Regio-Prdukte ohne Heimatgefühl

Frankfurt am Main, 29.09.2014/EG aus dem ÖKO-TEST Verlag ‚ Franfurt am Main

Nur jedes vierte Produkt stammt wirklich vom Bauern um die Ecke

Das Verbrauchermagazin hat bundesweit 106 Produkte eingekauft und analysiert. Das Resümee ist ernüchternd: Nur 26 der getesteten Produkte sind lupenrein regional.

Bestes Beispiel ist das neue Label „Regionalfenster“*. Dessen lasche Vorschriften schreiben nur vor, dass die Region kleiner sein muss als die Bundesrepublik Deutschland. Der Hersteller kann also selbst definieren, was eine Region ist.

ÖKO-TEST rät Verbrauchern daher, ihr gutes Geld nur für solche Produkte auszugeben, deren Deklaration sie eindeutig als Regionalprodukt ausweisen. Dabei sollte man aber wissen, dass regional erzeugte Lebensmittel nicht automatisch eine gute Qualität haben. Sie enthalten teilweise zahlreiche Zusatzstoffe. Erste Wahl ist auch bei Regio-Produkten Bio. Diese werden umweltgerecht erzeugt, halten erhöhte Standards bei der Tierhaltung ein, haben weniger Zusatzstoffe und schmecken oft auch besser.

* Auszug aus dem Verein Regionalfenster:

„Die Einführung erster Produkte mit dem Regionalfenster fand zur Internationalen Grünen Woche im Januar 2014 in Berlin statt. In den letzten Monaten wurden Zertifizierungsstellen zugelassen, und zahlreiche Produkte angemeldet. Es werden laufend Erstauditierungen der angemeldeten Verarbeitungsbetriebe durchgeführt, Verpackungsmaterialien umgestaltet und produziert.
Eine Reihe von Unternehmen haben sich bereits zur Einführung des Regionalfensters dazu entschlossen, für die Vermarktung ihrer regionalen Produkte das Regionalfenster zu nutzen. Dazu gehören folgende Unternehmen: Edeka Südwest, Rewe Group, tegut… gute Lebensmittel, Lidl Stiftung & Co. KG.“