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NIEDERBAYERN

Gefahrstoffe auf Baustellen

26.03.2021/EG
Quelle: Regierung von Niederbayern, Landshut

Neues Kompetenzzentrum Wissen „Gefahrstoffe auf Baustellen“ an der Regierung von Niederbayern

„Das neu gegründete Kompetenzzentrum Wissen „Gefahrstoffe auf Baustellen“ am Gewerbeaufsichtsamt an der Regierung von Niederbayern nimmt zum ersten April seine Arbeit auf. Es bündelt auf der fachlichen Ebene das komplexe Wissen über Gefahrstoffvorschriften auf Baustellen und dient als zentrales Bindeglied zwischen dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und den im Vollzug tätigen Gewerbeaufsichtsämtern in Bayern. Ziel ist es, eine bayernweit einheitliche und transparente Auslegung zum vorschriftsmäßigen Umgang mit Gefahrstoffen im Baubereich sicherzustellen. Ansprechpartner für die am Bau Beteiligten und die betroffenen Bürgerinnen und Bürgern bleibt weiterhin das örtlich zuständige Gewerbeaufsichtsamt im jeweiligen Regierungsbezirk.
In Bayern werden jedes Jahr unzählige Gebäude, Infrastrukturanlagen oder Kanalleitungen abgebrochen oder umfangreich saniert. Bei diesen Tätigkeiten wird nahezu immer mit Gefahrstoffen, wie zum Beispiel mit krebserzeugendem Asbest, umgegangen. Aber auch sogenannte „versteckte Gefahrstoffe“ im Baubestand wie asbesthaltige Putzsysteme, Spachtelmassen, Fliesenkleber oder bleihaltige Beschichtungen in Farben lassen den Vollzug der Gefahrstoffvorschriften auf Baustellen immer komplexer werden.


Bezirk Niederbayern fördert Kultur-, Jugend- und Sportprojekte mit über 400.000 Euro

26.03.2021/EG
Quelle: Bezirk Niederbayern, Landshut

Kultur-, Jugend- und Sportausschuss des Bezirks Niederbayern fördert 2021 folgende Projekte:

Jugendarbeit in Höhe von 3.256 Euro
Als Zuschuss für das Projekt „Verbandskasten – Erste Hilfe für (christliche) Verantwortung in der Welt“ wurden dem BDKJ-Diözesanverband Regensburg 3.256 Euro bewilligt.

