Reinheitsgebot?

27.02.2016/EG aus der Verbraucherschutzorganisation ‚Umweltinstitut München e.V.‘, München

Glyphosat im Bier – Schädlich erst ab 1.000 Litern?

Die vom Umweltinstitut München veröffentlichte Untersuchung zu Glyphosat-Rückstände im Bier hat für ein berauschtes Aufsehen in den Medien gesorgt. Der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Christian Schmidt, sah sich genötigt, umgehend das deutsche ‚Kulturgut‘ Bier, insbesondere jedoch die Brauer, zu schützen. In der heutigen Stellungnahme teilt das Umweltinstitut München dazu folgendes mit:

„Schmidt beruft sich bei seiner Aussage auf das ihm unterstehende Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Dieses hatte die von uns gemessenen Höchstwerte an Glyphosat im Bier mit dem so genannten ADI-Wert verglichen. ADI steht für „Acceptable Daily Intake“, also die Menge eines Stoffes, die man pro Tag aufnehmen kann, ohne gesundheitliche Schäden davon zu tragen. Ein Erwachsener müsse nach Rechnung des BfR demnach mindestens 1.000 Liter des am höchsten belasteten Bieres trinken, um den ADI zu überschreiten. „Das schaffen selbst wir Bayern nicht“, so Minister Schmidt dazu in der ARD.“ Weiterlesenumweltinstitut.org