegedienstleiter Jürgen Frohnmaier und die Qualitätsbeauftragte Martina Lösl. Dies betonten sie in einem Gespräch mit Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, der sich am Donnerstag vor Ort über die aktuelle Situation am BKH Passau und die Weiterentwicklung informierte.

„Die Auslastung liegt bei allen Abteilungen bei rund 100 Prozent; teilweise aber sogar bei 113 Prozent – dies war im Juli der Fall“, berichtete Martina Lösl. „Immer wieder müssen wir Passauer Bürger ins Bezirksklinikum Mainkofen verlegen, da wir hier in Passau voll belegt sind. Und wir haben Wartelisten für jede Station; sogar für die beschützte, also die geschlossene Station.“ Dies bestätigte auch Krankenhausdirektor Schneider: „Obwohl es in Passau ein Bezirkskrankenhaus gibt, werden in Mainkofen mehr Passauer Patienten behandelt als in Passau selbst, da das BKH Passau permanent voll belegt ist.“

„Auch die Übernahme von Patienten aus dem Klinikum Passau ins Bezirkskrankenhaus ist teilweise nicht möglich, da wir voll belegt sind. Diese Patienten müssen dann auch ins Bezirksklinikum Mainkofen gefahren werden“, weiß Oberarzt Dr. Wosnik aus Erfahrung. Für rund 650 Patienten jährlich, die im Klinikum Passau behandelt werden, werden die Fachärzte des Bezirksklinikums zur Konsultation, dem sogenannten ärztlichen Konsil, angefordert.

Für die Region Passau hat Dr. Wittmann aktuell einen Bedarf von 140 stationären BKH-Betten ermittelt. Derzeit gibt es in Passau 60 vollstationäre BKH-Betten sowie 20 teilstationäre Behandlungsplätze. „In Passau können wir den notwendigen regionalen Versorgungsbedarf derzeit nicht abdecken“, so Dr. Wittmann. „Die Bevölkerungsentwicklung macht es zum Beispiel auch notwendig, dass eine Geronto-Station eingerichtet wird.“ Gerontopsychiatrische Stationen sind auf die Behandlung von Menschen jenseits des 70. Lebensjahres, die an Demenz- oder depressiven Erkrankungen leiden, spezialisiert.

Der Bezirk Niederbayern plant, das Bezirkskrankenhaus (BKH) Passau in den kommenden Jahren weiter auszubauen. Eine entsprechende Entscheidung hat der Bezirksausschuss bereits im September 2016 getroffen. „Die Pläne des Bezirks Niederbayern für das BKH Passau sehen unter anderem vor, dass das BKH Passau um insgesamt 50 Planbetten in der Erwachsenenpsychiatrie erweitert wird, indem 50 Planbetten des Bezirksklinikums Mainkofen nach Passau verlagert werden. Die Erwachsenenpsychiatrie am BKH Passau soll um eine Station der Gerontopsychiatrie und um eine Station für Abhängigkeitserkrankungen ergänzt werden. Außerdem soll eine stationäre Kinder- und Jugendpsychiatrie am BKH Passau entstehen“, informiert Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich. „Die hohe Auslastung des BKH Passau spricht absolut dafür, das BKH in Passau um 50 Betten im Bereich der Erwachsenenpsychiatrie zu erweitern.“

Kinder- und Jugendpsychiatrie

Auch im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie soll das Angebot am BKH Passau ausgebaut und stationäre Behandlungsmöglichkeiten geschaffen werden. „Im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie verzeichnen wir ebenfalls einen sehr starken Anstieg an Patienten“, informierte Dr. Wittmann. „Hinzukommt: Kinder und Jugendliche, die psychiatrische Unterstützung und Strukturen benötigen, aber nicht entsprechend erhalten, haben im Erwachsenenalter oft eine höhere Suizidalität und benötigen im Erwachsenenalter öfter eine psychiatrische Behandlung.“ Bisher verfügt die Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am BKH Passau über eine Institutsambulanz, eine Tagesklinik mit 18 Plätzen sowie die Schule für Kranke. Bereits am 20. Oktober 2015 hatten die Bezirksräte im Bezirksausschuss eine Empfehlung für stationäre Plätze der Kinder- und Jugendpsychiatrie für den Standort Passau abgegeben. In Gesprächen mit dem Bayerischen Gesundheitsministerium lotet der Bezirk Niederbayern derzeit aus, ob 28 Planbetten am BKH Passau eingerichtet werden können.