Kulturelle Veranstaltungen und Projekte in Höhe von 95.370 Euro
Das Jazz-, Klassik- und Weltmusik-Festival „Niederbayerische Klangbilder 2021“ vom classic events niederbayern e. V. wird mit 7.500 Euro bezuschusst, die Reihe „Zeitgenössische Musik“ des Konzertfreunde Straubing e. V. in Zusammenarbeit mit dem Förderverein für Kultur und Forschung Bogen-Oberaltaich e. V. mit 2.000 Euro. Die Schulvorstellungen der Neuen Werkbühne München GmbH in niederbayerischen Schulen werden mit bis zu 1.600 Euro gefördert. Dem Regionalausschuss „Jugend musiziert“ Niederbayern-Ost wird ein Zuschuss in Höhe von 1.500 Euro für den Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ 2020/2021 bewilligt. Die „Wanderausstellung BBK (Berufsverband Bildender Künstler) im Kulturmodell Bräugasse und Altes Rathaus Pfarrkirchen“ des BBK Niederbayern e. V. wird mit 1.000 Euro gefördert, „Klassik und Literatur auf Schloss Eggersberg: Zauber der Romantik“ der Oboistin Alexandra von Beaulieu Marconnay mit 500 Euro.
Weitere Förderungen: „Asam Barockakademie Aldersbach“ der Hofkapelle München gUG (5.000 Euro), „In.Pulse 2021“ Verband für Popkultur in Bayern e. V. (2.500 Euro), die „Konzertreihe 2021“ der Konzertfreunde Viechtach (830 Euro) und die Publikation „Diakonus Zänkl“ von Prof. Gerhard Weinberger (100 Euro).
Ferner wurde folgenden Zuschussanträgen zugestimmt: 1.000 Euro für die „52. Chor- und Orchesterwoche Bayerischer Wald“ der Kath. Erwachsenenbildung (KEB) im Landkreis Freyung-Grafenau e. V., 1.800 Euro für die „Institutionelle Förderung der Blasmusik in Niederbayern“ vom Musikbund von Ober- und Niederbayern e. V., 8.000 Euro für das „27. Internationale Musikfestival Bluval 2021“ des Bluval e. V. und 30.000 Euro für die „69. Festspiele Europäische Wochen Passau 2021“ an Festspiele Europäische Wochen Passau e. V.
Weitere Zuschüsse gehen an den JazzFest Passau e. V. für das „JazzFest Passau 2021“ (10.000 Euro), den Dynamo Kurzfilm e. V. für das „21. Landshuter Kurzfilmfestival“ (8.000 Euro), den Markt Essenbach mit „Ein schöner Land – das Festival der Region“ (5.670 Euro), an die Passauer Tanztage für die „Passauer Tanztage 2021“ (3.000 Euro), den Heinrich-Schütz-Ensemble Vornbach e. V. für „Neustart Kultur 2021“ (2.450 Euro), die Neue Post-Lichtspiele Viechtach für den „Viechtacher Kino-Sommer 2021“ (1.270 Euro), den Musikforum Freyung e. V. mit der „15. Freyunger Opernwerkstatt“ (900 Euro) und die Golbet GmbH für den „Krimi-Herbst 2021“ (750 Euro).
Aus den Mitteln der Kulturstiftung des Bezirks Niederbayern werden dem Dreiflüsse-Trachtengau Passau e. V., dem Bayerischen Waldgau der Heimat-, Kultur- und Volkstrachtenvereine e. V. und dem Gau Niederbayern der Heimat- und Volkstrachtenvereine e. V. je 3.000 Euro zur Förderung der Trachtenarbeit und Erfüllung der satzungsgemäßen Aufgabe gewährt.
Rückforderungen von Zuwendungen bei Kulturveranstaltungen und -projekten
Die Fördergrundsätze bedeutsamer Kulturveranstaltungen und -projekte sehen vor, dass ein entstehender Überschuss von der Kulturstiftung komplett zurückgefordert wird. Diese Überschüsse dienen jedoch oft zur Vorfinanzierung neuer Veranstaltungen. Häufig entsteht ein geringer Überschuss, der den hohen Verwaltungsaufwand einer Verwendungsnachweisprüfung und Rückforderung nicht rechtfertigt. Der Kultur-, Jugend- und Sportausschuss des Bezirks Niederbayern stimmt daher einer Änderung der Förderpraxis zu. Künftig ist eine zweckentsprechende Verwendung der Zuweisung nur noch durch eine Erklärung des Zuschussempfängers nachzuweisen. Ein bisher geforderter Verwendungsnachweis wird nur noch stichprobenartig gefordert.

Denkmalpflege in Höhe von 281.619 Euro
Für die Denkmalpflege im Rahmen der Regelförderung wurden 281.619 Euro nach den einschlägigen Richtlinien des Bezirks Niederbayern für Bau- und Kunstdenkmäler genehmigt. Im Einzelnen fließen in die Städte: Landshut 14.100 Euro, Passau 21.400 Euro, Straubing 30.000 Euro; in die Landkreise: Deggendorf 24.850 Euro, Dingolfing-Landau 31.700, Freyung-Grafenau 1.950 Euro, Kelheim 28.369 Euro, Landshut 38.300 Euro, Passau 11.500 Euro, Regen 13.250 Euro, Rottal-Inn 3.200 Euro und Straubing-Bogen 63.000 Euro.

