NIEDERBAYERN

Bezirkswahl 2018

16.10.2018/EG aus dem Bezirk Niederbayern, Landshut

Das vorläufige Ergebnis zur Bezirkswahl lesen Sie hier bezirk-niederbayern.de.

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Sitzung des Bezirksausschusses des Bezirkstages von Niederbayern

08.10.2018/EG

Am Dienstag, 16. Oktober 2018, beginnt um 13:30 Uhr im Sitzungssaal des Bezirksklinikums Mainkofen, Deggendorf, die 50. Sitzung des Bezirksausschusses des XV. Bezirkstages von Niederbayern.

Tagesordnung des öffentlichen Teils:

1.1 Bezirk Niederbayern
1.1.1 Hauptverwaltung; Erneuerung der EDV-Verkabelung im Forstkammergebäude; Vorstellung und Genehmigung der Maßnahme
1.1.2 Sozialverwaltung; Neubau eines Verwaltungsgebäudes; Vergaben
1.1.2.1 Gewerk Estricharbeiten
1.1.2.2 Gewerk Putzarbeiten
1.1.2.3 Gewerk Rollregalanlage
1.2 Bezirksklinikum Mainkofen
1.2.1 Großschaden Leitungswasser im Personalwohnheim; Genehmigung überplanmäßiger Ausgaben
1.2.2 Neustrukturierung 1. BA; Gewerk 131 Abhangdecken; Genehmigung Nachtrag Nr. 8 über Massenmehrungen und -minderungen; Bekanntgabe einer Dringlichen Anordnung
1.3 Pflegeheim Mainkofen; Jahresabschluss 2017
1.4 Landwirtschaftlicher Gutsbetrieb Mainkofen – Oberndorf; Jahresabschluss 2017
1.5 Fischereilicher Lehr- und Beispielsbetrieb Lindbergmühle; Sanierung des Betriebsgebäudes und Neubau eines Schulungs- und Besucherzentrums; Vorstellung und Genehmigung der neuen Gesamtkosten
1.6 Regionalpartnerschaft Bezirk Niederbayern – Département Oise
1.6.1 Zuschussantrag des Verbandes der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V. – Kreisgruppe Landshut – für die Fahrt nach Compiègne vom 29.06. – 02.07.2018
1.6.2 Zuschussantrag des Partnerschaftsvereins Teisnach/Estrées-Saint-Denis für den Besuch des Musikzugs aus Estrées-Saint-Denis in Teisnach im Oktober/November 2018
1.7 Europaregion Donau-Moldau (EDM); Förderung des Trägervereins „Europaregion Donau-Moldau e.V.“
a. im Förderzeitraum 01.09.2018 bis 31.12.2024
b. zwischen Ende des ersten und dem Beginn des zweiten Förderzeitraums
1.8 Sonstiges

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Sitzung des Sozialhilfeausschusses des Bezirkstages von Niederbayern

03.10.2018/EG

Am Mittwoch, 10. Oktober 2018, beginnt um 10:30 Uhr im Agrarbildungszentrum Landshut Schönbrunn die 13. Sitzung des Sozialhilfeausschusses des XV. Bezirkstages von Niederbayern.

Tagesordnung im öffentlichen Teil:

1. Hilfe zur Pflege – Pflegeberatung

2. Überarbeitung der Förderrichtlinien für Dienste der regionalen und überregionalen Offenen Behindertenarbeit

3. Fahrdienst für schwer behinderte Menschen

4. Gemeinsame Förderung von Diensten und Maßnahmen der freien Wohlfahrtspflege

5. Antrag des Fachverbandes für Menschen mit Hör- und Sprachbehinderung e.V. (BLWG) auf Erweiterung des bestehenden Beratungsangebotes für Menschen mit Hörbehinderung um ein spezifisches Angebot für Menschen mit Schwerhörigkeit ab 01.01.2019

6. Projekt Inklusive Kinder- und Jugendarbeit INKA

7. Investitionsförderung von Einrichtungen für behinderte Menschen; Informationen über den Ablauf des Förderverfahrens und die Kostenentwicklung im Bereich der Heilpädagogischen Tagesstätten (HPTen)

8. Modernisierung und Erweiterung um 43 Plätze der heilpädagogischen Tagesstätte St. Notker durch die Lebenshilfe Deggendorf in Deggendorf

9. Errichtung einer heilpädagogischen Tagesstätte i.V.m. Schulhausneubau für 2 Berufsschulklassen durch die Lebenshilfe Regen e.V. in Regen

10. Modernisierung und Erweiterung der heilpädagogischen Tagesstätte St. Wolfgang in Straubing durch die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e.V.

