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Rente: Kapitalgedeckte Systeme sind nicht sicher

15.10.2015/EG aus dem Ökonomieblog ‚blog.arbeit-wirtschaft‘, Wien (A)

Ökonomin Agnes Streissler-Führer mit einem Beitrag über die Schwächen kapitalgedeckter Rentensysteme (private Altersvorsorge)

„In Systemen, in denen Kapitaldeckung verpflichtend ist, zeigten sich spätestens mit der Krise ebenfalls massive Probleme: Die Mittel in den Fonds reichen vielfach nicht aus um die zukünftigen Ansprüche zu decken: Auf der einen Seite wurden durch die Finanzkrise Vermögenswerte zerstört, so dass das Fondsvermögen deutlich schrumpfte. Auf der anderen Seite – und das ist langfristig das fast noch größere Problem – bedeutet die anhaltende Niedrigzinsphase, dass die verbliebenen Vermögenswerte nicht genügend rasch wieder an Wert dazugewinnen. Die Folge: Es müssen entweder Beiträge nachgeschossen oder Leistungen empfindlich gekürzt werden, zukünftige ebenso wie bereits bestehende. In den Niederlanden wurden daher 2013 in Folge der Krise bestehende Leistungen um bis zu sechs Prozent gekürzt. In Polen führten die negativen Erfahrungen mit den Privatpensionen dazu, dass diese zum Großteil wieder in das öffentliche System zurückgeführt wurden.“ Weiterlesen↗blog.arbeit-wirtschaft.at