Museum Moderner Kunst Wörlen in Höhe von 25.000 Euro
Das Museum Moderner Kunst Wörlen (MMK) in Passau zählt mit seinem Schwerpunkt moderner und zeitgenössischer Kunst zu den herausragenden Kultureinrichtungen in Niederbayern. Seit 2002 wird es aus den Mitteln der Kulturstiftung des Bezirks Niederbayern gefördert. Nach dem Tod des Stifters Hanns Egon Wörlen haben sich die Stadt Passau, die Staatsregierung über den Kulturfonds sowie der Bezirk Niederbayern bereit erklärt, die finanzielle Unterstützung zu erhöhen. Wegen der ungenügenden Finanzausstattung ist die Einrichtung auf Unterstützung durch die öffentliche Hand angewiesen. Um eine dauerhafte und stabile Finanzsituation für das MMK zu realisieren, gab der Kultur-, Jugend- und Sportausschuss unter dem Vorsitz von Bezirkstagsvizepräsident Dr. Thomas Pröckl einer institutionellen Förderung in Höhe von 50.000 Euro, ausbezahlt in zwei Raten zu je 25.000 Euro pro Jahr, statt. „Es freut mich besonders, dass wir im Gremium beschließen konnten, das Museum Moderner Kunst Wörlen (MMK) nun generell als Institution zu fördern, denn mit seiner Sammlung bringt es moderne und zeitgenössische Kunst aus aller Welt nach Passau. Das Museum Moderner Kunst Wörlen darf aufgrund seiner professionellen Arbeit und Lebendigkeit zurecht als herausragendes Kunstmuseum des Bezirks Niederbayern bezeichnet werden“, so Dr. Pröckl.

Neukonzeption und Neugestaltung der Dauerausstellung im Fressenden Haus Weißenstein in Höhe von 10.000 Euro
Die Dauerausstellung im Museum im Fressenden Haus Weißenstein in Regen ist seit 1984 unverändert. Um die Einrichtung als Kultur- und Ausstellungsstandort zu stärken und für die Zukunft zu ertüchtigen, ist daher eine Neukonzeption und Neugestaltung der Dauerausstellung geplant. Die inhaltliche Fokussierung auf das Mittelalter und den Dichter Siegfried von Vegesack geht einher mit der räumlichen Umstrukturierung für Sonderausstellungen und museumspädagogische Programme. Die als förderfähig anerkannte Summe für die Neukonzeption und Neugestaltung der Museumsräume beläuft sich auf 79.200 Euro. Der Bezirk Niederbayern bezuschusst die Stadt Regen für die Neukonzeption und Neugestaltung der Dauerausstellung im Fressenden Haus Weißenstein mit 10.000 Euro.


„KULTURmobil“ tourt wieder durch Niederbayern

10.03.2020/EG
Quelle: Bezirk Niederbayern, Landshut

Laut Tourneeplan 2021 rollt das Theater des Bezirks Niederbayern zur Premiere am 12 Juni nach Kumhausen / Die Dernière ist am 05. September 2021 in Vilshofen geplant

Um 17 Uhr bringt die Schauspielerin Christine Reitmeier die Geschichte „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry auf die Bühne, eines der bekanntesten Bücher für Kinder, die es gibt: zum Lachen und Nachdenken. Worum geht es? Der kleine Prinz ist auf einem klitzekleinen Asteroiden zu Hause. Er besucht uns auf die Erde und unternimmt eine Reise durch die wunderliche Welt der Erwachsenen. Dabei kommt er allmählich darauf, was wirklich im Leben wichtig ist.

Um 20 Uhr wird „Der Geizige“, eine Komödie von Molière, aufgeführt. Ein Stück, in dem ein engstirniger Vater so von Gier, Geiz und Geld besessen ist, dass er dafür sogar das Glück seiner Kinder aufs Spiel setzen würde. Seine Kinder aber versuchen ihn zu überlisten…

Den Tourneeplan lesen Sie hier kulturmobil.de.