11. Förderung von Einrichtungen für behinderte Menschen; Schaffung von 24 Plätzen in gemeinschaftlichen Wohnformen für erwachsene Menschen mit überwiegend geistiger Behinderung in Mitterfels durch die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e.V. hier: Bedarfsanerkennung

12. Förderung von Einrichtungen für behinderte Menschen; Neubau einer Wohneinrichtung für behinderte Menschen mit 24 Plätzen und Schaffung von 7 Förderstättenplätzen durch die Lebenshilfe Regen in Viechtach; hier: Genehmigung Raumprogramm

13. Förderung von Einrichtungen für behinderte Menschen; Schaffung von 6 weiteren Förderstättenplätzen für geistig und mehrfach behinderte Menschen in Schwarzach durch die Sozialtherapeutische Siedlung Bühel e.V.; hier: Bedarfsanerkennung

14. Förderung von Einrichtungen zur Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben; Modernisierung und Umstrukturierung der Werkstatt für behinderte Menschen (160 Plätze) sowie der Förderstätte (20 Plätze) in Eggenfelden durch die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e.V.; hier: Genehmigung Raumprogramm

15. Förderung von Einrichtungen zur Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben; Modernisierung und Erweiterung der Werkstatt für behinderte Menschen in Pocking um 90 Plätze auf insgesamt 290 Plätze durch den Caritasverband für die Diözese Passau e.V.; hier: Genehmigung Raumprogramm

16. Förderung von Einrichtungen zur Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben nach § 30 Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabeverordnung (SchwbAV); hier: Anpassung und Neuordnung der Werkstattplätze im Einzugsbereich der Landshuter Werkstätten GmbH

17. Antrag des Kreis-Caritasverbandes Rottal-Inn auf Stellenerweiterung um 0,25 VK Verwaltung bei der Psychosozialen Beratungsstelle (Suchtberatung) in Pfarrkirchen.

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Bezirkstag lehnt das Angebot des DONAUISAR Klinikums zur Integration der Neurologie ab

26.09.2018/EG aus dem Bezirk Niederbayern, Landshut

Fachabteilung Neurologie des Bezirksklinikums Mainkofen wird nicht Teil des DONAUISAR Klinikums / Bezirkstag lehnt das Angebot zur Eingliederung der Neurologie und der Neurologischen Frührehabilitation ab

Der Bezirkstag von Niederbayern hat sich heute gegen das Integrationsangebot aus Deggendorf ausgesprochen.

Zum einen würde im Falle einer Annahme dem DONAUISAR Klinikum die operative Führung der Neurologischen Fachklinik in Mainkofen übertragen. Die Standortsicherheit für die Neurologie in Mainkofen werde allerdings nur fünf Jahre gewährleistet. Danach würde eine finanzielle Beteiligung des Bezirks von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen am Standort abhängen. Für den Bezirk ist laut Beschluss das „Auseinanderfallen von Steuerung und finanzieller Haftung nicht hinnehmbar“.

Zum anderen würden durch die Ausgliederung der Neurologie aus dem Bezirksklinikum Deckungsbeiträge für das Gesamtklinikum entfallen, die durch die Akutpsychiatrie und die Forensik aufgefangen werden müssten. Das würde einen finanziellen Nachteil von fast drei Millionen Euro bedeuten, der erst mittelfristig reduziert werden könnte.

Der Bezirk will nun alternativ einen eigenen Vorschlag erarbeiten, wie beide Kliniken künftig als selbstständig handelnde Partner zusammenarbeiten können.

Hintergrund

Das Klinikum Deggendorf und das Bezirksklinikum Mainkofen kooperieren seit 2004 mit dem Ziel, die Versorgung von Schlaganfallpatienten zu verbessern. Da sich Rahmenbedingungen und Strukturvoraussetzungen in der Krankenhauslandschaft zunehmend verändern, wurde zwischen dem Bezirksklinikum Mainkofen und dem DONAUISAR Klinikum in den vergangenen Monaten erörtert, ob ein Zusammenschluss neurologischer und neurochirurgischer Fachbereiche eine wirtschaftliche Verbesserung für beide Häuser darstellen könnte. Die Option einer Fusion unter dem Dach des DONAUISAR Klinikums wurde nach eingehender Prüfung nun im Bezirkstag verworfen.

