Rente mit 63 nach 45 Beitragsjahren wird angenommen

14.08.2015/EG aus dem Renten-Portal ‚ihr-vorsorge.de‘ der Deutschen Rentenversicherung, Berlin/Offenbach

Abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren sorgt für große Nachfrage – 824.000 Neurentner im Jahr 2014 (plus 26,8 Prozent)

Deutlich mehr Menschen als in den Vorjahren haben 2014 ihre erste Altersrente erhalten. Gingen 2012 und 2013 noch jeweils rund 650.000 Frauen und Männer aus Altersgründen in Rente, waren es im vergangenen Jahr fast 824.000. Allerdings beruht das starke Wachstum bei den Neurentner-Zahlen neben der demografischen Entwicklung auf zwei Sondereffekten, die aus dem letztjährigen Rentenpaket der Bundesregierung resultieren. Das geht aus dem Jahresbericht 2014 der Deutschen Rentenversicherung hervor, der gestern veröffentlicht wurde.

Den Analysen der Rentenversicherungs-Statistiker zufolge kam es durch die seit dem 01. Juli 2014 mögliche abschlagsfreie „Rente mit 63“ nach 45 Beitragsjahren zu einer Ausweichreaktion vieler Beschäftigter, die sonst erst später in Rente gegangen wären. Zudem führte die gesetzliche Neuregelung dazu, dass weniger Arbeitnehmer als in den Vorjahren eine vorzeitige Rente mit Abschlägen in Anspruch nahmen. Aus anderen Angaben der Rentenversicherer geht hervor, dass der Anteil reduzierter Renten 2014 gegenüber dem Vorjahr von 36,7 auf 23,9 Prozent gesunken ist.

Darüber hinaus hatte auch die Anrechnung eines weiteren Erziehungsjahres für Mütter (und Väter), deren Kinder vor 1992 geboren wurden, „erhebliche Auswirkungen“ auf die Neurentnerzahlen, so die Rentenversicherung. Denn in den alten Ländern hatten durch die Einführung der sogenannten Mütterrente mehr als 64.000 Frauen, die bereits im Rentenalter waren, aber bisher nicht die für eine Rente erforderlichen Versicherungszeiten aufwiesen, auf einmal Anspruch auf eine Rente.