„Krisendienst Psychiatrie Niederbayern“ nimmt Arbeit auf

02.03.2021/EG
Quelle: Bezirk Niederbayern, Landshut

Bezirk Niederbayern startet den „Krisendienst Psychiatrie Niederbayern“ mit der Inbetriebnahme der Leitstelle in Landshut

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich gab am 01. März 2021 den Start des „Krisendienst Psychiatrie Niederbayern“ bekannt. Dabei handelt es sich um die bayernweit einheitliche, für den Anrufer kostenlose Telefonnummer 0800 655 3000 für Menschen in akuten psychiatrischen bzw. seelischen Krisen. Hilfesuchende, die aus dem niederbayerischen Bezirksgebiet anrufen, kommen automatisch in der Landshuter Leitstelle an. Entgegengenommen werden die Anrufe durch ein multiprofessionelles Team, das sich aus Psychologen, Sozialpädagogen und psychiatrischen Pflegefachkräften zusammensetzt.

Auch Angehörige und Bezugspersonen von Betroffenen können sich im akuten Fall an den Krisendienst wenden. Je nach individuellem Bedarf vermittelt das Krisendienst-Team eine weitergehende Betreuung bzw. Behandlung, beispielsweise bei Sozialpsychiatrischen Diensten oder in einer Psychiatrischen Institutsambulanz in Landshut, Mainkofen, Passau bzw. an die Außenstellen in den Landkreisen Freyung-Grafenau, Regen und Rottal-Inn.

Weiterführende Informationen lesen Sie hier krisendienste.bayern.


Bezirkstag verabschiedet Haushalt 2021

17.12.2020/EG
Quelle: Bezirk Niederbayern, Landshut

Gesamthaushaltsvolumen bei 745,9 Millionen Euro (+ 1,66 % ggü. 2020)

Das Gesamthaushaltsvolumen einschließlich Wirtschaftsplänen der Bezirkskrankenhäuser und Kulturstiftung beträgt 745,9 Mio. Euro und steigt damit gegenüber dem Vorjahr um 1,66 Prozent. Aus dem Verwaltungshaushalt mit insgesamt 505,8 Mio. Euro (2020: 498,6 Mio. Euro) fließen 451,6 Mio. Euro und damit fast 90 Prozent in die soziale Sicherung (2020: 439,1 Mio. Euro).
Die Wirtschaftspläne der kaufmännisch geführten Einrichtungen des Bezirks sind ausgeglichen bzw. weisen geringfügige Defizite oder Erträge aus.
Ergänzende Informationen zu den Ausgaben lesen Sie hier bezirk-niederbayern.de.


Bezirksumlage bleibt 2021 bei 20 Prozent

03.11.2020/EG
Quelle: Bezirk Niederbayern, Landshut

Bezirksumlage bleibt 2021 mit 20 Prozent gegenüber Vorjahr unverändert

„Möglich wird dies allerdings nur durch eine Kreditaufnahme zur Finanzierung der Investitionen und Investitionsfördermaßnahmen in Höhe von 4 Mio. Euro sowie eine Entnahme aus der Allgemeinen Rücklage in Höhe von rund 6,9 Mio. Euro. Dadurch steht nahezu die komplette Bezirksumlage zur Finanzierung der Ausgaben im Verwaltungshaushalt zur Verfügung.
(…).
Der Zuschussbedarf im Einzelplan 4 „Soziale Sicherung“ steigt nach einer vorläufigen Berechnung um insgesamt 22,3 Mio. Euro. Dies ist in geringeren Zuweisungen nach Art. 15 FAG (Bayerisches Finanzausgleichgesetz) in Höhe von voraussichtlich rund 9,4 Mio. Euro begründet sowie einem höheren Defizit bei der Hilfe zur Pflege von ca. 1,5 Mio. Euro. Der Großteil des steigenden Bedarfs ist auf die Eingliederungshilfe in der seit 2020 geltenden Fassung des Bundesteilhabegesetzes zurückzuführen. So fällt beispielsweise der Anteil an Fachleistungen höher als ursprünglich kalkuliert aus, weshalb rund 10,6 Mio. Euro zusätzlich aus allgemeinen Haushaltsmitteln aufzubringen sind.
Finanziert wird der Haushalt des Bezirks Niederbayern über die sogenannte Bezirksumlage und Ausgleichszahlungen des Freistaats Bayern. Gemäß Bezirksordnung wird die Bezirksumlage von den Landkreisen und kreisfreien Städten erhoben.“


SARS-CoV-2: Infektionen in Bayern

15.10.2020/EG
Quelle: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), München

Eine übersichtliche Darstellung der Fallzahlen von Coronavirusinfektionen in Bayern sehen Sie hier lgl.bayern.de.