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Bezirkstag unterstützt das Projekt „Medizinstudium Niederbayern“

26.09.2018/EG aus dem Bezirk Niederbayern, Landshut

Metten wird Außenstelle der Kremser Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften „Karl Landsteiner

Der Bezirkstag hat in der heutigen Sondersitzung das Projekt „Medizinstudium Niederbayern“ auf den Weg gebracht. In Metten soll eine Außenstelle der „Karl Landsteiner“ (KL) Privatuniversität für Gesundheitswesen enstehen.

Die gemeinnützige KL mit Sitz in Krems (Niederösterreich) wird von einer GmbH mit den Gesellschaftern Medizinische Universität Wien, Technische Universität Wien, Donau-Universität Krems sowie der Fachhochschule Krems getragen und weitgehend vom Land Niederösterreich finanziert.

Die Kooperation wurde in der Vorbereitungszeit von der Universität Bayreuth begleitet. Bei der Sitzung des Bezirkstags stellte der Lehrstuhlinhaber für den Bereich Medizinmanagement Prof. Klaus Nagels Ergebnisse vor. In der Gesamtbetrachtung zeigte sich, dass ein solches Vorhaben in Niederbayern beste Perspektiven hat. Niederbayern ist der einzige bayerische Regierungsbezirk, in dem man noch nicht Medizin studieren kann. Angedacht ist für die weiteren Umsetzungsschritte, insbesondere mit Blick auf den Themenbereich Forschung, eine wissenschaftliche Begleitung und Validierung durch die Universität Bayreuth.

Der Bezirkstag stimmte dem – noch zu unterzeichnenden unterschriftsreifen – Memorandum of Understanding (Absichtserklärung) zwischen dem Bezirk Niederbayern und der KL zu. Er beauftragte die Bezirksverwaltung „fachliche, rechtliche und wirtschaftliche Gesichtspunkte des Vorhabens abzuklären und Gespräche mit möglichen Kooperationspartnern aufzunehmen“. Zur Umsetzung des Projekts sollen Meilensteine und ein Zeitplan erstellt werden. Durch Stipendien und andere Finanzierungsunterstützungen sollen für den überwiegenden Teil der Studienplätze die Studiengebühren weitestgehend beziehungsweise vollständig abgedeckt werden. Die Verwaltung wurde vom Bezirkstag unter anderem beauftragt, geeignete Möglichkeiten zu eruieren, insbesondere Gespräche mit denkbaren Kooperationspartnern aus dem Bereich kommunaler Krankenhausträger zu führen und Möglichkeiten der Drittmittelakquise auszuloten. Die Bezirkskrankenhäuser sollen sich anhand der vorliegenden Anerkennungskriterien um die Zulassung als Lehrkrankenhaus der KL bemühen.

Das neue Stipendienprogramm

Das bisherige Stipendienprogramm des Bezirks Niederbayern (hierfür besteht bereits eine Kooperation mit der KL) wird laut Bezirkstagsbeschluss nach der Anerkennung eines Bezirkskrankenhauses als Lehrkrankenhaus umgestellt. Anstatt der bisher möglichen Vergabe von bis zu fünf Stipendien jährlich mit einer Finanzierung von derzeit 44 Prozent der Studiengebühren wird es jährlich drei mögliche Stipendienvergaben mit zwei Alternativen geben:

1. eine Vollfinanzierung der Studiengebühren – verbunden mit der Verpflichtung, unmittelbar nach dem erfolgreichen Abschluss des Medizinstudiums die ärztliche Weiterbildung zum Facharzt in einem der Bezirkskrankenhäuser zu absolvieren.

2. ein Stipendium in Höhe von 80 Prozent der Studiengebühren – verbunden mit der Verpflichtung, unmittelbar nach dem erfolgreichen Abschluss des Medizinstudiums als Assistenzarzt in einem der Krankenhäuser des Bezirks Niederbayern zu arbeiten.

Bereits ab dem Jahr 2020 sollen rund 20 Studierende aus Niederbayern das Studium in Krems aufnehmen – mit der Perspektive, nach dem dritten Studienjahr nach Niederbayern zurückzukehren.

