Lohnungleichheit

21.11.2017/EG aus dem Statistischen Bundesamt, Wiesbaden

26. Wissenschaftliches Kolloquium am 23. und 24. November 2017 mit Fakten zur Lohnungleichheit

Bernd Fitzenberger, Wirtschaftswissenschaftler: „In Deutschland ist in den letzten Jahrzehnten ein deutlicher Anstieg der Lohnungleichheit zu beobachten, der sich bis zum Beginn der 1990er Jahre auf den oberen Bereich der Lohnverteilung beschränkte und sich bis 2010 kontinuierlich sowohl im oberen als auch im unteren Bereich der Lohnverteilung fortsetzte (Dustmann et al. 2009, Antonczyk et al. 2010a, 2010b, Card et al. 2013). Aktuell gibt es erste Hinweise auf eine „Trendwende“ dahingehend, dass der Anstieg der Lohnungleichheit seit 2011 gestoppt ist (Möller 2016). Der Lohnungleichheit ging mit dem Anwachsen des Niedriglohnsektors eine Stagnation oder gar ein Rückgang der Reallöhne am unteren Ende der Lohnverteilung einher. U. a. in Reaktion auf diese Entwicklung wurden inzwischen Mindestlöhne in Deutschland eingeführt. Andererseits wird häufig der Anstieg der Lohnungleichheit als Voraussetzung für die notwendige Flexibilisierung des Arbeitsmarktes und die dadurch bewirkte gute Beschäftigungsentwicklung angesehen (Dustmann et al. 2014).“ destatis.de

Das komplette Programm zum 26. Wissenschaftliches Kolloquiums lesen Sie hier destatis.de.

Video-Tipp: Das System Milch

21.11.2017/EG

Film von Andreas Pichler, Grimme-Preisträger und Regisseur, über das Milliardengeschäft mit der Milch

Wie wurden die Kühe zu Lieferanten für eine hochtechnisierte Milchindustrie? Welche Alternativen gibt es? Welche Menschen stehen dahinter? Welche Auswirkungen hat die Milch auf unsere Gesundheit? Egal ob in Europa, Asien oder Afrika – Milch steht sinnbildlich für ein auf unkontrolliertes Wachstum getrimmtes Modell globaler Lebensmittelproduktion.

Andreas Pichler spricht mit Bauern, Molkereivorstände, Politiker, Lobbyisten und Wissenschaftler. Eine Reise über mehrere Kontinente, die mit Vorurteilen aufräumt und Lösungen aufzeigt. arte.tv

Fakten zur industriellen Milchproduktion lesen Sie hier dassystemmilch.de.

Wie gesund ist Milch? Die Dokumentation ‘Milch – Ein Glaubenskrieg‘ sehen Sie hier youtube.com.

Lebensqualität in Deutschland verbessert sich, aber …

17.11.2017/EG aus der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Paris/Berlin

OECD stellt deutliche Ungleichheiten bei der Lebensqualität in Deutschland fest

„Im Allgemeinen schneiden Menschen mit Hochschulbildung bei einer Vielzahl von Faktoren, die die Lebensqualität bestimmen, tendenziell besser ab als Menschen mit lediglich einer Sekundarschulbildung. In Deutschland sind diese bildungsbezogenen Unterschiede bei Faktoren wie Wohlstand, Arbeitslosigkeit, Gesundheitswahrnehmung, Kompetenzen von Erwachsenen und Zivilengagement größer als im OECD-Durchschnitt.
(…)
In Deutschland haben fast 25% der Bevölkerung das Gefühl, politische Mitsprache zu haben, was weniger ist als der OECD-Durchschnitt von 33%.“ oecd.de

Gesundheit: Europäische Umweltagentur macht Qualität der Atemluft sichtbar

17.11.2017/EG aus der Europäischen Umweltagentur (EEA), Copenhagen

EEA: Luftverschmutzung ist das größte Umweltrisiko in Europa / Interaktiver Luftqualitätsindex macht Belastungen der Atemluft sichtbar

Wie sauber ist die Luft, die du gerade atmest? Wie ist die Luft in Ihrer Stadt im Vergleich zu einer benachbarten Stadt oder Region? Die Luftverschmutzung ist das größte Umweltrisiko in Europa. Der Europäische Luftqualitätsindex der Europäischen Umweltagentur (EEA) ermöglicht es den Nutzern, mehr über die Luftqualität in ihrem Wohnort zu erfahren. Durch die Darstellung aktueller Daten für ganz Europa erhalten die Nutzer neue Einblicke in die Luftqualität einzelner Länder, Regionen und Städte. eea.europa.eu

Zum Thema

Daten zur Qualität der (Atem-)Luft stellt auch das Umweltbundesamt zur Verfügung umweltbundesamt.de

Buchtipp: Fuck Beauty!

17.11.2017/EG

Nunu Kaller: Fuck Beauty!
Warum uns der Wunsch nach makelloser Schönheit unglücklich macht und was wir dagegen tun können

Sachbuch (Erzählung, Frauen zwischen Schönheit und Makel)

Zu viel? Zu laut? Zu plump? Zu dick? Zu dünn? Zu unweiblich? Es ist kaum zu glauben: 96 Prozent aller Frauen weltweit haben etwas an sich auszusetzen, nur vier Prozent finden sich wirklich schön. Was um Himmels willen ist da los?
Auch Nunu Kaller kennt das Gefühl, nicht attraktiv genug zu sein, seit Kindertagen. In »Fuck Beauty!« geht sie nun anhand ihrer eigenen Geschichte der Frage nach, warum sich immer mehr Frauen unwohl in ihrer Haut fühlen. Warum so viele so obsessiv damit beschäftigt sind, sich zu »verschönern«. Authentisch, ehrlich und mit viel Humor erzählt Kaller, wie sie gelernt hat, dieses Hadern mit den eigenen Makeln und den Selbstoptimierungswahn hinter sich zu lassen. Und sie fordert uns alle zu einem liebevolleren Umgang mit dem eigenen Aussehen auf. Jetzt. Nicht erst in fünf Kilo weniger oder mehr. Denn es geht nicht nur um Schönheit, es geht um eine Lebenseinstellung: Wenn man sich selbst liebt, strahlt man das aus – und erlebt schönere Dinge! Weiterlesen