Rentenlücke trotz privater Vorsorge?

26.08.2015/EG aus der Arbeitnehmerkammer Bremen

Ergebnis einer Studie der Arbeitnehmerkammer: Private Vorsorge kann Rentenlücke nicht schließen – Gesetzliche Rente stärken

Das Drei-Säulen-Modell (betrieblich-gesetzlich-privat) ist mit einem summierten Beitragssatz von knapp unter 30 Prozent teurer, aber nicht besser als es alleine die gesetzliche Rente wäre. „Die Aushöhlung der gesetzlichen Rentenversicherung ist entsprechend der falsche Weg“, sagt Hauptgeschäftsführer der Arbeitnehmerkammer Ingo Schierenbeck. „Noch gibt es das Drei-Säulen-Modell nicht allzu lange, noch ist die Rückkehr zur gesetzlichen Rente weitgehend problemlos möglich.“

Natürlich müssten aufgrund des Demographischen Wandels höhere Beitragssätze zur gesetzlichen Rentenversicherung in Kauf genommen werden. Doch teurer als das Drei-Säulen-Modell wird es für die Versicherten nicht werden, ist sich Ingo Schäfer sicher. „Außerdem ist das Preis-Leistungs-Verhältnis bei der gesetzlichen Rente schlicht und einfach besser, da auch die Erwerbsminderungsrente und die Absicherung von Hinterbliebenen gewährleistet ist“, sagt er. Zudem beruhe die gesetzliche Rente auf dem paritätischen Solidaritäts-Prinzip und sei demokratisch kontrolliert und legitimiert.

Die Studie von Ingo Schäfer, Arbeitnehmerkammer Bremen, lesen Sie hierarbeitnehmerkammer.de.