Automobil/Umwelt: Verbrennungsmotoren sind eine Belastung

21.07.2021/EG
Quelle: ICCT – International Council on Clean Transportation Europe, Berlin

ICCT untersuchte in einem umfassenden Vergleich die Lebenszyklus-Treibhausgasemissionen von PKW mit Verbrennungsmotor und Elektroantrieb

Ergebnisse:

„Nur batterieelektrische und wasserstoffbetriebene Brennstoffzellen-Elektrofahrzeuge haben das Potenzial, die THG-Emissionen über den gesamten Lebenszyklus in der Größenordnung zu reduzieren, die zur Erreichung der Ziele des Pariser Abkommens erforderlich ist.“
„Es gibt keinen realistischen Weg für eine tiefe Dekarbonisierung von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor.“
„Um die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen, sollte die Zulassung neuer Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor im Zeitrahmen 2030-2035 auslaufen.“

Neben dem regionalen und zeitlichen Umfang unterscheidet sich diese Studie in vier wesentlichen Aspekten von der bisherigen LCA-Literatur:

Diese Studie berücksichtigt die durchschnittliche Kohlenstoffintensität des Kraftstoff- und Strommixes über die gesamte Lebensdauer, einschließlich Biokraftstoffe und Biogas.
Diese Studie berücksichtigt den durchschnittlichen Kraftstoff- und Stromverbrauch in der realen Nutzung, anstatt sich nur auf offizielle Testwerte zu verlassen. Dies ist besonders wichtig für die Bewertung der THG-Emissionen von PHEVs.
Diese Studie verwendet aktuelle Daten zur industriellen Batterieproduktion und berücksichtigt regionale Batterielieferketten. Dies führt zu deutlich geringeren Emissionen bei der Batterieproduktion als in früheren Studien.
Diese Studie berücksichtigt das kurzfristige globale Erwärmungspotenzial von Methan-Leckage-Emissionen von Erdgas und aus Erdgas abgeleiteten Wasserstoffpfaden. Anders als andere Treibhausgase trägt Methan in den ersten 20 Jahren nach der Emission um ein Vielfaches mehr zur globalen Erwärmung bei, als es das 100-Jahres-Erderwärmungspotenzial (GWP) widerspiegelt.

Der International Council on Clean Transportation ist – nach eigenen Angaben – eine unabhängige, gemeinnützige Organisation, die gegründet wurde, um erstklassige, unvoreingenommene Forschung sowie technische und wissenschaftliche Analysen für Umweltbehörden bereitzustellen.

Die Studie lesen Sie hier theicct.org.

Einkommen: 2017 lebten 5.702 Einkommensmillionäre in Bayern

20.07.2021/EG
Quelle: Bayerische Landesamt für Statistik, München

Gesamtbetrag der Einkünfte der Einkommensmillionäre stieg von 2016 auf 2017 um 5,1 Prozent

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik anhand der Ergebnisse der Lohn- und Einkommensteuerstatistik aus dem Jahr 2017 mitteilt, lebten im Beobachtungsjahr 5.702 Einkommensmillionäre in Bayern. Das waren 427 Einkommensmillionäre mehr als im Jahr 2016. statistik.bayern.de

Zum Thema

Das ZEW – Leibniz-Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung Mannheim hat die Reformvorschläge der Parteien (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, CDU/CSU, DIE LINKE, FDP, SPD) zur Bundestagswahl 2021 durchgerechnet. Die Veränderung des verfügbaren Jahreseinkommen der Haushalte nach Bruttoeinkommensklassen lesen Sie hier zew.de (Seite 4)
Auf Seite 2 der Kurzexpertise lesen Sie, dass die ZEW-Forscher die AfD nicht berücksichtigen konnten, „weil sie derzeit keine Chance auf eine Regierungsbeteiligung hat“ und kein Steuerkonzept vorgelegt hat. Die AfD priorisiert laut Wahlprogramm die Abschaffung sogenannter Substanzsteuern (Erbschafts-, Grund-, Schenkungssteuer) und die Einführung einer Digitalsteuer auf den Umsatz der Digital-Konzerne.

Geldvermögen privater Haushalte steigt auf 7,1 Billionen Euro

16.07.2021/EG
Quelle: Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main

Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland steigt im ersten Quartal 2021 auf 7.143 Milliarden Euro, eine Vermehrung in Höhe 11,9 Prozent gegenüber I/2020

Wie die Deutsche Bundesbank mitteilt, summierte sich das Geldvermögen¹ der privaten Haushalte² in Deutschland, im ersten Quartal 2021, auf 7,1 Billionen Euro. Damit übertraf es den Vorjahreswert um 761,5 Milliarden Euro bzw. 11,9 Prozent. bundesbank.de

¹Bargeld, Einlagen, Schuldverschreibungen, Aktien, Anteilsrechte, Anteile an Investmentfonds, Ansprüche aus Nichtlebensversicherungen, Ansprüche gegenüber Alterssicherungssystemen, Finanzderivate, Mitarbeiteraktienoptionen, Kredite und sonstige Forderungen.
²Einzelpersonen oder mehrere Personen umfassende Lebensgemeinschaften, die als selbstständige Wirtschaftseinheiten in erster Linie als Anbieter von Arbeitskraft und als Konsumenten in Erscheinung treten. Zum Sektor der privaten Haushalte zählen auch die privaten Organisationen ohne Erwerbscharakter (Gewerkschaften, Kirchen, Parteien, Verbände, Vereine und Ähnliche).