Hilfen für pflegende Angehörige

08.09.2020/EG
Quelle: Fachstelle für Demenz und Pflege Bayern, Nürnberg

Fachstelle für Demenz und Pflege Niederbayern informiert Betroffene und Träger

„Die Fachstelle für Demenz und Pflege Niederbayern ist die zentrale Anlaufstelle für alle Fragen rund um das Thema „Demenz“ in Niederbayern. Sie unterstützt den Wissenstransfer sowie den weiteren Auf- und Ausbau von Versorgungsstrukturen und Hilfsangeboten für Menschen mit Demenz und deren Angehörige. Darüber hinaus fungiert sie als Anlaufstelle für unterschiedliche Beratungs- und Unterstützungsstrukturen, wie beispielsweise die Fachstellen für pflegende Angehörige und die Pflegestützpunkte. Zudem hat die Fachstelle für Demenz und Pflege Niederbayern auch Teile der Aufgaben der ehemaligen Agentur zum Auf- und Ausbau von Angeboten zur Unterstützung im Alltag übernommen.“ demenz-pflege-niederbayern.de


Kultur-, Jugend- und Sportförderung in Niederbayern

28.07.2020/EG
Quelle: Bezirk Niederbayern, Landshut

Ausschuss für Kultur-, Jugend- und Sport des Bezirkstags genehmigt Zuschüsse in Höhe von 1,1 Millionen Euro

Die am 23. Juli 2020 verabschiedeten Förderungen verteilen sich auf die Denkmalpflege (451.642 Euro), das Theater an der Rott (130.000 Euro), den Tiergarten Straubing (130.000 Euro), das Kunstwerk für den Neubau der Sozialverwaltung des Bezirks „Kunst und Bauern“ (40.000 Euro), die Jugendarbeit (120.428 Euro), den Jugend- Behinderten- und Rehasport (66.609 Euro), die 45 Veranstaltungen und Projekte (163.410 Euro) sowie die Trachtenarbeit (9.000 Euro).
Die detaillierte Verteilung der Fördermittel lesen Sie hier bezirk-niederbayern.de.


Neurologisches Zentrum in Mainkofen bekommt neuen Chefarzt

28.07.2020/EG
Quelle: Bezirk Niederbayern, Landshut

Prof. Dr. Tobias Schmidt-Wilcke übernimmt zum 01. Dezember 2020 die Stelle am Bezirksklinikum Mainkofen

Wegen des Ausscheidens der beiden Chefärzte der Klinik für Neurologische Frührehabilitation und der Neurologischen Klinik soll zudem eine medizinische Neuausrichtung des Neurologischen Zentrums erfolgen. Das Neurologische Zentrum wird dann über drei Sektionen verfügen – Akutneurologie, Neurochirurgische/Neurologische Frührehabilitation und Multimodale Schmerztherapie – und soll nur noch von einem Chefarzt geleitet werden.


Kinder- und Jugendpsychiatrie am BKH Landshut unter neuer Leitung

12.05.2020/EG
Quelle: Bezirk Niederbayern, Landshut

Aus der heutigen Sitzung des Bezirkstages von Niederbayern: Dr. Tanja Hochegger übernimmt am 01. Juli 2020 die chefärztliche Leitung der Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP) am Bezirkskrankenhaus Landshut / Hoher Personalbedarf bleibt ungedeckt