Hintergrund

Laut Versorgungsatlas der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) liegt der Altersdurchschnitt der niederbayerischen Hausärzte aktuell (August 2018) bei 56,3 Jahren – in Landau a. d. Isar sind es sogar 60,0 Jahre, in Vilshofen 59,3 und in der Region Pocking/Ruhstorf a. d. Rott 59,0 Jahre.

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Landtags- und Bezirkswahl 2018

11.09.2018/EG aus der Regierung von Niederbayern, Landshut

Start der Stimmzettelauslieferung in Niederbayern; Besonderheit bei den Stimmzetteln im Stimmkreis 201 Deggendorf

„Am 30. August 2018 startete im Wahlkreis Niederbayern die Auslieferung der ca. 3,7 Mio. Stimmzettel für die Landtags- und Bezirkswahl. Spätestens am 11. September werden die amtlichen Stimmzettel bei allen Gemeinden vorrätig sein, so dass die Ausgabe der Briefwahlunterlagen beginnen kann.

In diesem Zusammenhang weist der Wahlkreisleiter des Wahlkreises Niederbayern auf Folgendes hin:

Bei der Landtagswahl hat jeder Wähler zwei Stimmen. Mit der Erststimme (kleiner Stimmzettel) wird der Stimmkreisabgeordnete gewählt, mit der Zweitstimme (großer Stimmzettel) ein Wahlkreisabgeordneter. Für die Bezirkswahl gilt Entsprechendes.

Der kleine Stimmzettel enthält die Direktkandidaten des jeweiligen Stimmkreises. Auf dem großen Stimmzettel sind alle in einem Wahlkreis zur Wahl stehenden Kandidaten aufgeführt, also neben den eigentlichen Listenkandidaten einer Partei grundsätzlich auch die Stimmkreiskandidaten. Hiervon gibt es eine Ausnahme: Da nach dem Landeswahlgesetz die Stimmkreisbewerber im eigenen Stimmkreis auf der Wahlkreisliste nicht zur Wahl aufgestellt werden können, steht der Direktkandidat hier nicht (zusätzlich) auf dem Stimmzettel zur Wahl eines Wahlkreisabgeordneten. Das bedeutet, dass auch die großen Stimmzettel in jedem Stimmkreis unterschiedlich sind. Bei neun Stimmkreisen im Wahlkreis Niederbayern ergeben sich daher für die Landtags- und Bezirkswahl insgesamt 36 unterschiedliche Stimmzettel (je vier für jeden der neun Stimmkreise).

Anders als bei der Bundestagswahl ist bei der Landtags- und Bezirkswahl nicht nur die Zweitstimme entscheidend für die Sitzverteilung. Für die Sitzverteilung im Landtag und im Bezirkstag werden Erst- und Zweitstimmen zusammengezählt. Die Summe aus Erst- und Zweitstimmen bestimmt auch die Reihenfolge der Gewählten und der Listennachfolger einer Wahlkreisliste.

Nach dem bayerischen Wahlrecht wird grundsätzlich auch die Zweitstimme einem bestimmten Bewerber gegeben und dieser auf dem Stimmzettel angekreuzt. Allerdings ist die Stimmabgabe auch gültig, wenn der Wähler statt eines Bewerbers den Wahlkreisvorschlag als solchen – also eine bestimmte Partei – ankreuzt. Dass auf dem großen Stimmzettel beim Namen der Partei kein Kreis zum Ankreuzen aufgedruckt ist, ändert daran nichts. Die Kennzeichnung der Partei kann statt eines Kreuzes beim Namen der Partei auch auf andere eindeutige Weise erfolgen (z. B. Unterstreichen, Einkreisen). Diese Stimme wird dann der betreffenden Partei bei der Sitzverteilung zugerechnet. Die Reihenfolge innerhalb dieser Liste wird dadurch nicht beeinflusst.

