Rentenversicherungsbericht 2015

30.11.2015/EG aus dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Berlin

Beitragseinnahmen um drei Prozent gestiegen / Beitragssatz bleibt auch 2016 bei 18,7 Prozent / Sicherungsniveau sinkt von 48,1 Prozent im Jahr 2014 auf 44,6 Prozent im Jahr 2029

Für das Jahr 2015 wird mit einer Zunahme der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer um rund 1,0 %, für 2016 mit einer weiteren Zunahme um rund 0,9 % und für 2017 mit einer weiteren Zunahme um rund 0,8 % gerechnet. Für den Zeitraum bis 2020 wird mit Zuwächsen von jährlich rund 0,2 % gerechnet. Bei den Bruttolöhnen und -gehältern je Arbeitnehmer betragen die angenommenen Veränderungsraten im Jahr 2015 +3,0 %, 2016 +2,6 %, 2017 +2,7 % und danach bis 2020 +2,8 % pro Jahr.

Ergebnisse

  • Im Jahr 2015 sind die Beitragseinnahmen bis Oktober 2015 um rund 3 % gestiegen. Für das Jahresende 2015 wird eine Nachhaltigkeitsrücklage von 33,7 Mrd. Euro geschätzt. Dies entspricht 1,75 Monatsausgaben.
  • Der Beitragssatz bleibt im Jahr 2016 bei 18,7 %. Infolge der Verstetigungsregel bleibt er in der mittleren Variante bis 2020 unverändert auf diesem Niveau. Anschließend steigt der Beitragssatz schrittweise wieder an, über 20,4 % im Jahr 2025 bis auf 21,5 % im Jahr 2029.
  • Nach den Modellrechnungen steigen die Renten bis zum Jahr 2029 um insgesamt rund 41 % an. Dies entspricht einer durchschnittlichen Steigerungsrate von mehr als 2 % pro Jahr. Das Sicherungsniveau vor Steuern sinkt von 48,1 % im Jahr 2014 auf 47,6 % im Jahr 2020. Danach sinkt es bis auf 44,6 % im Jahr 2029 ab.
  • Beitragssatz und Sicherungsniveau vor Steuern bewegen sich damit im Rahmen der im Gesetz vorgesehenen Grenzen von 20 % bzw. 46 % bis zum Jahr 2020 und von 22 % bzw. 43 % bis zum Jahr 2030.

Der Rückgang des Sicherungsniveaus vor Steuern macht deutlich, dass die gesetzliche Rente zukünftig alleine nicht ausreichen wird, um den Lebensstandard des Erwerbslebens im Alter fortzuführen. In Zukunft wird der erworbene Lebensstandard nur erhalten bleiben, wenn die finanziellen Spielräume des Alterseinkünftegesetzes und die staatliche Förderung genutzt werden, um eine zusätzliche Vorsorge aufzubauen. Zentrale Säule der Altersversorgung wird aber auch weiterhin die gesetzliche Rente bleiben. Den Rentenversicherungsbericht 2015 lesen Sie hierbmas.de