Tanja Hochegger: „Die Kinder- und Jugendpsychiatrie steht auch mit Blick auf einen Generationenwechsel und neue wissenschaftliche Erkenntnisse vor großen Herausforderungen. Darüber hinaus sind die Krankheitsbilder häufig sehr komplex. Störungen tauchen teils früher auf und sind zum Teil schwerwiegender als früher.“ Mit den Veränderungen hin zu einer modernen Kinder- und Jugendpsychiatrie habe man ausschließlich das Wohl der jungen Patientinnen und Patienten im Blick. Sie seien keine einmalige Entscheidung, sondern bedeuteten formal einen Prozess, der sich über Monate, vermutlich aber bis zu zwei Jahre erstrecken werde.
Bei der Bezirkstagsitzung erläuterte der Ärztliche Direktor des Bezirkskrankenhauses, Prof. Dr. Hermann Spießl, die aktuelle Situation in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Man habe im vergangenen halben Jahr die Empfehlungen von Professor Brunner umfassend geprüft, diskutiert und wesentliche Teile umgesetzt. So wurden Standards überarbeitet, Checklisten und Formulare erneuert, Stationsregeln angepasst, Supervisionen begonnen, das Beschwerdemanagement erweitert und die Aufnahme von Notfällen modifiziert, um alle dringlichen Fälle umgehend aufnehmen zu können. Bereits vor der Beratung wurde der sogenannte „Stufenplan“ abgeschafft, die Behandlung entlang der aktuellen Leitlinien der Fachgesellschaften individualisiert und die Betreuung (z. B. in 1:1) durch einen höheren – als von den Krankenkassen finanzierten – Personaleinsatz intensiviert. Dadurch konnte die Zahl der Fixierungen um etwa 75 Prozent reduziert werden, obwohl die Kinder und Jugendlichen immer kränker und mit einer zunehmend akuteren Selbst- und Fremdgefährdung in die Klinik kommen und die Belegung anhaltend sehr hoch ist. Spießl: „Als Außenstehender kann man sich nur annährend vorstellen, welche hohe Belastung dies für unser Pflegepersonal und unsere Therapeuten bedeutet – und welche Anspannung zeitweise auf der geschützten Station herrscht.“ Aufgrund der hohen Belegung wurde auch eine Bettenerhöhung von 44 auf 50 Betten als Vorwegnahme der für Passau genehmigten Betten beantragt. Problematisch bleibt der hohe und ungedeckte Personalbedarf in der Kinder- und Jugendpsychiatrie, der nur teilweise durch organisatorische Veränderungen behoben werden kann.
Die Landshuter Klinik umfasst vier Stationen mit 44 Betten, eine Tagesklinik mit 14 Plätzen, eine Institutsambulanz sowie die Schule für Kranke und das ISPR (Institut für schulische und psychosoziale Rehabilitation). Die Außenstellen in Deggendorf und Passau bieten jeweils eine Tagesklinik, eine Institutsambulanz und eine Schule für Kranke. In Zwiesel wird eine Institutsambulanz geführt. Das Pflichtversorgungsgebiet umfasst den gesamten Bezirk Niederbayern.


Finanzierungsbedarf für Heilpädagogische Tagesstätten und Kinderwohnheime steigt

10.03.2020/EG
Quelle: Bezirk Niederbayern, Landshut

Neue Vorschriften fordern Anpassungen bei der Betreuung von Kindern und Jugendlichen: Sozialausschuss des Bezirks kalkuliert für die Umsetzung mit einer Erhöhung der Ausgaben um rund 30 Prozent

Beispiel Heilpädagogische Tagesstätte mit 160 Kindern: Bis dato refinanzierte der Bezirk Niederbayern 18,8 Planstellen im Gruppen- und Fachdienst für 140 Kinder mit jährlich rund 1,2 Millionen Euro. Die im Entwurf vorliegende Betriebserlaubnis weist nun eine Erhöhung um 9,45 Planstellen für 160 Kinder auf 28,25 und damit eine Erhöhung des Budgets um etwa 54 Prozent auf rund 1,85 Millionen Euro aus. Im Ergebnis bedeutet diese Entwicklung in der Hochrechnung für die derzeit 1.470 heilpädagogisch betreuten Kinder in Niederbayern eine Steigerung der Refinanzierung von Gruppen- und Fachpersonal von etwa 5,9 Millionen Euro.