Für den Stimmkreis 201 Deggendorf wird auf eine Besonderheit hingewiesen:

Hat eine Partei im gesamten Wahlkreis nur einen Stimmkreisbewerber und daneben keine weiteren Kandidaten aufgestellt (was rechtlich zulässig ist), dann erscheint im Stimmkreis dieses Bewerbers auf der Wahlkreisliste der entsprechenden Partei kein Bewerber. Der große Stimmzettel enthält in diesem Stimmkreis nur den Namen der betreffenden Partei; die Spalte darunter, in der üblicherweise ein einzelner Wahlkreisbewerber angekreuzt werden kann, bleibt leer. Will der Wähler einer solchen Partei seine Zweitstimme geben, hat er (nur) die Möglichkeit, den Wahlvorschlag der Partei als solchen zu kennzeichnen (siehe oben).

Es handelt sich also nicht um einen Druckfehler oder ein Versehen, sondern folgt aus der oben dargestellten Rechtslage.“

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14. Oktober 2018: Tag der offenen Tür in den Künstlerwerkstätten

01.08.2018/EG aus dem Bezirk Niederbayern, Landshut

179 Künstler aus Niederbayern präsentieren Kunst in ihren Werkräumen

Bildende Künstlerinnen und Künstler aus Niederbayern laden am 14. Oktober 2018 wieder zum Tag der offenen Tür ein. Sie präsentieren bildende Kunst dort, wo sie entsteht – in ihren Werkräumen vor Ort. Bereits zum elften Mal veranstaltet der Bezirk Niederbayern in Zusammenarbeit mit den Berufsverbänden Bildender Künstler den Aktionstag, bei dem Arbeitstechniken, künstlerische Ideen und Werkstoffe anschaulich erklärt werden. 179 Künstler aus ganz Niederbayern öffnen ihre Türen, präsentieren Kunst in ihren Werkräumen und freuen sich auf Gespräche mit interessierten Besuchern.

Ergänzende Informationen lesen Sie hier ateliers-in-niederbayern.de.

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Bezirkshaushalt 2018 verabschiedet

21.12.2017/EG aus dem Bezirk Niederbayern, Landshut

Bezirkstag von Niederbayern verabschiedet den Bezirkshaushalt 2018: Senkung der Bezirksumlage auf 19,5 Prozent / Sozialhilfeausgaben machen 87,6 Prozent des Verwaltungshaushaltes aus

Mit zwei Gegenstimmen (16:2) verabschiedeten die Mitglieder des XV. Bezirkstags von Niederbayern gestern den Bezirkshaushalt 2018 samt Anlagen; einstimmig den Haushalt der Kulturstiftung des Bezirks. Das Gesamthaushaltsvolumen beträgt 773,3 Mio. Euro (2017: 715,8 Mio. Euro) und steigt damit gegenüber dem Vorjahr um 8,03 Prozent.

Obwohl der Umlagebedarf des Bezirks von 267,5 Mio. Euro im Jahr 2017 um 4,7 Prozent auf 280,0 Mio. Euro im Jahr 2018 steigt, konnte die Bezirksumlage für 2018 um einen halben Prozentpunkt auf 19,5 Prozent gesenkt werden. Denn neben der wirtschaftlich guten Entwicklung führt auch die stärkere Beteiligung des Freistaats an den Kosten der Sozialhilfe zu Mehreinnahmen. Nach vier Jahren ohne Veränderung, erhöht der Freistaat die Mittel im Sozialhilfeausgleich nach Art. 15 FAG um 42,9 Mio. Euro auf insgesamt 691,5 Mio. Euro.

Mehreinnahmen beim Art. 15 FAG (6 Mio. Euro) und die um 5,2 Mio. Euro geringere Belastung bei den unbegleiteten jungen volljährigen Flüchtlingen führen dazu, dass sich die Sozialhilfeausgaben insgesamt um 6,1 Mio. auf 423,6 Mio. verringern. Allerdings steigt der Zuschussbedarf bei der Hilfe zur Pflege, der Eingliederungshilfe, der Kriegsopferfürsorge und der Förderung anderer Träger der Wohlfahrtspflege. Damit setzt sich auch nächstes Jahr die langjährige Entwicklung steigender Defizite (Bedarfe) fort. Während bei der Hilfe zur Pflege das Pflegestärkungsgesetz zu einer leichten Entspannung führt, sind die Ausgaben im Bereich der Eingliederungshilfe unverändert stark am Steigen. Insgesamt machen die Sozialhilfeausgaben 87,6 Prozent des Verwaltungshaushaltes aus.