Gründe dafür sind, so Bezirkstagspräsident Dr. Heinrich: „Die Auslastung der Kinder- und Jugendpsychiatrie am BKH Landshut ist sehr hoch. Zudem ist es aus Sicht des Bezirks Niederbayern wichtig, gerade auch für Kinder heimatnahe psychiatrische Versorgungsmöglichkeiten zu errichten. Zum Vergleich: Für den Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie werden im strukturell vergleichbaren Bezirk Oberpfalz künftig 72 Planbetten vorhanden sein. Aufgrund des hohen Bedarfs möchte der Bezirk Niederbayern für den Standort Passau 28 Planbetten, so dass analog zum Bezirk Oberpfalz auch im Bezirk Niederbayern 72 Planbetten zur Verfügung stehen würden.“ Die Kinder- und Jugendpsychiatrie am Standort Landshut verfügt ab 2017 über 44 Planbetten. In Abstimmung mit dem Bayerischen Gesundheitsministerium und mit der ärztlichen Leitung der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Landshut soll Anfang 2017 die fachlich wie wirtschaftlich sinnvolle Planbettenzahl für eine stationäre Kinder- und Jugendpsychiatrie am BKH Passau abgestimmt werden.

Ambulante Dienste

Auch für die ältere Bevölkerung ist eine heimatnahe psychiatrische Versorgung sehr wichtig, betonte Pflegedienstleiter Frohnmaier. „Um das familiäre Umfeld zu entlasten, sind zum Beispiel neben einer Geronto-Station auch Tagesplätze für demenzkranke Menschen wichtig.“ Er hob dabei auch die gute Anbindung des BHK Passau an öffentliche Verkehrsmittel hervor. „Hinzukommt, dass das Personal am BKH Passau über eine sehr hohe Kompetenz verfügt.“

Dies zeigt auch die aktuelle Patientenbefragung, die am BKH Passau durchgeführt wurde: 92 Prozent der Patienten würden das BKH Passau weiterempfehlen und würden sich wieder hier behandeln lassen. „Das ist ein überdurchschnittlich guter Wert“, so die Qualitätsbeauftragte Martina Lösl. „Die exzellente Belegung des Bezirkskrankenhauses Passau, die hohe Kompetenz der Mitarbeiter, die sehr gute Patientenzufriedenheit und die gute Verkehrsanbindung sprechen ebenso für eine Erweiterung des Bezirkskrankenhauses wie die große Nachfrage aus der Region Passau“, betonte Dr. Wittmann. „Versorgungspolitisch ist eine Erweiterung zwingend notwendig.“

Dass die Nachfrage nach psychiatrischer Behandlung in der Region Passau groß ist, zeigt sich allein aufgrund der regionalen Verteilung der Patienten: Etwa 50 Prozent der Patienten am BKH Passau kommen aus dem Landkreis Passau, circa 30 Prozent aus der Stadt Passau, rund zehn Prozent aus dem Landkreis Freyung-Grafenau und fünf Prozent aus dem Landkreis Rottal-Inn. Von den bisher 60 vollstationären Betten der Fachklinik für Erwachsenenpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik befinden sich 20 auf einer beschützenden Station, 40 auf zwei offenen Stationen. Die durchschnittliche Verweildauer beträgt rund 27 Tage.

Ein Bestandteil des mehrstufigen Behandlungskonzeptes in Passau ist unter anderem die Psychiatrische Institutsambulanz. Schwerpunkte der sozial-psychiatrisch orientierten Institutsambulanz sind die ambulante Diagnostik und Behandlung sowie die Krisenintervention im Sinne des Notfallmanagements bei Akuterkrankungen. Ein weiteres Spezialangebot des BKH Passau ist die Spezialstation für Doppeldiagnosen. Patienten mit Doppeldiagnosen haben eine vorliegende Suchterkrankung sowie eine weitere psychiatrische Behandlungsdiagnose wie zum Beispiel eine Depression. Diese Patienten bedürfen daher spezieller Therapieangebote. Seit 2016 gibt es zudem die Psychosomatische Tagesklinik. Dort werden Patienten zehn Therapieplätze als teilstationäre Behandlungsform angeboten. Das Angebot richtet sich an Patienten mit psychosomatischen Störungen, also körperlichen Beschwerden, bei denen die Ursache zumindest zu einem erheblichen Teil psychisch bedingt ist.