Zum Thema

Sachvermögen privater Haushalte erreichte Ende 2019 (!) fast 9 Billionen Euro
Das Sachvermögen (Immobilien, Ausrüstung, Nutztiere, Nutzpflanzungen, geistiges Eigentum) der privaten Haushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck wird von der Deutschen Bundesbank, zum Jahresende 2019, mit 8.977 Milliarden Euro (+ 3,7 % ggü. 2018) erfasst. bundesbank.de (Seite 14)

Vermögen und Finanzen privater Haushalte in Deutschland: Ergebnisse der Vermögensbefragung 2017:
„Wie ungleich die Verteilung ist, lässt sich demnach auch am Anteil des Vermögens ablesen, das den oberen 10 % der Nettovermögensverteilung gehört. Diese Gruppe nannte in Deutschland im Jahr 2017 etwa 55 % des gesamten Nettovermögens ihr Eigen.“ bundesbank.de (Seite 16)

Andreas von Westphalen, Deutschlandfunk, im Gespräch mit Thomas Piketty, Wirtschaftswissenschaftler, über die Sakralisierung des Kapitals und deren Folgen deutschlandfunk.de.

Stellungnahme von Joachim Rock, Leiter der Abteilung Arbeit, Soziales und Europa im Paritätischen Gesamtverband, zum Entwurf des 6. Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung, in Auszügen:
„Zu den zentralen Befunden des Berichtsentwurfes zählen die ungleiche Einkommens- und Vermögensentwicklung: “Die obere Hälfte der Verteilung verfügte über 70 Prozent aller Einkommen, die untere Hälfte über 30 Prozent” (S. 44, alle Seitenzahlen beziehen sich auf die Nummerierung des Berichtsentwurfes). Die Vermögen sind sogar noch ungleicher verteilt: “Haushalte in der oberen Hälfte der Verteilung besaßen etwa 97,5 Prozent, Personen etwa 99,5 Prozent des Gesamtvermögens” (S. 45). […]. Die Verfestigung von Armut ist auch darauf zurückzuführen, dass aus Armut vergleichsweise wenige Wege hinausführen, ebenso wie aus Reichtum, […]. Der Armuts- und Reichtumsbericht dokumentiert auch die Folgen der Agenda-Politik…“ der-paritaetische.de

Buchtipp: Blacktop Wasteland

16.07.2021/EG

S. A. Cosby: Blacktop Wasteland

Roman (Krimi)

„Beauregard „Bug“ Montage ist ein ehrlicher Automechaniker und liebender Familienmensch. Außerdem ist er von North Carolina bis Florida als bester Fluchtwagenfahrer der gesamten Ostküste bekannt. Bug saß aber lange genug im Gefängnis und weiß, dass er als Krimineller keine Zukunft hat. Als jedoch sein behutsam aufgebautes Familien- und Berufsleben aus finanziellen Gründen in Gefahr gerät, findet er sich schnell auf der schiefen Bahn wieder. Bei einem Banküberfall setzt er sich noch einmal hinters Steuer, weil er keine andere Wahl zu haben scheint, doch die Sache geht fürchterlich schief – und bald hat Bug nicht nur die Polizei im Nacken, sondern auch Gegner, die völlig unberechenbar sind …“

Autor

S. A. Cosby ist Schriftsteller und leidenschaftlicher Schachspieler und lebt im US-Bundesstaat Virginia. 2019 gewann er den Anthony Award für die beste Kurzgeschichte. Blacktop Wasteland ist sein erster Roman in deutscher Übersetzung.

ars vivendi Verlag, ISBN: 978-3-7472-0221-0, E-Buch, 320 Seiten, 16 Euro

Kartellrecht: EU-Kommission verhängt Geldbuße gegen deutsche Automobilhersteller

13.07.2021/EG
Quelle: Europäische Kommission, Brüssel/Berlin

875 Millionen Euro gegen deutsche Automobilhersteller wegen Beschränkung des Wettbewerbs bei der Abgasreinigung neuer Diesel-PKW

„Die Europäische Kommission hat festgestellt, dass Daimler, BMW und der Volkswagen-Konzern (Volkswagen, Audi und Porsche) durch Absprachen über die technische Entwicklung im Bereich der Stickoxidreinigung gegen die EU-Kartellrechtsvorschriften verstoßen haben…
Konkret legten Daimler, BMW und der Volkswagen-Konzern die Größen der AdBlue-Tanks und die Reichweiten fest und erreichten ein gemeinsames Verständnis zum zu erwartenden durchschnittlichen AdBlue-Verbrauch. Außerdem tauschten sie sensible Informationen zu diesen Aspekten aus. Dadurch beseitigten sie die Ungewissheit, die mit ihrem künftigen Marktverhalten in Bezug auf eine über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehende Reinigung der NOx-Emissionen (sogenannte „Übererfüllung“) und die AdBlue-Nachfüll-Reichweiten verbunden war. Damit schränkten sie den Wettbewerb um für Kunden relevante Produktmerkmale ein.“ ec.europa.eu

Zum Thema

Thierry Breton, Mitglied der Europäischen Kommission, holt „Informationen und Rückmeldungen“ zur Bewertung von Abgasmessungen von Diesel-PKW der Eurostufen 5 und 6 beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) ein. duh.de

Volker Quaschning, Ingenieurwissenschaftler an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, erläutert die Unterschiede von Elektromotoren, Dieselmotoren und Wasserstoffmotoren. youtube.com