Ein Aufgabenschwerpunkt neben den sozialen Leistungen ist die psychiatrische Versorgung, in deren Ausbau der Bezirk seit Jahren Beträge im mehrstelligen Millionenbereich investiert. Handlungsbedarf erfordert unter anderem die Zunahme psychischer Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen, für die eine heimatnahe psychiatrische Versorgung besonders wichtig ist. Deshalb soll im Bezirkskrankenhaus Passau in den kommenden Jahren eine stationäre Kinder- und Jugendpsychiatrie entstehen. Dies wurde kürzlich vom Krankenhausplanungsausschuss genehmigt, die ersten Planungen für die Baumaßnahmen laufen bereits.

Als Träger übernimmt der Bezirk Niederbayern im Jahr 2018 erstmals die anteiligen Versorgungslasten für die Pensionisten der Bezirkskrankenhäuser. Somit besteht beim Bezirk Niederbayern die gleiche Regelung wie bei den anderen Bezirken. Im Gegenzug werden Investitionszuschüsse zu neuen Bauvorhaben der Bezirkskliniken werden nicht mehr gewährt. Dies führt zu einer gleichmäßigeren finanziellen Belastung des Bezirkshaushalts.

Die Ausgaben im Vermögenshaushalt steigen von 25,0 Mio. auf 28,8 Mio. Euro, von denen rund 10,2 Mio. Euro auf Baumaßnahmen und 13,9 Mio. Euro auf Investitionszuweisungen entfallen. Zur Finanzierung der Ausgaben ist neben den Einnahmen des Vermögenshaushaltes (400.000 Euro) eine Zuführung aus dem Verwaltungshaushalt (14,2 Mio. Euro) sowie eine Entnahme aus der allgemeinen Rücklage (4,8 Mio. Euro) nötig. Die Nettokreditneuaufnahme beträgt 6,6 Mio. Euro.

Das Haushaltsvolumen der Kulturstiftung umfasst 2018 insgesamt 5,2 Mio. Euro, wobei der Verwaltungshaushalt mit gut 800.000 Euro schließt, der Vermögenshaushalt mit 4,4 Mio. Euro. Aufgrund der geringen Erträge, bedingt durch das Niedrigzinsniveau, müssen wie in den Vorjahren Zuschüsse für laufende Zwecke über den Bezirkshaushalt finanziert werden (Landestheater Niederbayern 1,95 Mio. Euro, Tiergarten Straubing 120.000 Euro sowie Theater an der Rott 120.000 Euro). In die Denkmalförderung fließen 700.000 Euro.

Inwieweit sich die Veränderungen durch das Bundesteilhabegesetz finanziell in Zukunft auswirken werden, kann derzeit noch nicht genau abgeschätzt werden. Es kann allerdings bereits jetzt festgestellt werden, dass sie eher zu Mehr- als zu Minderausgaben führen werden.

Einen weiteren Schwerpunkt wird 2018 die Zusammenarbeit in der Europaregion Donau-Moldau (EDM) mit Tschechien und Österreich bilden. 2018 gibt Niederbayern nach einem Jahr den Vorsitz an Vysočina ab. Gerade bei der strukturellen Weiterentwicklung der EDM hin zu einem ‘Europäischen Verbund territorialer Zusammenarbeit‘ (EVTZ) mit selbstständiger Rechtsform stehen auch 2018 weitere Schritte an, an denen sich der Bezirk Niederbayern intensiv beteiligen wird.

Die Wirtschaftspläne der kaufmännisch geführten Einrichtungen des Bezirks:

  • Bezirksklinikum Mainkofen (einschl. Erwachsenenpsychiatrie im Bezirkskrankenhaus Passau): Erfolgsplan 121,8 Mio. Euro, Vermögensplan 25,1 Mio. Euro
  • Bezirkskrankenhaus Landshut (einschl. kinder- und jugendpsychiatrischer Außenstellen im Bezirkskrankenhaus Passau und im Klinikum Deggendorf): Erfolgsplan 37,3 Mio. Euro, Vermögensplan 1,5 Mio. Euro
  • Bezirkskrankenhaus Straubing: Erfolgsplan 25 Mio. Euro, Vermögensplan 0,5 Euro
  • Pflegeheim Mainkofen: Erfolgsplan 24,4 Mio. Euro, Vermögensplan 19,6 Mio. Euro
  • Gutshof Mainkofen: Erfolgsplan 400.000 Euro, Vermögensplan 20.000 Euro

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