Ausbau des BKH Passau

Um sich weitere Entwicklungsmöglichkeiten am BKH Passau offen zu halten, hatte sich der Bezirk bei der Stadt Passau bereits frühzeitig ein Ankaufsrecht an unmittelbar angrenzenden Grundstücken gesichert. Wegen des Grundstückserwerbs werden noch Verhandlungen mit dem Klinikum der Stadt Passau geführt. Das entsprechende Erbbaurecht hat der Bezirk zum 1. Januar 2017 von der Postbaugenossenschaft bereits erworben. Das Erbbaurecht für diese Grundstücke endet spätestens zum 1. Januar 2021. „Wenn das Gesundheitsministerium einer Erweiterung zustimmt, kann spätestens 2021 mit dem Ausbau des Bezirksklinikums Passau begonnen werden; aufgrund des notwendigen Bedarfs gerne auch früher“, sind sich die Klinikverantwortlichen und der Bezirkstagspräsident einig.

Dezentralisierung der psychiatrischen Versorgung

Das BKH Passau ist 2013 eröffnet worden. „Mit der Errichtung des Bezirkskrankenhauses Passau wollte der Bezirk Niederbayern die Angebote im Bereich der psychiatrischen Versorgung zusätzlich zu den Standorten in Mainkofen und in Landshut auch in weiteren Regionen Niederbayerns leisten. Der Bezirk Niederbayern und der Bezirkstag erachten es als sehr wichtig, auch in diesem Bereich die medizinischen Angebote zu dezentralisieren“, betont Dr. Olaf Heinrich.

Der Bezirk Niederbayern investiert seit Jahren Beträge im mehrstelligen Millionenbereich in den Ausbau der psychiatrischen Versorgung: Das Investitionsvolumen für den Neubau des BKH Passau betrug rund 19 Millionen Euro. Aktuell werden 80 Millionen Euro in die Umstrukturierung des traditionsreichen Bezirksklinikums Mainkofen in eine moderne Fachklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik mit angegliederten Kliniken für Forensik, Neurologie und Neurologischer Frührehabilitation investiert. In Landshut wird ebenfalls weiter in bauliche Maßnahmen investiert. „Der Bezirk Niederbayern unternimmt große finanzielle Anstrengungen, um die zeitgemäße psychiatrische und auch neurologische Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen“, betont Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich. „Der Bezirk Niederbayern bekennt sich zu seinen Krankenhäusern. Wir nehmen unsere gesundheitspolitische Aufgabe – die zeitgemäße psychiatrische Versorgung der Bevölkerung – sehr ernst und stellen daher weitere Angebote zur Verfügung.“

*

Kinderarmut in Niederbayern wächst

23.02.2016/EG aus dem Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI), Düsseldorf

WSI Verteilungsmonitor zur Kinderarmut

Kinder sind in Deutschland nach wie vor besonders von Armut betroffen: 19 Prozent aller Mädchen und Jungen unter 18 Jahren leben in einem einkommensarmen Haushalt. Die Unterschiede nach Region sind weiterhin beträchtlich.

Am höchsten ist die Kinderarmut in Bremen (33,1 Prozent), gefolgt von Sachsen-Anhalt (28,7 Prozent) und Leipzig (27,0 Prozent). Die niedrigste Kinderarmut weisen die Regierungsbezirke Oberbayern (9,1 Prozent), Oberpfalz (9,6 Prozent) und Tübingen (10,5 Prozent) auf. Generell zeigt sich, dass Kinderarmut im Osten (24,6 Prozent) weiterhin verbreiteter ist als im Westen (17,8 Prozent).

Kinderarmut in Niederbayern

Gegen den Trend in den Regierungsbezirken Mittelfranken, Oberbayern, Oberfranken, Oberpfalz, Schwaben und Unterfranken, verzeichnet Niederbayern eine Zunahme der Armutsquote der Kinder unter 18 Jahren. Im Jahr 2005 lag die Armutsquote der Kinder im Regierungsbezirk Niederbayern bei 12,9 Prozent, im Jahr 2014 bei 14,0 Prozent (26.000 Kinder).

Ergänzende Daten lesen Sie hierboeckler.de, siehe ‚Download Grafiken, Tabellen und Erläuterungen‘.

*