Bei den Kinderwohnheimen ergab die Hochrechnung eine Steigerung des Personalbudgets von rund 24 Prozent. Das in 2019 errechnete Budget für das im Gruppen- und Fachdienst beschäftigte Personal umfasste in einem konkreten Heim mit 80 Kindern 4,04 Millionen Euro. Für das aufgrund der neuen Betriebserlaubnis um 14,31 Planstellen erhöhte Personal umfasst das Budget nun rund 5 Millionen Euro. Bei 80 Kindern errechnet sich eine Pro-Platz-Erhöhung von rund 11.900 Euro. Das Gesamtvolumen der Refinanzierung für die 200 derzeit in Kinderwohnheimen betreuten Kinder wird sich voraussichtlich um rund 2,4 Millionen Euro erhöhen.


Pflegeberatung kommt in Landkreise

08.08.2019/EG
Quelle: Bezirk Niederbayern, Landshut

Neues Angebot: Pflegeberaterin kommt in alle Landkreise

Durch das Bayerische Teilhabegesetz I wurde die Zuständigkeit für die Hilfe zur ambulanten Pflege von den Landkreisen und kreisfreien Städten auf die bayerischen Bezirke übertragen. Im Oktober 2018 hatte sich der Sozialausschuss des Bezirks für eine Vor-Ort-Beratung ausgesprochen, die seit Anfang des Jahres umgesetzt wird.

Nicole Bayer wird als Pflegeberaterin der Sozialverwaltung niederbayernweit Pflegebedürftige und ihre Angehörigen in den verschiedenen Landkreisen informieren – in Form von Bürgersprechstunden vor Ort in Landratsämtern oder Rathäusern und im Rahmen von Telefonberatungen.

Im Rahmen der Pflegeberatung bieten wir Ihnen eine individuelle und vertrauliche Erstberatung zu folgenden Themen:

  • Antrag, Verwaltungsverfahren
  • Leistungen in der häuslichen Umgebung (Hilfe zur ambulanten Pflege)
  • Leistungen in Heimen (Hilfe zur stationären Pflege)
  • Sozialhilferechtliche Bedürftigkeit
  • Einsatz von Einkommen
  • Einsatz und Verwertung von Vermögen
  • Überleitung von Ansprüchen (z. B. Schenkungsrückforderungsansprüche)
  • Elternunterhalt

Pflegeberatung des Bezirks Niederbayern bezirk-niederbayern.de.


Kinder- und Jugendpsychatrie: Behandlungsbedarf steigt!

28.05.2019/EG
Quelle: Bezirk Niederbayern, Landshut

Auszug aus dem 15. Süddeutscher Fachtag für den Pflege- und Erziehungsdienst der Kinder- und Jugendpsychiatrie

Dr. jur. Thomas Pröckl, Bezirkstagsvizepräsident: „Besorgniserregend ist ganz besonders die Entwicklung bei Kindern und Jugendlichen. Hier steigen die Fallzahlen und die Aufnahmen zur Krisenintervention stetig an.“ Darum werde auch in den nächsten Jahren weiter investiert, insbesondere in dezentrale Angebote wie die neue psychiatrische Institutsambulanz in Zwiesel, die 2020 eröffnet werden soll. Die Teilnehmer des Fachtags ermutigte er, trotz gesamtgesellschaftlicher Diskussionen über Ursachen steigender Fallzahlen und Finanzierbarkeit den Blick für das einzelne notleidende Kind nicht zu verlieren. Denn im Akutfall seien solche Diskussionen zweitrangig: „In dem konkreten Moment, in dem ein Kind Hilfe benötigt, geht es nicht um gesamtgesellschaftliche Analysen, sondern um eine möglichst praxisnahe Unterstützung, damit wir diese Kinder und Jugendlichen nicht ‚verlieren‘.“